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Von Facebook zu Meta

„Unsere Marke ist so verbunden mit dem einen Produkt Facebook, dass sie unsere Ziele in der Zukunft nicht mehr darstellen kann.“ So begründet CEO Mark Zuckerberg die Umbenennung seiner Firma Facebook. Diese soll ab sofort Meta Platforms Inc. heißen, doch warum die Umbenennung und was verspricht sich der Internet-Konzern davon?

Weg von Social Media

Das Unternehmen will laut Zuckerberg in Zukunft nicht mehr als Social-Media-Betreiber, sondern als Virtual-Reality-Konzern gesehen werden. „Von jetzt an repräsentieren wir allen voran das Metaverse und nicht mehr Facebook“, erklärt Zuckerberg in einem Video zur Ankündigung der Neuerungen. Dabei steht immer noch die Vernetzung der Menschen im Vordergrund. Die sozialen Plattformen Facebook, WhatsApp und Instagram behalten ihre Namen weiterhin, so ändert sich also nur der Name der Mutterfirma. Der Fokus der Firma soll neu gesetzt werden, weg von Social Media.

Meta: Das neue Logo des bisher als Facebook bekannten Unternehmens
Mit dem neuen Namen bekommt das Unternehmen auch ein neues Logo. (Quelle: Facebook)

Das Metaversum

Mit der Einführung des Namens Meta stellt Zuckerberg gleichzeitig den neuen Fokus des Konzerns vor: Virtual Reality (VR). Genauer handelt es sich um ein Metaversum (engl. metaverse), also eine dreidimensionale, virtuelle Welt, in die man mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen eintaucht. So könnte man beispielsweise von zu Hause aus arbeiten und trotzdem virtuell am Arbeitsplatz bei den Kolleginnen und Kollegen sein. Diese Technologie sei laut Zuckerberg die Zukunft des Internets. Hierbei werden auch die VR-Brillen des Start-ups Oculus, welches 2014 von Facebook aufgekauft wurde, beworben. Dieses Produkt soll eine neue Ära des Konzerns einleiten.

Ein Imagewechsel

Ein anderer Grund für die Umbenennung könnte die Kritik an Facebook sein, die immer lauter wird. Die Vorwürfe, Facebook ginge nicht stark genug gegen Hass und Mobbing im Netz vor, sorgten im Juni 2020 dafür, dass verschiedene große Firmen wie CocaCola oder Adidas ihre Anzeige als Zeichen des Boykotts pausierten. Außerdem steht Facebook immer wieder wegen des mangelnden Datenschutzes und der Weitergabe von persönlichen Nutzerdaten zu Werbezwecken in der Kritik. Besonders in letzter Zeit sorgen die Enthüllungen der Whistleblowerin  Frances Haugen für Negative-Schlagzeilen über den Internet-Riesen. Der neue Name könnte bei einem Imagewechsel des Konzerns helfen, von den Vorwürfen abzulenken.

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Marie Spies

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