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	<title>PR &amp; Marketing Archive - Future Communication</title>
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	<description>Zukunft der Technikkommunikation</description>
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	<title>PR &amp; Marketing Archive - Future Communication</title>
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		<title>Change Management: Chancen und Herausforderungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2022 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[PR & Marketing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Wandel in Unternehmen ist schwer umzusetzen, wenn nicht alle Mitarbeiter*innen von dem Vorhaben überzeugt sind. Eine gute Kommunikation und geeignete Modelle können den Prozess unterstützen. Das Interview mit Change Manager Julian Galonska zeigt Einblicke in seine Erfahrungen mit Change Management.&#160; Elon Musk hat Twitter gekauft und führt momentan immense Umstrukturierungen und Mitarbeiterveränderungen im Unternehmen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/change-management/">Change Management: Chancen und Herausforderungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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<p><strong><em>Ein Wandel in Unternehmen ist schwer umzusetzen, wenn nicht alle Mitarbeiter*innen von dem Vorhaben überzeugt sind. Eine gute Kommunikation und geeignete Modelle können den Prozess unterstützen. Das Interview mit Change Manager Julian Galonska zeigt Einblicke in seine Erfahrungen mit Change Management.</em></strong>&nbsp;</p>



<span id="more-2585"></span>



<p>Elon Musk hat <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/twitter-kauf-musk-abschluss-101.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Twitter gekauft</a> und führt momentan immense Umstrukturierungen und Mitarbeiterveränderungen im Unternehmen durch. Die Transformation ist seit Ende Oktober ein anhaltender Prozess. Der neue CEO will in Zukunft Kosten einsparen und seine <a href="https://www.nzz.ch/technologie/twitter-chef-elon-musk-kommt-wegen-seines-unternehmens-neuralink-unter-druck-ld.1680533" target="_blank" rel="noreferrer noopener">neue Unternehmensvision</a> umsetzen. Das passiert durch Entlassungen von Mitarbeiter*innen und die Auflösungen bisheriger Unternehmensstrukturen und -prozessen.&nbsp;</p>



<p>Wird die Veränderung bei Twitter als Change-Prozess betrachtet, weicht der Führungsstil Elon Musks von bisherigen Erfahrungen und theoretischen Erkenntnissen des Change Management ab. Diese Veränderung in einem medial präsenten Unternehmen wie Twitter wird kontrovers diskutiert.&nbsp;</p>



<p>Bereits der alt griechische Philosoph Heraklit (etwa 520 &#8211; 460 v. Chr.) wird häufig zitiert: „Das einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.“ Change Management ist die Planung und Realisierung von zukünftig, veränderten Situationen in Unternehmen. Es wird von Führungskräften und Mitarbeiter*innen gemeinsam umgesetzt. Ein Change in einem Unternehmen kann sowohl der Umzug in ein neues Büro sein wie auch Wandel von Verantwortlichkeiten oder eine neue strategische Ausrichtung der Unternehmenskultur.&nbsp;&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Change Management nur ein Buzzwort?</h2>



<p>„Change und Change Management waren für mich vor meinem Einsatz in dem Bereich Buzzwords, die sich eine der großen Consultingunternehmen ausgedacht hat. Das ist natürlich naiv“, sagt Julian Galonska, Manager bei General Motors. Der gelernte Ingenieur hat das Change-Management Zertifikat nach Prosci ® absolviert und war bei der Mercedes-Benz Mobility von 2018 bis 2019 als Strategy Specialist für Change &amp; Transformation Management tätig. „Man weiß selbst, wie schon manche Veränderungen einem persönlich schwerfallen können. Wie soll dann erst ein großes Unternehmen mit mehreren 10,000 Mitarbeitern an verschiedenen globalen Standorten gemeinsam in die richtige Richtung ziehen.“ Seiner Meinung nach sollte Change Management ein integraler Bestandteil von innovativen Unternehmen sein.&nbsp;&nbsp;</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/12/brett-jordan-JD0D-lReHFE-unsplash-1024x768.jpg" alt="BE THE CHANGE" class="wp-image-2588" width="600" height="400"/><figcaption class="wp-element-caption">Photo by Brett Jordan on Unsplash
</figcaption></figure>
</div></div>



<p>Im Laufe des Lebens entwickeln Menschen Routinen und Strategien zur Bewältigung von Prozessen. „Statt Probleme konsequent zu lösen, verplempern wir eine Menge an wertvoller Lebenszeit und Ressourcen damit, sie zu bekämpfen, ihnen aus dem Weg zu gehen, sie anderen Leuten in die Schuhe zu schieben oder sie nicht wahrhaben zu wollen,“ schreibt Claudia Kostka in ihrem Buch Change Management &#8211; Das Praxisbuch für Führungskräfte 2016.&nbsp;</p>



<p>Sogenannte Change-Modelle sind in erster Linie Anhaltspunkte für die Visualisierung von Komplexität. Dabei werden die Erwartungen, Herausforderungen und Meilensteine des Prozesses erläutert. Ein möglicher Ansatz ist das ADKAR-Modell des Unternehmens <a href="https://www.prosci.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Prosci</a> ®:&nbsp;</p>



<ol class="wp-block-list" start="1">
<li><strong>A</strong>wareness: Das Bewusstsein für die Veränderung bei allen Beteiligten schaffen.&nbsp;</li>
</ol>



<ol class="wp-block-list" start="2">
<li><strong>D</strong>esire: Die Beteiligten intrinsisch motivieren und den Wunsch zur Veränderung wecken.&nbsp;</li>
</ol>



<ol class="wp-block-list" start="3">
<li><strong>K</strong>nowledge: Das Wissen für die Veränderung vermitteln.&nbsp;</li>
</ol>



<ol class="wp-block-list" start="4">
<li><strong>A</strong>bility: Die Möglichkeiten für alle Beteiligten zur Umsetzung der Veränderung bereitstellen.&nbsp;</li>
</ol>



<ol class="wp-block-list" start="5">
<li><strong>R</strong>einforcement: Die Verankerung der Veränderung bei allen Beteiligten ermöglichen.&nbsp;</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">Kommunikation und Vorbildfunktion</h2>



<p>„Das wichtigste ist meiner Meinung nach Kommunikation: klar, strukturiert, direkt. Auch wenn das manchmal unangenehm ist,“ meint Galonska. Die in der Fachwelt bekannte VUCA-Welt ist geprägt von Unsicherheiten, die Ängste in Menschen auslösen. Deshalb ist es im gesamten Change-Prozess relevant, die Emotionen der Teilnehmenden zu berücksichtigen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="511" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/12/ChangeMgmt-1536x767_Julian_Galonska-1024x511.jpg" alt="Change &amp; Transformation Tool Roadmap. Quelle: Julian Galonska" class="wp-image-2589" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/12/ChangeMgmt-1536x767_Julian_Galonska-1024x511.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/12/ChangeMgmt-1536x767_Julian_Galonska-300x150.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/12/ChangeMgmt-1536x767_Julian_Galonska-768x384.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/12/ChangeMgmt-1536x767_Julian_Galonska-1000x499.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/12/ChangeMgmt-1536x767_Julian_Galonska-24x12.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/12/ChangeMgmt-1536x767_Julian_Galonska-36x18.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/12/ChangeMgmt-1536x767_Julian_Galonska-48x24.jpg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/12/ChangeMgmt-1536x767_Julian_Galonska.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Change &amp; Transformation Tool Roadmap. Quelle: Julian Galonska</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<p>Nach Claudia Kostka gibt es fünf typische Herausforderungen bei einem Change-Prozess. Zum einen sei vielen Mitarbeiter*innen die Bedeutung der Change-Vision nicht bewusst. Häufig werde die richtungsweisende und motivierende Kraft einer Vision unterschätzt oder belächelt. Oft fehle es auch an der Übung mit dem Entwickeln einer Vision oder einer mangelnden Kommunikation. Zudem können Uneinigkeit über das Ziel oder eine fehlende Vorbildfunktion der Führungskräfte dem Gelingen des Change-Prozesses im Weg stehen.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Letzteres ist der Ansatzpunkt für Change Leadership. „Menschen orientieren sich an ihren Führungskräften. Was diese vorleben, wird nachgeahmt. Vorhaben scheitern, weil Führungskräfte durch ihr Verhalten die Glaubwürdigkeit der Vision untergraben“, schreibt Kostka.&nbsp;</p>



<p>„Wenn Teammitglieder nicht verstehen, warum wir etwas tun, werden sie nie verstehen, wie man das überhaupt anstellen soll. Das ist dann auch immer in der Verantwortung des Change Leaders,“ berichtet der Change Manager Galonska. „Was dann noch dazu kommt, ist natürlich auch das Verständnis darüber wie die verschiedenen Teammitglieder aber auch Stakeholder reagieren und welche Wege der Kommunikation sie bevorzugen. Einem strikten Analytiker kann ich nicht mit Emotionen und Management-Speech kommen, der braucht Fakten. Da muss man schon sehr gut lernen Empathie für verschiedene Typen zu entwickeln und mit diesen in den verschiedenen Situation zu kommunizieren.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vermittlung von Visionen via Storytelling</h2>



<p><a href="https://www.manager-magazin.de/harvard/management/so-gelingen-change-projekte-a-00000000-0002-0001-0000-000140072229" target="_blank" rel="noreferrer noopener">60 Prozent</a> aller Change-Vorhaben scheitern. Einer der Hauptgründe ist dabei die mangelnde Kommunikation. Ein Kommunikationsinstrument, um ein Team für das Change-Vorhaben zu begeistern und einen regelmäßigen Austausch über den Fortschritt zu fördern, ist Storytelling. „Geschichten geben Menschen die Möglichkeit, sich zu identifizieren und verbinden einzelne Botschaften, Verhaltensweisen, Handlungsmöglichkeiten und Entwicklungen über den Zeitverlauf von der Vergangenheit bis zu Visionen für die Zukunft zu einer sinnstiftenden Einheit“, schreibt die Projektmanagerin Sabine Lehner in ihrem Buch Change Leadership. Storytelling wirkt, wenn eine Geschichte Personen emotional erreicht. Damit werden die Inhalte des Change-Vorhabens in den Köpfen der Menschen verinnerlicht.&nbsp;</p>



<p>„Change ist the only constant in life – sehr abgedroschen, aber wahr. Unternehmen ändern sich ständig und das ist gut für all diejenigen die sich darauf einstellen können&#8220;, sagt Julian Galonska.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Bei der Umstrukturierung von <a href="https://futurecommunication.de/mastodon-twitter-alternative-oder-doch-nur-hype/">Twitter </a>scheint eine klare Kommunikation nicht gegeben zu sein, wie ein <a href="https://twitter.com/ZappMM/status/1595056600288477185?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1595056600288477185%7Ctwgr%5E5bffde8913e14434e30f76d80c60bc86373b54a6%7Ctwcon%5Es1_&amp;ref_url=https%3A%2F%2Ft3n.de%2Fnews%2Ftwitter-kuendigungen-deutscher-mitarbeiter-massentlassung-1515203%2F" target="_blank" rel="noreferrer noopener">deutscher Twitter-Mitarbeiter im ZAPP-Interview</a> erzählt. Es bleibt abzuwarten, wie dieser Change-Prozess weitergeht.&nbsp;</p>
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		<title>Facebook war gestern: neue Medienplattformen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2022 07:37:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Medienbranche wird zum Teil immer noch nachgesagt, dass sie den Sprung auf das digitale Zeitalter mit nur mäßigem Erfolg gemeistert hat. Schwierigkeiten kommen zum einen aus fehlenden online-implementierungen und zum anderen durch die Problematik der User-Mentalität im Internet. Im Gespräch mit Alina Fichter von der Deutschen Welle (DW) werden mögliche neue Plattformen besprochen, welche eine mögliche Lösung für das Dilemma sein können.</p>
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<p>Der Medienbranche wird zum Teil immer noch nachgesagt, dass sie den Sprung auf das digitale Zeitalter mit nur mäßigem Erfolg gemeistert hat. Schwierigkeiten kommen zum einen aus fehlenden Online-Implementierungen und zum anderen durch die Problematik der User-Mentalität im Internet. Im Gespräch mit <a href="https://futurecommunication.de/neue-art-des-denkens/">Alina Fichter</a> von der Deutschen Welle (DW) werden mögliche neue Plattformen besprochen, welche eine mögliche Lösung für das Dilemma sein können.</p>



<p class="has-text-align-right"><em>Ein Gastbeitrag von Christian Kalis</em></p>



<p>Der Finger berührt den Knopf. Durch das Hineindrücken wird ein Signal an die Hauptplatine gesendet. Lüfter beginnen sich zu drehen. Das System fährt langsam hoch. Der Rechner ist an. Noch ein Klick an den Bildschirm zum Aufleuchten des Logos. Gewohnheit machts. Jetzt noch schnell einen Kaffee holen und dann beginnt der Tag. So oder ähnlich geht es vielen Deutschen vor allem in Zeiten von Homeoffice und digitaler Lehre.&nbsp;</p>



<p><a href="https://www.hamburgmediaschool.com/koepfe/fichter-alina">Alina Fichtner</a>, derzeit angestellt bei dem Nachrichtenportal Deutsche Welle (DW), macht sich in ihrem Arbeitstag Gedanken darüber, wie diese Menschen besser erreicht werden können. Ziel ist es, neue Formate und Wege zu ermitteln, die neue und alte Nachrichtenleser:innen begeistern können. Eine Idee, an der sie gerade arbeitet, erklärt sie im Interview:&nbsp;„Wir arbeiten gerade noch an einem Livestream für eine breite Zuschauerschaft, den wir auf <a href="https://www.twitch.tv">Twitch</a> aufbauen wollen. Dieser ist jedoch noch nicht online, da wir uns noch in der Prototypenphase befinden“.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Twitch als Erfolgsbeispiel</h2>



<p>Die online Plattform&nbsp;Twitch&nbsp;entstand 2011 aus der 24-Stunden Live-Übertragung von Justin.tv einem Kanal, den Justin Kann und der heutige Twitch-CEO Emmet Shear 2006 gegründet haben, um das Leben von Justin Kan mit der ganzen Welt zu teilen. Das Interesse der Zuschauer vor allem an Let ́s Plays und dem E-Sport Bereich brachte die beiden dazu, die Gamingübertragung auszulagern und auch für andere Content-Creator zur Verfügung zu stellen. Der Erfolg der Plattform sorgte dafür, dass im Jahr 2014 Amazon den die Webseite für 970 Millionen Euro übernimmt und auch die Konkurrenz sieht den Erfolg dieses neuen Unterhaltungsformates. 2015 startet YouTube unter Microsoft seinen eigenen Live-Gaming-Kanal und auch andere versuchen sich den neu eröffneten Markt anzueignen. Doch bis heute ist Twitch die Nummer eins der Live-Streaming-Anbieter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">N<strong>icht nur Zielgruppe gewinnen, sondern auch zurückgewinnen</strong></h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized" datatext=""><img decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-683x1024.jpg" alt="Bild: Pexels." class="wp-image-2306" width="342" height="512" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-683x1024.jpg 683w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-200x300.jpg 200w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-768x1151.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-1025x1536.jpg 1025w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-1367x2048.jpg 1367w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-1570x2353.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-1000x1499.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-16x24.jpg 16w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-24x36.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-32x48.jpg 32w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-scaled.jpg 1708w" sizes="(max-width: 342px) 100vw, 342px" /></figure></div>


<p>Warmer Dampf steigt aus der Kaffeetasse auf. Auf dem Bildschirm flackern Tabellen und Auswertungen. Eine Benachrichtigung leuchtet am rechten Eck auf. „Erinnerung: Zoom-Meeting in 10&nbsp;Minuten.“&nbsp;Viele Deutsche haben sich an ihren Home-Office-Alltag gewöhnt. Alles geht von zu Hause aus. Noch ein schneller Blick auf das Smartphone und los gehts. Der Blick bleibt länger als gewollt am mobilen Bildschirm hängen. Eine Pop-up Nachricht lenkt die Aufmerksamkeit weg vom PC, wieder ran ans Handy.&nbsp;</p>



<p>„Was bringt die Menschen eigentlich dazu, live&nbsp;ein journalistisches Angebot zu nutzen? Das ist noch eine ungelöste Frage. Es gibt zwar ein paar einzelne Medienanstalten, die damit experimentieren, aber so richtig gelöst ist die Frage noch nicht.“, erklärt Fichter.&nbsp;Viel Medien, Marken und Unternehmen sehen in Twitch immer noch den Gaming-Kanal für Nerds. Dabei besitzt Twitch täglich über 30 Millionen aufrufe und ist damit auf Platz 44 im&nbsp;Alexa Rank Monatstrend, einem Onlinedienst, der Daten über Seitenabrufe auf Webseiten sammelt und auswertet. Twitch liegt nach diesem Ranking nur zwei Plätze hinter Twitter, welches Platz 42 belegt. Allein im Jahr 2019 wurde laut eigener Zahlen von Twitch, 660 Milliarden Minuten Live-Streamer:innen zugesehen. Durchschnittlich senden 50.000 Kanäle kontinuierlich Inhalte über die Server.</p>



<p>Die Zeiten des reinen Gaming-Kanals sind schon lange vorbei. Die Kategorie: „just Chatting“&nbsp;hat 18 Millionen Follower und ist seit Mai 2021 auch in Nachrichtenwelt abseits von Gaming bekannt. Für Aufmerksamkeit hat die Kontroverse geführt, als Streamer:innen sich leicht bekleidet in Planschbecken ihrer Community zeigten. Diese sorgte jedoch auch für eine steigende Nutzerzahl von Besuchern, die wenig mit Computerspielen am Hut haben. Gleichzeitig nutzen immer mehr Content-Creator Twitch für ihre Q&amp;A-Streams und auch das Infotainment erhielt eine eigene Kategorie auf der Webseite. Alina Fichter erklärt:&nbsp;„Selbst unsere&nbsp;News-Abteilung findet das interessant und vielleicht können wir Teile&nbsp;unsere Erkenntnisse stärker in unseren Livestream einarbeiten.“</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nachrichten am besten umsonst, aber nicht kostenlos</strong></h2>



<p>Die Maus wandert über das rote X. Das Fenster schließt sich. Wieder ein Meeting geschafft. Aus der Küche hört man bereits das Mahlen der Kaffeemaschine für die nächste Stärkung. Nach einer kurzen Genusspause geht es auch mal an die frische Luft. Die von jener Sorte, die mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen als mit etwas anderem. Gemeinsam haben jene, die viel am Computer arbeiten und diejenigen, welche eher selten am PC sitzen, das Interesse an den täglichen Nachrichten und Informationen über die Geschehnisse der Welt. Diese werden zumeist per Newsticker oder anderen Online-Medien-Tools konsumiert. Die Medienhäuser sind hierbei stets den User:innen gefolgt.</p>



<p>Egal welches soziale Netzwerk betrachtet wird, alle etablierten Medienhäuser sind vertreten. Nur auf Twitch bleibt dies noch aus. Dabei bietet gerade bei der großen Frage der Kostendeckung Twitch eine kreative Lösung. Die Benutzer:innen möchten tägliche über ihre favorisierten Nachrichten upgedatet werden. Dies soll möglichst kostenlos passieren. Viel Medienhäuser haben verschiedene Systeme etabliert. Am stärksten ist hierbei das Abo-Model vertreten und die Möglichkeit, Artikel kostenlos mit Werbung zu lesen. Twitch hat durch die Kooperation mit Amazon ein ganz eigenes System. Durch die Verlinkung des Twitch-Accounts mit dem eigenen Amazon-Konto ermöglicht das Verschenken einer&nbsp;„Subskription“ für den bevorzugten Streamer:in, welches eigentlich kostenpflichtig zu erwerben ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Videoformate, so weit das Auge reicht</strong></h2>



<p>Alternativ zu Twitch werden Instagram und vor allem&nbsp;<a href="https://www.tiktok.com/de-DE">TikTok</a>&nbsp;diskutiert. Gerade TikTok steht als neues Medium der Jugend ganz oben auf der Liste. Ähnlich wie Twitch verwendet es das Videoformat. Jedoch&nbsp;im kurzen „Story“-Format. Wobei auch hier Livestreams der Content-Creator:innen nicht unüblich sind. Dadurch entsteht eine mögliche Schnittstelle zwischen den Livestreams von Twitch und anderen Sozial-Media-Plattformen, wie <a href="https://futurecommunication.de/how-to-tiktok-mit-der-tagesschau/">TikTok</a>. Die ARD ist hier bereits aktiv geworden. Nach eigenen Angaben will die Tagesschau „auch neben journalistischen Inhalten für eine junge Zielgruppe einen humorvollen&nbsp;Blick hinter die Kulissen der erfolgreichen TV-Nachrichtensendung“, liefern. Das Jugendangebot&nbsp;Funk der ARD ist schon lange dabei, genauso wie die Washington Post. </p>



<p>TikTok selbst steht zwar in der Kritik, wenn es um Themen wie Datenschutz und Berichterstattung aus China geht, trotzdem ist die Tendenz zu Online-Video-Formaten der Medienhäuser interessant. Grund hierfür könnten zum einen der sich immer stärkere Wandel zu Online-TV und weg vom herkömmlichen Fernsehen sein und zum anderen ist der oben bereits erwähnte digitale Wandel der Medienhäuser ausschlaggebend. Alina Fichter sieht die Problematik in den Ansprüchen der&nbsp;Medienhäuser: „Eine Herausforderung ist die Erwartungshaltung der Anwender:innen. Auf der einen Seite möchte man etwas haben in dem Bereich, dass man sich ausprobiert und auf der anderen Seite möchte man dann sofort, dass alles wahnsinnig erfolgreich ist und eine enorme Reichweite erzielt“.&nbsp;Diesen Wunschtraum vom erfolgreichen Boom auf neuen Plattformen haben nicht nur Medienhäuser, sondern viele Unternehmen und nur wenigen gelingt eine erfolgreiche Umsetzung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Plattformen für neue Zielgruppen</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-1024x683.jpg" alt="Bild: Pexels." class="wp-image-2303" width="512" height="342" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-1024x683.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-300x200.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-768x512.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-1536x1024.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-2048x1365.jpg 2048w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-1570x1047.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-1000x667.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-24x16.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-36x24.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-48x32.jpg 48w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></figure></div>


<p>Gerade das Erreichen und Halten von neuen, in diesem Fall auch jüngeren Zielgruppen, ist eine facettenreiche Aufgabe. Neue Trends zu erkennen und zu adaptieren, ist das Kernelement für den Erfolg. Dies benötigt ein andauerndes Beobachten von globalen Trends und der Selektierung von bereits bestehenden Inhalten, was wiederum Fachkräfte in diesem Bereich erfordert, um eine der Herausforderungen zu beschreiben.</p>



<p>Wie ein Schatten zieht der Sekundenzeiger an der Zwölf vorbei. Feierabend. Eine letzte Sicherheitskopie des Workflows und endlich wird sich der Entspannung gewidmet. Der Browser wird geöffnet und die favorisierte Webseite geladen. Endlich nicht mehr an die Arbeit denken, sondern den bevorzugten Content-Creator:innen lauschen. Hier kommt die erwähnte Herausforderung ins Spiel. Die Zielgruppe ist zwar über die beschriebenen Medien erreichbar, doch vielleicht möchte sie auf diese Plattformen gar keinen informativen Content. Selbst die Smartphone-Generation legt mal ihr Handy weg und möchte einfach nur die Seele baumeln lassen. Dies ist ein Punkt, den die Medienhäuser berücksichtigen müssen, wenn sie den Sprung auf die bislang noch wenig genutzten Plattformen, wie Twitch oder Tiktok erfolgreich meistern wollen.</p>
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		<title>So war die Re:publica 2022</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Spies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2022 10:30:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[PR & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Messe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir waren auf der Re:publica in Berlin. „Anyway the Wind blows“- die letzten Worte des berühmten Queen-Songs Bohemian Rapsody stellten das diesjährige Motto. Vor allem die Themen Nachhaltigkeit, Zukunft der Medien und der Klimawandel waren im Fokus der Festival-ähnlichen Messe. Hier ein kleiner Überblick über unsere Erlebnisse auf der Re:publica 2022.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Wir waren auf der <a href="publica" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Re:publica</a> in Berlin. „Anyway the Wind blows“- die letzten Worte des berühmten Queen-Songs <em>Bohemian Rapsody</em> stellten das diesjährige Motto. Vor allem die Themen Nachhaltigkeit, Zukunft der Medien und soziale Inklusion waren im Fokus der Festival-ähnlichen Messe. Hier ein kleiner Überblick über unsere Erlebnisse auf der Re:publica 2022.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nachhaltigkeit als Konzept</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright size-medium" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="200" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/DSCF8794-300x200.jpg" alt="Quelle: privat
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<p>Das Motto sagt es nicht sofort, doch Nachhaltigkeit wurde auf der Re:publica 2022 großgeschrieben. Das nachhaltige Rahmenkonzept fand rund um die Messe statt. So war beispielsweise das komplette Essensangebot fleischlos. Jede*r brachte eigene Anhänger für die Namensschilder mit. Wer sein Schlüsselband nicht dabei hatte, bekam ein übrig gebliebenes aus den Vorjahren.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2078" width="111" height="166" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-683x1024.jpg 683w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-200x300.jpg 200w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-768x1152.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-1024x1536.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-1365x2048.jpg 1365w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-1570x2355.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-1000x1500.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-16x24.jpg 16w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-24x36.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-32x48.jpg 32w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 111px) 100vw, 111px" /><figcaption>Die Re:publica fand am Ufer der Spree statt.</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das „Drum Herum“</strong></h2>



<p>Besonders an der Messe war auch die Location und alles um diese herum. So gab es einen Strand am Ufer der Spree, der an einen Pool im Fluss grenzte. Sonnendecks, Aussichtspunkte, Strandliegen und eine Strandbar brachten Urlaubs-Feeling. Das Abendprogramm mit DJs und verschiedenen Party-Möglichkeiten brachte den Berlin-Flair auf die Veranstaltung. So fühlte man sich auf der Messe auch ein bisschen wie auf einem Festival.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Unsere Highlights</strong> <strong>auf der Re:publica 2022</strong></h2>



<p>Die verschiedenen Kernthemen der Re:publica 2022 wurden in den Programmpunkten widergespiegelt. Wir haben unter anderem die folgenden verschiedenen Vorträge und Workshops besucht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Journalist*innen im Ukraine-Krieg</strong></h3>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6659-1-edited-scaled.jpg" alt="Quelle: privat
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<p>Unser erster Programmpunkt war eine Diskussion zu Journalist*innen im Ukraine-Krieg. Georg Restle, Redaktionsleiter von<a href="https://www1.wdr.de/daserste/monitor/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> MONITOR</a> moderierte die Gesprächsrunde mit Ina Ruck, ARD-Korrespondentin in Moskau und Katrin Eigendorf, Korrespondentin in der Ukraine. Außerdem war eine geflüchtete Journalistin aus der Ukraine zu Gast. Besonders die Frage, ob Journalist*innen zu nah am Geschehen in der Ukraine sind und somit ihre Berichterstattung an Seriosität verliert, debattierte die Runde. Den Begriff der „mutmaßlichen“ Kriegsverbrechen haben die Journalist*innen besonders heiß diskutiert, da die ukrainische Journalistin den Begriff der Mutmaßlichkeit unangemessen findet. Zum Abschluss der Diskussionsrunde durften die Zuschauer*innen ihre Fragen stellen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Trans*-Personen in den Medien</strong></h3>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-1024x683.jpg" alt="Quelle: privat
" class="wp-image-2073" width="503" height="335" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-1024x683.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-300x200.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-768x512.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-1536x1024.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-2048x1365.jpg 2048w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-1570x1047.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-1000x667.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-24x16.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-36x24.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-48x32.jpg 48w" sizes="(max-width: 503px) 100vw, 503px" /><figcaption>Tessa Ganserer und Henri Jakobs im Interview.</figcaption></figure>



<p>Bei dem Live-Interview mit Tessa Ganserer und Henri Jakobs ging es um Trans*-Personen in den Medien. Die Grünen-Politikerin Ganserer sprach über ihre Erfahrungen mit dem Thema und darüber, dass Trans*-Personen in den Medien oft nur auf ihr „Trans*-Sein“ reduziert werden. Auch der aufwändige und teilweise sehr diskriminierende Weg rechtlich das Geschlecht zu ändern war Thema, wobei Ganserer besonders das Transsexuellen-Gesetz kritisierte. Die Frage, was man Trans*-Personen fragen darf und was nicht, war für Ganserer leicht zu beantworten: „einfach das, was man eine Cis-Person im Alltag auch fragen würde“.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Erneuerbare Energien als Friedens Energien</strong></h3>



<p>Im Live-Interview mit dem Titel „The Wind blows anyway: Erneuerbare Energien als Friedensenergien“ spricht Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am <a href="https://www.diw.de/deutsch" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung</a> (DIW), über die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen und Risiken der Energiewende. Laut ihr gibt es eine noch nie dagewesene Energiekriese, und niemand spricht darüber. Doch diese sei nicht überraschend gekommen. Viele Wissenschaftler*innen sagen diese seit vielen Jahren voraus, so auch Kemfert. „I told you so since 25 years“, unterstreicht sie diese Aussage. Sie sagt außerdem, Wind- und Solarenergie seien die Schlüssel für die Energiewende. Die Lobby sei Kemfert zufolge eine der größten Behinderung der Energiewende und somit auch der Rettung des Klimawandels.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Bundeskanzler auf der Re:publica</strong> <strong>2022</strong></h3>



<p>Das Highlight des zweiten Tages auf der Re:publica war die Rede und das nachfolgende Interview des Bundeskanzlers Olaf Scholz. Das Thema war die Digitalpolitik in der Zeitenwende. So sprach Scholz darüber, wie Deutschlands Digitalpolitik ausgebaut werden kann. Beispielsweise soll die Politik die digitale Souveränität Deutschlands stärken und die Infrastruktur ausbauen. Außerdem müsse die Verwaltung digitalisiert werden. Des Weiteren spricht er darüber, dass die Gleichberechtigung und die Inklusion sowohl im Netz als auch generell gestärkt werden müssen und werden. Im anschließenden Gespräch mit Linda Zervakis hakte sie kritisch nach, wie diese Dinge umgesetzt werden können.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-1024x683.jpg" alt="Quelle: Privat" class="wp-image-2076" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-1024x683.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-300x200.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-768x512.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-1536x1024.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-2048x1365.jpg 2048w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-1570x1047.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-1000x667.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-24x16.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-36x24.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-48x32.jpg 48w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Bundeskanzler Olaf Scholz auf der Re:publica.</figcaption></figure></div><p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/so-war-die-republica-2022/">So war die Re:publica 2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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		<title>Technikzukünfte: Was unsere Visionen beeinflusst</title>
		<link>https://futurecommunication.de/technikzukuenfte-eine-reise-durch-unsere-visionen-der-vergangenheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Frey]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Mar 2022 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[PR & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsvorstellungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Vorstellungen von der Zukunft und von der darin vorkommenden Technik haben einen wichtigen Einfluss auf viele gesellschaftliche Prozesse. Manche von ihnen haben sich über die Zeit verändert, andere nicht. Warum das so ist und wer unsere Zukunftsvorstellungen beeinflusst. „Einen Blick in die atomar angetriebene Zukunft bietet der Nucleon, ein Modell im Maßstab 3/8, das [&#8230;]</p>
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<p><strong>Unsere Vorstellungen von der Zukunft und von der darin vorkommenden Technik haben einen wichtigen Einfluss auf viele gesellschaftliche Prozesse. Manche von ihnen haben sich über die Zeit verändert, andere nicht. Warum das so ist und wer unsere Zukunftsvorstellungen beeinflusst.</strong></p>



<span id="more-1740"></span>



<p>„Einen Blick in die atomar angetriebene Zukunft bietet der Nucleon, ein Modell im Maßstab 3/8, das von führenden Designern der Ford Motor Company entwickelt wurde“, <a href="https://www.thedrive.com/news/41103/heres-why-the-nuclear-powered-1958-ford-nucleon-never-entered-production" target="_blank" rel="noreferrer noopener">verkündet der Automobilhersteller Ford im Jahr 1958 in einer Pressemitteilung</a>. „Das Modell ist ausgestattet mit einer Treibstoffkapsel, die zwischen zwei Heckauslegern befestigt ist. Die Kapsel, die einen radioaktiven Kern für die Antriebsenergie enthält, kann vom Fahrer je nach Leistungsbedarf und zurückzulegender Strecke leicht ausgetauscht werden“, heißt es dort weiterhin. Mehr als 5.000 Meilen sollte das atomgetriebene Auto mit einer Tankladung fahren können.</p>



<p>Diese Vorstellung einer künftig angewandten Technik, einst als realistisch angesehene Vision, erscheint wohl den meisten heute &#8211; mehr als 60 Jahre später &#8211; eher absurd. Das Beispiel zeigt, wie sehr sich unsere Vorstellungen von zukünftig angewandter Technik teils über die Zeit verändern. Um dies feststellen zu können, genügt jedoch bereits ein Blick in die nähere Vergangenheit. So beschreibt ein Artikel der Süddeutschen Zeitung aus dem November 1995 die „Stadtbahn“ als Lösung aller Mobilitäts-Probleme. Im Jahr 2022 spielt die Hoffnung auf einen künftig besser funktionierenden ÖPNV wohl eher eine untergeordnete Rolle auf öffentlichen Agenda. Stattdessen im Zentrum der politischen und medialen Aufmerksamkeit: Elektroautos. Diese präsentiert beispielsweise das Bundesministerium für Umwelt und Verbraucherschutz BMUV <a href="https://www.erneuerbar-mobil.de/Ziele/sauber">als umweltfreundliches, emissionsfreies Fortbewegungsmittel für die Zukunft</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Carsharing schon 1995 Mobilitätskonzept der Zukunft</h2>



<p>Andere Darstellungen von sogenannten Technikzukünften, also Beschreibungen möglicher Zukunftsvarianten, bei denen die Entwicklung von Wissenschaft und Technik im gesellschaftlichen Kontext im Zentrum steht, sind wiederum überraschend ähnlich geblieben. Ein weiterer Artikel der Süddeutschen Zeitung aus dem Jahr 1995 beschreibt beispielsweise ein neues Konzept „für die zukünftige Mobilität in der Stadt“:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>„Tulip (Transport Urbain Libre Individuel et Public) basiert auf der Idee, eine Flotte von Elektrofahrzeugen von den Kommunen zur Verfügung stellen zu lassen, die an festen Stationen vom Kunden gemietet werden können und über eine Zentrale verwaltet werden. […] In Ergänzung zu den bereits vorhandenen öffentlichen Verkehrsmitteln würden an verschiedenen Stellen der Stadt, etwa mit einer Verbreitung wie die Metro, Stationen mit zweisitzigen E-Fahrzeugen installiert werden. Der Benutzer läßt sich registrieren und bekommt eine Fernbedienung mit persönlicher Codenummer ausgehändigt, die wie ein elektronischer Schlüssel funktioniert. An der nächsten Tulip-Station sucht sich der Kunde ein freies Fahrzeug aus – er erkennt es an der grünen Kontrollleuchte auf dem Dach – und drückt die Starttaste.“</em></p></blockquote>



<p>Aufmerksamen Lesenden kommt das Konzept wahrscheinlich bekannt vor, nur unter anderem Namen. „Carsharing“ wird auch heute noch <a href="https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/mobilitaet/carsharing-verlust-durch-teilen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">als die „Zukunft der Mobilität“ gefeiert</a>&nbsp; – wenn auch die Euphorie aufgrund mangelnder Rentabilität für Anbieter langsam abnimmt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Autos meist selbstverständlich</h2>



<p>Außerdem wird früher wie heute meist wie selbstverständlich angenommen, dass wir uns in Zukunft weiterhin in Autos fortbewegen werden – mit welcher Antriebsform auch immer. Doch warum ist das so? Denkbar wäre ja beispielsweise auch die Abschaffung von Autos für Privatpersonen, zugunsten einer anderen technischen Mobilitätslösung mit weniger Nachteilen.</p>



<p>„Viele Zukunftsvorstellungen bleiben über lange Zeit gleich, auch wenn sie nicht unbedingt die technisch vernünftigsten sind“, sagt auch Bernd Flessner, Zukunftsforscher am Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Als eine der Ursachen sieht er die Macht der Unternehmen: „In vielen Fällen sorgen verschiedene Lobbys für Stillstand in der technischen Entwicklung.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lobby bremst Hanfauto aus</h2>



<p>Bereits der Automobilpionier Henry Ford sei mit einer seiner Ideen aufgrund der Einflussnahme der Industrie gescheitert. In den 1930er und 1940er Jahren erfand er ein Auto, <a href="https://www.hanf-magazin.com/nutzhanf/hanf-in-der-automobilindustrie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dessen Karosserie fast komplett aus Kunststoff auf Hanf- und Sojabasis gefertigt wurde</a>. Angetrieben werden sollte es zudem durch Pflanzenöle wie Hanföl. Aus der Verwendung der Pflanzenteile resultierten einige Vorteile. So war Fords Hanfauto wesentlich leichter und bei Unfällen sicherer als herkömmliche Fahrzeuge mit Stahl-Karosserie.</p>



<p>Zur Serienreife gebracht wurde das Auto jedoch auch nach zwölf Jahren der erfolgreichen Forschung nicht. Denn 1937 wurden Hanfprodukte in den USA durch den „Marihuana Tax Act“ hoch besteuert. Damit wurde die Nutzpflanze zu teuer für die industrielle Verwendung. Unterstützt wurde das neue Gesetz unter andrem durch die Stahl- und Erdölindustrie. „Hätte sich damals die Lobby nicht eingemischt, würden wir heute vielleicht alle in leichten und sicheren Hanfautos herumfahren“, sagt Flessner.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trägheit gegenüber neuen Technologien</h2>



<p>Ein weiterer Grund dafür, dass Zukunftsvorstellungen sich häufig über einen langen Zeitraum hinweg nicht oder nur wenig ändern, ist laut dem Zukunftsforscher ein psychologisches Phänomen: Die negative Persistenz. So tendieren wir Menschen dazu, an Gegenwärtigem festzuhalten. Daraus entstehe eine gewisse geistige Trägheit gegenüber neuen Technologien.</p>



<p>Und dennoch kommt es vor, dass sich unsere Zukunftsvorstellungen wandeln – wir erinnern uns an das anfangs beschriebene Atomauto. „Das hat oft damit zu tun, dass &#8211; meistens männliche &#8211; Forscher das Machbare aus einer aus Erfolgen resultierenden Euphorie heraus überschätzen. Wissenschaftler haben der Atomenergie in der Mitte des letzten Jahrhunderts einige Vorschusslorbeeren gegeben“, meint Flessner. Diese Selbstüberschätzung sei eine kognitive Verzerrung der Wahrnehmung. Später stellte sich heraus, dass das atomgetriebene Auto einfach nicht umsetzbar war und der Traum vom Atomauto platzte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Science-Fiction beeinflusst Zukunftsvorstellungen</h2>



<p>Einen noch größeren Einfluss auf die Vorstellungen von der Zukunft der Gesellschaft als Wissenschaft, Unternehmen oder Politik hat laut Flessner jedoch ein ganz anderer Akteur: „Ideen dazu, wie die Zukunft aussehen könnte, kommen zu großem Teil aus der Science-Fiction, aus Büchern, Comics oder Filmen. Fragt man Nobelpreisträger in spe, zum Beispiel Physiker, die am Teilchenbeschleuniger in Cern forschen, warum sie das tun &#8211; und ich habe das gemacht &#8211; dann geben sie zu, dass sie in jungen Jahren Science-Fiction gelesen haben. Und dass ihre Vorstellung von Technologien, die sie mit ihrer Forschung zukünftig möglich machen wollen, davon inspiriert wurde.“</p>



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<p><strong>Artikel zum Thema:</strong> <a href="https://futurecommunication.de/von-zukunftsspuren-und-wild-cards-fuenf-fragen-an-den-zukunftsforscher-bernd-flessner/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Von Zukunftsspuren und Wild Cards: Fünf Fragen an den Zukunftsforscher Bernd Flessner</a></p>
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<p>Dazu, dass Vorstellungen aus Science-Fiction zum allgemeinen Zukunftsbild der Gesellschaft werden, führen verschiedene, komplexe Abläufe, die noch nicht ausreichend erforscht sind. Dabei hat die Kommunikation über solche Technikzukünfte eine essenzielle Bedeutung für viele gesellschaftliche Prozesse. Das stellt auch ein <a href="https://www.acatech.de/publikation/technikzukuenfte-vorausdenken-erstellen-bewerten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Leitfaden der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften Acatech</a> fest: „Sie kann einer Debatte eine Wendung geben und Entscheidungen beeinflussen, möglicherweise unabhängig davon, wie konsistent, plausibel oder wissenschaftlich gut begründet die entsprechenden Zukünfte sind. Auch Vorstellungen über die Zukunft, die nicht einmal den Anspruch erheben, wissenschaftlich gut begründet zu sein, können die gesellschaftliche Debatte und Wahrnehmung wesentlich beeinflussen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Science-Fiction in der Werbung</h2>



<p>Diese Bedeutung haben Unternehmen wie der Autohersteller Audi längst erkannt. Er wirbt in einem Spot mit seiner <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Sx6lRQRxPm4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Interpretation der Limousine der Zukunft“</a> – einem weltraumkapselartig anmutendem Konzeptauto mit transformerhaften Türen, Essensausgabe zwischen den Sitzen und Liegefunktion für die Nacht.</p>



<p>Grund genug also, unsere Vorstellungen von der (technischen) Zukunft von gestern, heute und morgen genau im Auge zu behalten. Denn das kann dazu beitragen, „den jeweils in einer spezifischen Gegenwart vorherrschenden Zeitgeist (Mainstream) zu relativieren, alternative Optionen, Perspektiven und Umgangsmuster in die Diskussion zu bringen und dadurch die Vorprägung durch die jeweilig gegenwärtigen Muster zu reflektieren und ggf. zu korrigieren“, wie der Physiker, Philosoph und Technikfolgenabschätzer Armin Grundwald in einem Beitrag in einer <a href="https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000070356" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Publikation des Karlsruher Institut für Technologie</a>&nbsp;schreibt. So können wir unsere Zukunftsvorstellungen in Zukunft besser an das anpassen, was vernünftig ist – ganz unabhängig von Lobbys und Science-Fiction.</p>



<p><a id="_msocom_1"></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/technikzukuenfte-eine-reise-durch-unsere-visionen-der-vergangenheit/">Technikzukünfte: Was unsere Visionen beeinflusst</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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		<title>Von Zukunftsspuren und Wild Cards: Fünf Fragen an den Zukunftsforscher Bernd Flessner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Frey]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 10:32:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fünf Fragen an...]]></category>
		<category><![CDATA[PR & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[3D-Drucker]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Flessner]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsforscher]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bernd Flessner ist Zukunftsforscher am Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ZiWiS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im Interview spricht er über die Funktionsweise und Bedeutung seiner Forschungsdisziplin und darüber, welche Entwicklungsmöglichkeiten er für die Zukunft der Medien sieht. Was machen Sie in ihrer Arbeit als Zukunftsforscher? Wie erforscht man etwas, das noch gar nicht passiert ist? Flessner: [&#8230;]</p>
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<p><strong>Bernd Flessner ist Zukunftsforscher am <a href="https://www.ziwis.fau.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ZiWiS)</a> der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im Interview spricht er über die Funktionsweise und Bedeutung seiner Forschungsdisziplin und darüber, welche Entwicklungsmöglichkeiten er für die Zukunft der Medien sieht.</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/02/Bernd-Flessner.jpg" alt="Bernd Flessner ist Zukunftsforscher am Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schluesselqualifikationen (ZiWiS) der FAU Erlangen-Nuernberg. (Foto: Kurt Fuchs)" class="wp-image-1725" width="291" height="437" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/02/Bernd-Flessner.jpg 200w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/02/Bernd-Flessner-16x24.jpg 16w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/02/Bernd-Flessner-24x36.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/02/Bernd-Flessner-32x48.jpg 32w" sizes="(max-width: 291px) 100vw, 291px" /><figcaption>Bernd Flessner ist Zukunftsforscher am Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ZiWiS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. (Foto: Kurt Fuchs)</figcaption></figure></div>


<p><em>Was machen Sie in ihrer Arbeit als Zukunftsforscher? Wie erforscht man etwas, das noch gar nicht passiert ist?</em></p>



<p><strong>Flessner:</strong> In der Zukunftsforschung gibt es über 50 Methoden, deren Ausführung den zeitlichen Rahmen dieses Interviews sprengen würde. Ein Beispiel ist die Suche nach Portents, also nach Zukunftsspuren, die in der Gegenwart und Vergangenheit verborgen sind. Wichtig sind auch Szenario- und Delphi-Studien.</p>



<p>Die seriöse Zukunftsforschung sagt aber keine eine Zukunft voraus, die sicher eintreten wird, sondern beschäftigt sich mit verschiedenen möglichen Zukünften. Die Zukunft ist ja nicht determiniert, sondern veränderbar und basiert auf Zufällen. In anderen Wissenschaften wie der Wirtschaftswissenschaft wird zwar manchmal versucht, zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren. Aber eine zuverlässige Vorhersage ist nie möglich, da es immer komplette Wild Cards, also unvorhersehbare Ereignisse, wie zum Beispiel eine Pandemie, geben kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="nachdenken-uber-wunschenswerte-zukunfte">Nachdenken über wünschenswerte Zukünfte</h2>



<p><em>Warum ist es wichtig, die Zukunft zu erforschen?</em></p>



<p><strong>Flessner:</strong> Wir leben in einem postempirischen Zeitalter. Früher konnte man zum Beispiel, wenn man eine Kirche gebaut hat, einfach ausprobieren, ob ein bestimmter Pfeiler stark genug war, um das Gebäude zu tragen. Wenn der Pfeiler zu dünn war, ist die Kirche eingestürzt. Dann gab es vielleicht ein paar Tote, aber mehr ist nicht passiert und beim nächsten Mal hat man einen dickeren Pfeiler verwendet. Mit der Technologie, die wir heute haben, ist das ganz anders. Die Technik, mit der wir heute hantieren, ist viel zu gefährlich, um einfach auszuprobieren, was passiert. Man denke da zum Beispiel an die Atomkraft. Deswegen müssen wir Technikfolgenabschätzung betreiben sowie darüber nachdenken, welche Zukünfte innerhalb des Möglichkeits- und Machbarkeitsraumes sind und welche von ihnen wir als wünschenswert erachten.</p>



<p><em>Wie wird man Zukunftsforscher?</em></p>



<p><strong>Flessner:</strong> Inzwischen ist Zukunftsforschung ein eigenes Studienfach, zum Beispiel gibt es einen Master an der FU Berlin. Das ist aber eine relativ neue Entwicklung. Die meisten Zukunftsforscher kommen aktuell aus verschiedenen Bereichen, aus Natur- oder Geisteswissenschaften und haben angefangen zur Zukunft zu forschen. Ich habe zum Beispiel Medienwissenschaften studiert und mich seitdem mit Zukunftsforschung beschäftigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="kleidung-aus-dem-3d-drucker">Kleidung aus dem 3D-Drucker</h2>



<p><em>Ihr Forschungsschwerpunkt ist ja auch die Zukunft der Medien. Was sagen Sie für die Medien voraus?</em></p>



<p><strong>Flessner:</strong> Ich denke, dass die Fragmentierung der Medien weiter voranschreiten wird, also dass wir alle noch viel stärker als jetzt schon in unseren eigenen Blasen leben werden. Außerdem werden die Medien weiter konvergieren. Auch das merken wir bereits: Auf dem Smartphone können wir Zeitung lesen, Videos ansehen und auch telefonieren. Dafür gab es früher verschiedene Geräte und Medien, jetzt ist alles in einem vereint. In Zukunft wird alles zum Medium. Das Auto wird zum Smartphone und das Smartphone zum Auto. Und wenn alles ein Medium ist, gibt es keine Medien mehr. Dann befinden wir uns in einem postmedialen Zeitalter.</p>



<p>Weitere Entwicklungsmöglichkeiten sehe ich beim sogenannten Fabbing, einem Fertigungsverfahren, das additive und subtraktive Verfahren vereint, also zum Beispiel 3D-Druck, Fräsen, Schneiden und Drehen. Schon heute stellen beispielsweise Flugzeughersteller damit verschiedene Ersatzteile nach Bedarf am benötigten Ort her, anstatt sie um die halbe Welt zu schicken.</p>



<p>Auch für Kleidung eignet sich das Verfahren sehr gut. Es könnte in Zukunft sein, dass wir morgens nicht mehr zum Kleiderschrank gehen, sondern zum hauseigenen 3D-Drucker und uns dann aussuchen, was wir an dem Tag tragen möchten. Und das drucken wir dann aus. Abends wird das Kleidungsstück wieder aufgelöst und das Material kann am nächsten Tag dann wieder verwendet werden. Der Druck läuft dann mit verschiedenen Vorlagen, also wenn ich zum Beispiel eine coole Brille haben möchte, kaufe ich mir das Muster für 80 Cent im Internet und drucke sie dann aus. Und an der Stelle sind wir auch wieder bei einem medialen Aspekt und einem Geschäftsmodell. Ich kann mir vorstellen, dass das schnell umgesetzt werden wird. Denn das wird es oft, wenn ein naheliegendes Geschäftsmodell hinter einer neuen Technik liegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="mehr-gesellschaftliche-kontrolle-uber-soziale-netzwerke">Mehr gesellschaftliche Kontrolle über soziale Netzwerke</h2>



<p><em>Was wünschen Sie sich persönlich für die Zukunft? Wie würden sie die Zukunft gestalten, wenn sie die Fähigkeit dazu hätten?</em></p>



<p><strong>Flessner:</strong> Ich würde die Zukunft auf jeden Fall ökologischer gestalten. Zwar vielleicht nicht ganz fleischlos, aber veganer. Außerdem würde ich die Dichotomie zwischen Arm und Reich auflösen, sodass es keine Milliardäre mehr gibt, höchstens vielleicht noch ein paar Millionäre.</p>



<p>Was die Zukunft der Medien angeht, möchte ich das Internet und die Tatsache, dass ich es mit dem Smartphone immer in der Tasche habe, nicht mehr missen. Ich genieße die Möglichkeiten, die es bietet, sehr, zum Beispiel von unterwegs aus Videos schauen zu können. Darüber hinaus empfinde ich es als wünschenswert, dass keine weitere Vermainstreamung der Medien mehr stattfindet und dass soziale Netzwerke, die ja sehr wichtig für den gesellschaftlichen Diskurs sind, nicht mehr nur von einer oder wenigen Personen abhängen, sondern einer gesellschaftlichen Kontrolle unterliegen.</p>
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		<title>Deutschland braucht ein Update: D.Innova</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Sep 2021 09:28:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[PR & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[D.Innova]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationsagentur]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sprunginnovationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innovationsförderung in Deutschland braucht ein Update. Die Grünen-Politikerin Anna Christmann schlägt dazu die Gründung einer neuen Innovationsagentur D.Innova vor. Als Ergänzung zur Sprin-D.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/deutschland-braucht-ein-update-d-innova/">Deutschland braucht ein Update: D.Innova</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>„Deutschland braucht ein Update seiner Innovationsförderung&#8220;. Dieser Meinung sind die MdBs der Grünen, Anna Christmann und Kai Gehring. Zusammen mit der Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck, Prof. Muriel Helbig, und dem Professor für Wissens- und Technologietransfer an der Universität Potsdam, Hans-Henning von Grünberg haben die beiden ein <a href="https://annachristmann.de/wp-content/uploads/2021/03/210226_Autorinnenpapier-D.Innova_final.pdf">Konzept </a>für eine Innovationsagentur D.Innova veröffentlicht. Die soll <a href="https://futurecommunication.de/?p=1260">die viel diskutierte Agentur</a> für Sprunginnovationen (Sprin-D) aber nicht ersetzen, sondern ergänzen. Wie? Das verrät <strong>Anna Christmann im Interview</strong> mit Gerrit Grella. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-1280" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-1024x576.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-300x169.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-768x432.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-1536x864.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-1570x883.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-1000x563.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-24x14.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-36x20.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-48x27.jpg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Dr. Anna Christmann ist Abgeordnete im Bundestag für Bündnis 90/Die Grünen. </strong><br />(Foto: <small>Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Kaminski</small>)</figcaption></figure>



<p><strong><em>Durch den Fokus von D.Innova auch auf regionale Innovationsförderung soll mehr Dynamik und Kooperation zwischen den zentralen Akteuren wie Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit der Wirtschaft gefördert werden. Bis wann wollen Sie dieses Konzept umsetzen und diese neue Agentur ins Leben rufen?</em></strong></p>



<p>Wir befinden uns jetzt in einem politischen Prozess. Das ist also erstmal ein Vorschlag von uns Grünen. Aus unserer Sicht ist dies ein Projekt, wenn wir als Grüne in die Situation kommen, dass wir nach der Bundestagswahl Koalitionsverhandlungen mitführen, dann soll im Koalitionsvertrag festgehalten werden, eine solche Innovationsagentur zu gründen. Auch wenn wir als Grüne vielleicht nicht daran beteiligt sind, könnten sich andere Parteien dafür entscheiden den Vorschlag aufzugreifen. Sofern uns dies gelingen sollte, wäre dann die nächste Wahlperiode die Phase, in der dies umgesetzt werden soll.</p>



<p><strong><em>Es wurden vermehrt internationale Innovationsagenturen als Vorbild genannt. An welchen Agenturen haben Sie sich orientiert und wo wurden hierbei die Schwerpunkte der Agentu</em></strong><em><strong>r, wie zum Beispiel Nachhaltigkeit, gelegt?</strong></em></p>



<p>Also speziell der Nachhaltigkeitsfokus orientiert sich ein bisschen am Vorbild der Vinnova, die das ins Zentrum stellen. Das ist für uns ein wichtiger Teil, die Fokussierung auf die globalen Nachhaltigkeitsziele, quasi als Werteorientierung einer solchen Agentur. Es gab in der Vergangenheit schon die Diskussion um eine deutsche Transfergemeinschaft, die so ein bisschen in eine ähnliche Richtung ging. Die hatte diesen Fokus auf die globalen Nachhaltigkeitsziele jedoch nicht und das ist auch einer der Punkte, den D.lnnova neu mitbringt.</p>



<p><strong><em>Es gibt ja bereits eine Innovationsagentur für Sprunginnovation</em>en<em> Sprin-D. Warum brauchen wir jetzt eine weitere Agentur, wenn dann beide vielleicht sogar im Wettbewerb zueinander stehen könnten?</em></strong></p>



<p>Nicht alles, was Innovationen betrifft, sollte sinnvollerweise direkt aus Ministerien heraus gemacht werden. Agenturen haben einfach eine flexiblere Struktur, die eine bessere Möglichkeit bietet, neue Leute mit Praxiserfahrung einzubinden, die selbst schon aus dem Innovationssystem kommen und keine Verwaltungslaufbahn hinter sich haben. Das sehen wir auch in anderen Systemen wie zum Beispiel dem der USA. Dort gibt es ganz viele verschiedene Innovationsagenturen. Die Idee also, dass es nur eine einzige Innovationsagentur geben kann, mit der alles erledigt wäre, würde ich so grundsätzlich nicht teilen. Konkret im Vergleich zur Sprin-D hat D.lnnova eine vollkommen andere Perspektive, da die Agentur für Sprunginnovation, wie der Name schon sagt, vor allem auf disruptive Innovation &#8211; Sprunginnovation &#8211; setzt. Diese sind vielleicht sehr unsicher und riskant, sehr groß gedacht und es ist gegebenenfalls ein sehr hohes Investitionsbudget nötig, damit diese überhaupt ausprobiert werden können. Und all das steht bei D.lnnova nicht im unmittelbaren Fokus. Es geht hier wirklich darum, verschiedene regionale Ökosysteme vor Ort zu stärken und Akteure zusammenzubringen, die vielleicht sonst nicht miteinander kooperieren würden. Die Voraussetzung, dass es sich um eine besonders disruptive Innovationsidee handeln muss, um gefördert zu werden, wird es bei der D.lnnova so nicht geben. Das heißt, der Fokus ist ein ganz anderer und somit herrscht auch keine Konkurrenz, sondern es ist vielmehr eine wichtige Ergänzung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Wir wollen wirklich eine ganz breite Öffnung des Systems erzielen&#8220; </h2>



<p><strong><em>Der Fokus der D.Innova liegt auf den regionalen Ökosystemen in Deutschland. Wie wollen Sie die Hochschulen verstärkt in die Innovationsentwicklung einbinden?</em></strong></p>



<p>Innovationsentwicklung findet ja traditionellerweise an den Hochschulen statt. Die Hochschulen sind auch jetzt schon häufig ein Partner von Projekten mit Unternehmen. Es gibt beispielsweise Doktoranden-Programme mit Unternehmen. Es ist traditionell ein Teil der Aufgaben von Hochschulen, Transfer in die Gesellschaft und eben auch in die Wirtschaft zu betreiben. Das funktioniert jedoch unterschiedlich gut an den verschiedenen Hochschulen. Und bisher gibt es nur sehr wenige Programme, die das adressieren und wenn doch, dann jeweils mit sehr konkreten Vorgaben. Das sind dann sogenannte ZIM Programme (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) des BMWI, (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) wo die Hochschulen erst einmal überlegen müssen, ob sie das überhaupt wahrnehmen wollen. Mit D.lnnova wollen wir das breiter aufstellen und damit die Hochschulen auch in die Lage versetzen, wirklich sehr anlassbezogen auszuwählen, welche Kooperation bei ihnen vor Ort passt und welche Akteure wie Kommunen oder Vereinen sie dazunehmen wollen. Wir wollen also nicht nur explizit die Wirtschaft ansprechen, sondern wirklich eine ganz breite Öffnung des Systems erzielen. Und damit könnten wir auch einen Anreiz für die Hochschulen setzen, ganz aktiv in solche Transferprojekte zu gehen. Gerade in Regionen, wo es schwierig ist, weil die nächste Hochschule weiter weg ist, soll D.lnnova versuchen, Kooperationen aufzubauen, die von allein gar nicht stattfinden würden. Hier sollen Innovationsmanager aktiv in die Regionen gehen und Leute zusammenbringen, die sich sonst vielleicht gar nicht über den Weg laufen würden.</p>



<p><strong><em>Das bedeutet, die D.Innova macht dann ganz klassische Agenturarbeit als Berater und Vermittler</em>?</strong></p>



<p>Genau. Das macht auch das flexible einer solchen Agentur aus, im Vergleich zu einem klassischen Förderprogramm eines Ministeriums, wo es nur den einen Weg gibt. Es gibt eine Ausschreibung, man bewirbt sich darauf und dann gibt es entweder eine Zu- oder Absage seitens des Ministeriums und man bekommt Geld zur Verfügung gestellt, welches man ausgeben kann. Die Agentur hat eben die Möglichkeit, das sehr viel flexibler und projektbezogener zu machen. Oder sie kann ein Projekt begleiten, bei dem man denkt, da kommt jetzt etwas ganz Neues zusammen, das noch nicht erprobt ist und die Agentur kann zwischendurch den Stand erfragen. Somit bildet sich auch ein viel flexibleres und lernendes System.</p>



<p><strong><em>Genau hier steht die Sprin-D in der Kritik, wenn es um Fördermittelvergaben geht. Zu unflexibel und zu träge sei der aktuelle Prozess. Dies sagt die Sprin-D ja mittlerweile auch über sich selbst. Wird es mit D.Innova einfacher, Fördermittel zu vergeben und auch auszugeben?</em></strong></p>



<p>Also grundsätzlich ist es richtig, dass man bei Steuergeldern sehr genau hinschaut, für welche Projekte sie ausgegeben werden sollen und wie diese dann auch verausgabt werden. Dass man darlegen muss, was mit dem Geld passiert, wird auch bei einem Förderprogramm der D.lnnova so sein. Was die Agentur für Sprunginnovationen als Problem hat, sind vor allem die starren Instrumente im Förderprozess. Zum Beispiel, dass man immer eine GmbH des Bundes gründen muss, also eine öffentliche GmbH, in der man selbst gar nicht mehr Inhaber sein kann. Das sind die Probleme, die Sprin-D hat und da teile ich auch die Meinung, dass das flexibler sein sollte und auch, dass gegebenenfalls die gesetzlichen Vorgaben angepasst werden, damit mehr Flexibilität möglich ist. Das gilt auch für die D.lnnova. Aber wir haben jetzt nicht die Vorstellung, dass die vergebenen Fördergelder frei zur Verfügung stehen, ohne dies dann darlegen zu müssen. Wir wollen kein Geld ausschütten, damit Leute damit dann eine Poolparty schmeißen können. Es geht beispielsweise bei Ausgründungen darum, dass man als Hochschule nicht verpflichtet wird, hohe Lizenzgebühren von Start-ups zu verlangen, damit diese nicht schon &#8222;verhungern&#8220;, bevor es überhaupt losgeht. Das heißt den Start-ups somit ein bisschen eine längere Leine zu geben, indem man vielleicht stattdessen mit Beteiligungen arbeitet. Hierbei kann die Agentur eine wichtige Aufgabe übernehmen und beraten, was gute Modelle sind und wie man das Ganze einfacher machen kann, damit es auch funktioniert. Das würde ich als einen Hauptfokus sehen, der dann von der Agentur geleistet werden soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Transparenz ist eine Aufgabe für alle Fördermittel des Bundes&#8220; </h2>



<p><em><strong>Wie könn</strong></em><strong><em>te denn der Prozess der Projektausschreibungen bei D.Innova aussehen? Bei Sprin-D mit ihren Wettbewerben erscheint dies als nicht besonders transparent und schwer einsehbar, wer am Ende den Zuschlag bekommt.</em></strong></p>



<p>Nun das geht jetzt schon sehr in Detail und ist natürlich auch noch nicht so detailliert ausgestaltet. Ich möchte gerne, dass da am Anfang eine gewisse Flexibilität herrscht, um verschiedene Arten von Fördermodellen ausprobieren zu können. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es auch bei der D.lnnova solche Wettbewerbe gibt, allerdings mit einem anderen Fokus wie bei der Sprin-D. Vielleicht, dass man sich mit seinem regionalen Innovationsökosystem bewerben kann oder eines ausgewählt wird. Das ist dann eine andere Form &#8211; also keine wettbewerbliche Vergabe &#8211; sondern eine gezielte, wo wir selbst suchen, wer förderungswürdig ist. Und wenn es jetzt um das Thema Transparenz geht, ehrlich gesagt, ich glaube, das ist eine Aufgabe für alle Fördermittel des Bundes, dass sie transparenter werden müssen. Sowas kann eine Agentur vielleicht auch besser leisten und auf einer eigenen Webseite transparent machen. Aber das gilt aus meiner Sicht auch für das Bundesforschungsministerium (BMBF), deren Förderungen transparenter sein müssten und das wäre mal eine Aufgabe, dies auch umzusetzen. Sicherlich ist das auch für eine Innovationsagentur wichtig und zentral, hier die nötige Transparenz herzustellen, aber eben letztlich für jede Art von Innovationsförderung, die durch die öffentliche Hand stattfindet.</p>



<p><strong><em>Was sagen Sie zu der Aussage, dass es sich bei Innovationsagenturen um einen &#8222;Trend&#8220; handelt, um das jeweilige Wahlprogramm zu schmücken? Beispielsweise hat die SPD einen kurzen Absatz im Wahlprogramm 2021, der besagt, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) zu einer modernen Innovations- und Investitionsagentur weiterentwickeln zu wollen.</em></strong></p>



<p>Die KFW in eine Innovationsförderanstalt umzugestalten, klingt für mich ein bisschen danach, die Prinzipien der Förderung ein wenig zu erleichtern. Aber am Ende wäre die KFW vermutlich immer noch die KFW. Ich kann jetzt hier nicht für die SPD sprechen, aber das klingt für mich jetzt nicht besonders nach einer Neuerung.</p>



<p><em><strong>Zum Abschluss ein Blick in d</strong></em><strong><em>ie Zukunft: Was sind ihre drei Wünsche, wie es mit D.Innova weitergehen soll?</em></strong></p>



<p>Also mein erster Wunsch wäre, dass D.lnnova im Koalitionsvertrag steht. Mein zweiter Wunsch wäre, dass dann 2022 auch wirklich ein Konzept in der neuen Regierung erarbeitet wird und mein dritter Wunsch, dass man 2023 dann wirklich loslegen kann. Ich glaube, das wäre ein sehr ambitionierter Zeitplan und natürlich kann man so eine Innovationsagentur nicht über Nacht aus dem Boden stampfen. Aber wenn man sagen könnte, dass diese neue Innovationsagentur zur Mitte der nächsten Wahlperiode startet, dann wäre das auf jeden Fall eine richtig gute Ergänzung für&nbsp;unser Innovationssystem.</p>



<p><em><strong>Dann bleiben wir gespannt, was aus D.lnnova wird.</strong></em></p>



<p>Absolut &#8211; und je mehr Leute darüber sprechen, umso besser die Aussichten!</p>
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		<title>Innovation und Innovationskommunikation in Deutschland: Spitze?</title>
		<link>https://futurecommunication.de/innovation-und-innovationskommunikation-in-deutschland-spitze/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Volker Banholzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Sep 2021 14:35:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei Innovationen ist Deutschland gut, aber nicht spitze. Sogenannte Innovationsagenturen sollen helfen, wichtige Technologien zu finden und zu fördern. Diese Aufgabe übernimmt seit Ende 2019 die Agentur für Sprunginnovationen. Aber es fehlt eine Agentur, die eine ganzheitliche Strategie für Innovationen, technisch und sozial, umsetzen hilft. Diese Lücke soll die D.Innova schließen. Dem Standort Deutschland werden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Bei Innovationen ist Deutschland gut, aber nicht spitze. Sogenannte Innovationsagenturen sollen helfen, wichtige Technologien zu finden und zu fördern. Diese Aufgabe übernimmt seit Ende 2019 die Agentur für Sprunginnovationen. Aber es fehlt eine Agentur, die eine ganzheitliche Strategie für Innovationen, technisch und sozial, umsetzen hilft. Diese Lücke soll die D.Innova schließen</strong>.</p>



<span id="more-1260"></span>



<p>Dem Standort Deutschland werden gute Noten gegeben, wenn es um Innovation, Erfindergeist und Technologieentwicklungen geht. Aktuell wurden die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin sowie die Biochemikerin Katalin Karikó für die für die Forschung und die Entwicklung ihres mRNA-Impfstoffes mit dem <a href="https://www.uni-frankfurt.de/105692258/2022_Karik%C3%B3_T%C3%BCreci_Sahin">Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis 2022</a> ausgezeichnet. Aber trotz dieser herausragenden Leistung: Der Standort Deutschland bekommt eben nur gute Noten und keine sehr guten. Es gibt zahlreiche Rankings, die versuchen, die Innovationskraft von Ländern in Zahlen zu übersetzen und zu vergleichen. </p>



<p>Unabhängig von deren Kriterien, gemeinsam ist allen, dass Deutschland nahe an, aber eben nicht in der Spitzengruppe ist. Der jüngste <a href="https://www.wipo.int/global_innovation_index/en/2021/">Global Innovation Index</a> 2021 von Mitte September sieht Deutschland in den Top 10, aber eben auf dem 10. Platz hinter der Schweiz, Schweden, den USA, Großbritannien, Südkorea, den Niederlanden, Finnland, Singapur und Dänemark. Auch der <a href="http://www.innovationsindikator.de/2020/">Innovationsindikator</a>, den der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), das Fraunhofer Institut ISI und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erheben, sieht Deutschland nur dicht an der Spitzengruppe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Parteien haben Innovation als Thema entdeckt</h2>



<p>Auch im <a href="https://www.th-nuernberg.de/fileadmin/fakultaeten/amp/amp_docs/Innovationssouver%C3%A4nit%C3%A4t_WorkingPaper_1_2021_Banholzer.pdf">Wahlkampf zur 20. Legislaturperiode</a> des deutschen Bundestages betonen die Parteien die Bedeutung von Innovation, Technologieentwicklung und Forschung. In der Öffentlichkeit ist vor allem die Debatte um die Innovationsagenturen bekannt geworden. Einerseits hat sich der Leiter der Agentur für Sprunginnovationen (Sprin-D), Rafael Laguna de la Vera, zu Wort gemeldet und Reformen für seine Agentur eingeklagt. Andererseits hat die Partei Bündnis 90/Die Grünen konkret die Gründung einer weiteren Innovationsagentur D.Innova vorgeschlagen, die sich stark an der schwedischen Vinnova orientiert. Die Orientierung an Skandinavien liegt nahe, denn Schweden, Finnland und Dänemark sind konstant unter den innovativsten Ländern.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="580" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Laguna-Christmann-1024x580.jpg" alt="" class="wp-image-1262" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Laguna-Christmann-1024x580.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Laguna-Christmann-300x170.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Laguna-Christmann-768x435.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Laguna-Christmann-1536x869.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Laguna-Christmann-1570x889.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Laguna-Christmann-1000x566.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Laguna-Christmann-24x14.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Laguna-Christmann-36x20.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Laguna-Christmann-48x27.jpg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Laguna-Christmann.jpg 1977w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Chef der Agentur für Sprunginnovationen, Rafael Laguna de la Vera: <strong>&#8222;Wir brauchen eine Steuerung, die Agenturen auf wichtige Themen setzt.&#8220; </strong>Foto: Screenshot Webtalk 4.6.2021  (Banholzer)</figcaption></figure>



<p>Im Jahr 2019 wurde die Sprin-D als staatsfinanzierte Agentur gegründet und sollte nach dem Vorbild der amerikanischen DARPA wichtige Innovationen identifizieren, voranbringen und auch finanziell unterstützen. Im Gegensatz zur DARPA soll Sprin-D allerdings nur zivile und keine militärischen Innovationen begleiten, dazu wurde parallel die Cyber-Agentur gegründet. Beide Projekte haben aber mit Problemen zu kämpfen. Aufsehen hatte Rafael Laguna de la Vera damit erregt, dass er als Chef der Agentur Anfang des Jahres 2021 in die Öffentlichkeit ging und die Konstruktion der Agentur sowie die bürokratischen Hemmnisse vehement kritisierte. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Scheitert Deutschland wirklich in kleinen Schritten?</h2>



<p>Die <a href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/scheitern-von-erfindungen-wenn-innovation-auf-buerokratie-trifft-17362699.html">FAZ zitierte</a> ihn mit dem Satz, Deutschland scheitere in kleinen Schritten. Entweder hat die Kritik gewirkt oder Rafael Laguna de la Vera schlägt unmittelbar vor dem Wahltermin bewusst sanftere Töne an. „Die Situation ist besser als es derzeit den Anschein durch den Blätterwald hat“, meint er zumindest im Rahmen einer Onlinediskussion im Juni. Reformen müssten allerdings in der neuen Legislaturperiode erfolgen, weniger Bürokratie, mehr Entscheidungsfreiheit und eine politische Steuerung, die Rahmen setze. Die Unternehmerin <a href="https://www.linkedin.com/posts/verenapausder_deutschland-scheitert-in-kleinen-schritten-activity-6805421582627020800-Tvru/">Verena Pausder</a> brachte das auf den Punkt: Die Agentur für Sprunginnovationen von der Leine lassen. Dieser Weckruf scheint bei den Parteien angekommen zu sein, denn von den Unionsparteien über die FDP und Bündnis 90/Die Grünen bis hin zur SPD wird das in den Wahlprogrammen berücksichtigt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="580" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann1-1024x580.jpg" alt="" class="wp-image-1263" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann1-1024x580.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann1-300x170.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann1-768x435.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann1-1536x870.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann1-1570x889.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann1-1000x566.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann1-24x14.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann1-36x20.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann1-48x27.jpg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann1.jpg 2001w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Dr. Anna Christmann, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen und Obfrau in der Enquete-Kommission &#8222;Künstliche Intelligenz&#8220;: <strong>&#8222;Nur mit Lobhudelei auf den Standort kommen wir nicht weiter.&#8220;</strong> Foto: Screenshot <a href="https://annachristmann.de/webtalk-d-innova/">Webtalk </a>4.6.2021 (Banholzer).</figcaption></figure>



<p>Aber: Auch wenn die Sprin-D künftig freier agieren kann, es fehlt eine Innovationsagentur, die neben Technologien auch soziale Innovationen in den Blick nimmt. Diese Lücke soll nach dem Willen von Bündnis 90/Die Grünen eine <a href="https://kai-gehring.de/wp-content/uploads/2021/03/210226_Autorinnenpapier-D.Innova_final.pdf">neue Innovationsagentur</a>, D.Innova, schließen. Eine der Initiator:innen die Grünen-Abgeordnete Anna Christmann bezeichnet denn auch „soziale Innovation als die große Leerstelle der aktuellen Innovationspolitik“. Sie vermisst „jegliche agile Projektsteuerung“ bei Innovation, die High-Tech-Strategie der Bundesregierung sei keine Strategie, sondern eine Sammlung verschiedener Projekte. </p>



<p>Die neue Agentur soll auch die Fachhochschulen in die Innovationspolitik besser integrieren und deren Stärke, die regionale Verwurzelung, nutzen. Das Konzept erinnert an die schwedische Innovationsagentur <a href="https://www.government.se/government-agencies/swedish-agency-for-innovation-systems/">Vinnova</a>. Auch im Konzept von Bündnis 90/Die Grünen sind analog zum schwedischen Vorbild Nachhaltigkeitsziele und ein umfassendes Verständnis von Innovation enthalten. Allerdings fehlt ein Aspekt im Konzept der D.Innova, der in Schweden bereits mitgedacht worden ist: Innovationskommunikation. Dass hier Bedarf besteht, sieht auch Anna Christmann, die die aktuelle Wissenschaftskommunikation weiter stützen will. Nur mit „Lobhudelei auf den Standort kommen wir nicht weiter“.</p>



<p>Ein Blick in die <a href="https://www.th-nuernberg.de/fileadmin/fakultaeten/amp/amp_docs/Innovationssouver%C3%A4nit%C3%A4t_WorkingPaper_1_2021_Banholzer.pdf">Wahlprogramme der Parteien</a> zeigt auch, Kommunikation für Innovationen oder von Innovationsagenturen findet kaum Beachtung. Innovationskommunikation ist wichtig, auch um Akzeptanz für Innovationen herstellen zu können. Zwar erlebt Deutschland derzeit eine intensive und wichtige Debatte um Wissenschaftskommunikation, das ersetzt aber nicht Überlegungen zu Kommunikation von und in Innovationsökosystemen. Innovationsagenturen können hier als Intermediäre auch wichtige Aufgaben übernehmen. </p>



<hr class="wp-block-separator is-style-default"/>



<p>Zu den Möglichkeiten und Grenzen von Innovationsagenturen und Innovationskommunikation haben wir noch weitere Perspektiven eingeholt, die Sie in den nächsten Tagen erwarten:</p>







<p>Daniel Buhr, Professor an der Universität Tübingen: Es geht um die innovationsfähige Gesellschaft.</p>



<p>Anna Christmann, MdB Bündnis 90/Die Grünen: Deutschland braucht ein Update: D.Innova.</p>



<p>Barbara Diehl, Entrepreneurship Educator bei Sprin-D</p>



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		<title>Vom Kampf gegen unsichtbare Feinde: Wie Metaphern in der Corona-Berichterstattung unsere Wahrnehmung beeinflussen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Schulz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Mar 2021 16:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Annette Klosa-Kückelhaus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Egal ob Kommunikateure Metaphern verwenden oder nicht, sich deren Wirkung bewusst zu sein und deren Gebrauch zu reflektieren ist bereits erste Schritt. Denn sie tragen nicht nur eine Verantwortung für die Reputation eines Medium, sondern auch für das Wohl der Gesellschaft.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Krieg sollte, nein ist ein Ausnahmezustand. Die Zitate im Titelbild sind aus einem Zeitraum solcher Ausnahmen. Dem Beginn der Corona-Pandemie. Jedoch handelt es sich um einen Virus nicht einen Krieg. Warum also verwenden Politiker und Journalisten solche Metaphern?</p>



<span id="more-938"></span>



<p>Die kurze Antwort: Emotionen leiten uns. Nicht erst seit Donald Trump wissen Wirtschaftsökonomie um den Wert der Gefühle. Auch im Journalismus und der Bakteriologie sind Emotionalisierungen kein neues Thema. Schon Robert Koch skizzierte, laut einem <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/bakterien-vom-killer-zum-buendnispartner.1088.de.html?dram:article_id=176648" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel des Deutschlandfunks</a>, nach der Entdeckung, der für den Milzbrand verantwortlichen Bakterien (heute Anthrax), diese als<br />Eindringlinge und Feinde. Damals wie heute wird deren Verwendung kritisch diskutiert. Denn die Art und Weise, wie über die Corona-Pandemie berichtet wird, beeinflusst, wie die Menschen die Ereignisse wahrnehmen. Deshalb müssen sich gerade Kommunikateure fragen, wie sie mit Kriegs- und Krisenmetaphern umgehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="616" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/03/soldiers-1002_1920-1024x616.jpg" alt="" class="wp-image-950" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/03/soldiers-1002_1920-1024x616.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/03/soldiers-1002_1920-300x180.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/03/soldiers-1002_1920-768x462.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/03/soldiers-1002_1920-1536x924.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/03/soldiers-1002_1920-1570x944.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/03/soldiers-1002_1920-1000x602.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/03/soldiers-1002_1920-24x14.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/03/soldiers-1002_1920-36x22.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/03/soldiers-1002_1920-48x29.jpg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/03/soldiers-1002_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Pixabay</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Metaphern &#8211; Bilder in unseren Köpfen</h2>



<p>Die Corona-Pandemie ist nicht die erste Krise, in der Kriegsund Krisenmetaphern Konjunktur feiern. So kreidet ein <a href="https://www.dw.com/de/rhetorische-aufr%C3%BCstung-experten-warnen-vor-kriegsmetaphern/a-306725-0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel der Deutschen Welle</a> bereits vor etwa zwanzig Jahren, etwas mehr als einen Monat nach den Anschlägen des 11. September, eine “rhetorische Aufrüstung” an. Damals ist das Sprachbild der “Krieg gegen den Terror”, gegen einen “Feind im Schatten”. Heute, in Zeiten der Pandemie, ist es der “Kampf gegen das Virus”, gegen einen “unsichtbaren Feind”.</p>



<p>Was Politikwissenschaftler Ulrich Sarcinelli in besagtem Artikel damals äußert, kann in Teilen wohl auch für die aktuelle Krise gelten: &#8222;Die Bevölkerung wartet darauf, im Problemnebel ein Fernglas zu bekommen&#8220;. Politiker müssten zeigen, dass sie die Dinge im Griff haben.&#8220; Deshalb kommt es in konflikthaften Zeiten auf starke Symbole an, aber es fehlt die Zeit, über die Konsequenzen ausreichend nachzudenken&#8220;. Nicht nur nach den Terroranschlägen des September, auch während der Pandemie gibt es einen “Nebel an Problemen”, aus Ungewissheiten, Angst und rasend schnellen Veränderungen, in dem sich die Menschen nach Orientierung sehnen. Auch hier wollen Politiker zeigen, dass Sie die Dinge im Griff haben, müssen sie großteils aber auch erst noch in den Griff bekommen, indem sie die Verbreitung des Virus verhindern. Damit das geschieht, müssen sie die Bevölkerung dazu bringen, verantwortungsvoll zu handeln und sich an die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona Pandemie zu halten.</p>



<p>Und hierfür dienen ihnen &#8211; unter anderem &#8211; Kriegsmetaphern. Denn die Sprachbilder unterstützen bei der Verarbeitung von Sprache: “Metaphern helfen uns, komplexen oder sensiblen Informationen einen Sinn zu geben. Indem sie uns eine Struktur bieten, wie wir denken sollen, weisen sie uns darauf hin, was das Problem ist und wie daher die Lösung aussehen sollte”, beschreibt ein <a href="https://publicinterest.org.uk/part-4-metaphors/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel des Public Interest Research Centre</a> deren Funktion (übersetzt aus dem Englischen mit <a href="https://www.deepl.com/translator" target="_blank" rel="noreferrer noopener">DeepL</a>).</p>



<p>Metaphern im Kriegs-Kontext, die von Politikern gebraucht werden, mobilisieren und schaffen Geschlossenheit, erklärt der Historiker Prof. Dr. <a href="https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/logbuch_corona_2april2020" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Andreas Rödder im Interview</a>. Beides erleichtere das Regieren in Krisensituationen ungemein. Drastische Sprache verdeutlicht den Ernst der Lage, legitimiert drastische Maßnahmen. Dementsprechend verlockend dürfte deren Gebrauch also sein &#8211; doch schon vor zwanzig Jahren warnt der Politikwissenschaftler Ulrich Sarcinelli im Kontext des 11. Septembers davor: &#8222;Solche Symbole waren zunächst funktional, sie können bei einer veränderten Lage aber zum Problem werden&#8220;.</p>



<p>Und zum Problem werden können sie auch heute noch. Denn Metaphern “malen Bilder in unsere Köpfe. Sie veranschaulichen eine Botschaft. Wecken Emotionen und Assoziationen. Bleiben uns lange im Gedächtnis. Und beeinflussen unser Denken und Handeln. […] Metaphern verbinden sinnliche Erfahrungen mit Emotionen. Und wirken damit länger und effektiver”, <a href="https://www.new-communication.de/neues/detail/starke-worte-starke-wirkung-die-macht-der-metaphern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">formuliert Susanne Kratzenberg</a>, Creative Director bei New Communication.</p>



<p>Welche Bilder Kriegsmetaphern im Pandemie-Kontext malen, beschreibt Marcel Vondermaßen, Akademischer Mitarbeiter am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen, in einem <a href="https://wissenschaft-und-frieden.de/seite.php?artikelID=2457" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beitrag in der Fachzeitschrift Wissenschaft und Frieden</a>:<br /><br />Da Kriege hauptsächlich zwischen zwei Staaten stattfänden, verstärkten Kriegsmetaphern nationalstaatliches Denken sowie ein Gefühl von “wir vs. die anderen”. Eine Folge dieses nationalstaatlichen Denkens habe sich bereits in Europa gezeigt, als sich die Regierungen entschlossen, den grenzüberschreitenden Verkehr einzustellen, obwohl das Virus bereits in den einzelnen Staaten ausgebrochen war. Auch suggeriere die Assoziation mit dem Krieg, es gebe einen klaren Gegner mit einem Willen, gegen den man entweder gewinnen oder verlieren, oder mit dem in Friedensverhandlungen gehen könne. Andere Lösungen erscheinen im Kriegs-Kontext nicht als Option. Zudem implizierten Militär-Metaphern ein hierarchisches Verständnis von Führung.</p>



<p>Die Problematik, die hinter genannten Punkten steckt, fasst Vondermaßen folgendermaßen zusammen: “Die Kriegsmetapher verstärkt den Drang zu einem Sieg über den Feind, dem alles andere unterzuordnen sei. Dazu zählen auch Kritik, Zweifel und Skepsis”. Weitergehend warnt er: “Gerade weil die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie extrem sind, sollten sie von einer kritischen Öffentlichkeit begleitet und immer wieder hinterfragt werden. Der Vereinigungsdruck, den eine Kriegsmetapher auslöst, führt leicht dazu, ein Infragestellen oder den Widerstand gegen Maßnahmen als Verrat zu diffamieren”.</p>



<p>Elisabeth Wehling, Sprachwissenschaftlerin und Kognitionsforscherin, merkt im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=xm-uZpr4nkk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interview mit dem NDR</a> noch einen weiteren Punkt an: “Wenn der Mensch aufgrund der Corona-Pandemie sowieso schon in Angst und Schrecken ist und man im nächsten Moment linguistisch noch einen drauf legt, indem man sagt, ‘Wir sind auch im Krieg!’, kann das natürlich den Effekt haben, dass man nicht nur die Gefahr benennt, sondern dem Menschen durch solche Metaphorik auch zusätzlich […] psychologischen Stress produziert”.</p>



<p>Aber auch Krisenmetaphern und -begrifflichkeiten, ja sogar die Metapher der Corona-Krise selbst, fördern falsche Logiken, schreibt Anatol Stefanowitsch, Professor für Sprachwissenschaft am Institut für Englische Philologie der Freien Universität Berlin, in einem <a href="https://www.fes.de/forum-berlin/pruefstein-corona/artikelseite-pruefstein-corona/ist-die-krise-ein-wendepunkt-wie-sprachbilder-unseren-umgang-mit-der-pandemie-praegen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Online-Beitrag der Friedrich Ebert Stiftung</a>: Eine Krise sei eine vorübergehende, zeitlich begrenzte Notlage, in das man unverschuldet geraten sei, aus der man aber auch gestärkt hervorgehen könne. Letzteres verleite dazu, lieber über die Zeit nach der Pandemie zu reden, anstatt darüber wie sie einzudämmen wäre. Das Virus als Auslöser rücke in den Hintergrund. Außerdem verstelle die Krisenmetapher den Blick auf die entscheidende Frage, ob die Pandemie und ihre Auswirkungen tatsächlich zeitlich begrenzt sei und ob unsere Handlungen tatsächlich dazu beitragen, sie einzudämmen und abzufedern. Stefanowitsch sieht dies kritisch: “Statt die Veränderungen in unserer Umwelt – die Zerbrechlichkeit unseres Wirtschaftssystems, den Klimawandel, Flüchtlingsbewegungen und Pandemien wie Corona – als krisenhafte Ausnahmesituationen zu sehen, müssen wir sie vielleicht als Normalzustand begreifen”.</p>



<p>Die Metaphern in der Corona-Berichterstattung beeinflussen also, wie wir Nachrichten aufnehmen, indem sie die Ereignisse framen. Somit vermögen sie, unsere Wahrnehmung zu manipulieren. Daher stellt sich die Frage, wie Journalisten, die diese transportieren, mit Kriegs- und Krisenmetaphern umgehen sollten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Metaphern als effektives Mittel journalistischer Berichterstattung?</h2>



<p>Sprache ist <a href="https://www.dwds.de/wb/Sprache" target="_blank" rel="noreferrer noopener">laut dem digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache</a> ein “historisch entstandenes und sich entwickelndes System verbaler Zeichen, das einer bestimmten Einheit, Gliederung der menschlichen Gesellschaft als Kommunikationsmittel sowie als Instrument des begrifflichen Denkens dient und das die Fixierung und Speicherung des erworbenen Wissens ermöglicht.” Die Aufgaben des Journalismus beschreibt der<a href="https://www.mdr.de/medien360g/medienwissen/was-ist-journalismus-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Mitteldeutsche Rundfunk frei nach dem Journalisten Walter von La Roche</a> als:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Recherchieren und Dokumentieren.</li><li>Formulieren und Redigieren.</li><li>Präsentieren.</li><li>Organisieren und Planen.</li></ul>



<p>Also haben Journalisten keinerlei Verantwortung? Konstruieren sie doch nur ein Abbild der <a href="https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/konstruktivismus/8103" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wirklichkeit</a> und <a href="https://journalistikon.de/gatekeeping/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gatekeeping</a> ist, in Zeiten von Social Media, eine steinzeitlich anmutende Theorie. Natürlich nicht, denn unabhängig von Zitaten ist es Journalisten freigestellt, ob und wie sie über ein Thema berichten und welche Worte sie dafür wählen. Für Annette Klosa-Kückelhaus, Leiterin des Programmbereichs Lexikographie und Sprachdokumentation des Leibniz Institut für deutsche Sprache, “sind Metaphern ein zentrales Gut jeder Sprache und Gesellschaft”. Damit sind sie auch aus der journalistischen Berichterstattung nicht wegzudenken und sollten weiterhin Verwendung finden. Speziell Kriegs- und Krisenmetaphern können hierbei Aufmerksamkeit schaffen und den Ernst der Lage verdeutlichen. Anders sieht das der bereits zitierte Vondermaßen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Die Corona-Pandemie ist eine Krise, die zwar klare Vorgaben und Vorschriften braucht. Sie ist aber auch eine Krankheitswelle, die andere Bilder und Vergleiche als die mit Kriegshandlungen benötigt. Ein Fokus auf Kriegsmetaphern verhindert, dass wir den gesellschaftlichen Blick auf jene Werte legen, die zur Bewältigung der Krise unverzichtbar sind: Eigenverantwortung, Fürsorge, Empathie, Kritikfähigkeit. Die Corona-Krise, in all ihren Facetten, darf nicht militarisiert, sie muss, im Gegenteil, zivilisiert werden.</p><cite>Marcel Vondermaßen</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Einfach mal nachdenken</h2>



<p>Festhalten lässt sich also das Metaphern verschiedene Wirkungen zeigen. Konkrete Handlungsempfehlung zum Umgang mit den sprachlichen Bildern sind für Journalisten schwer zu treffen. Einen Anhaltspunkt für gutes journalistisches Arbeiten in der Krise gibt Markus Reiter, Schreibtrainer und Neurowissenschaftler, im <a href="https://www.ard-zdf-medienakademie.de/mak/homepage/trends/auch-in-der-krise-muessen-die-journalistischen-metaphern-stimmen.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interview mit der ARD.ZDF Medienakademie</a>:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Grundsätzlich sollten Journalisten bedenken: Es gibt Wörter, die direkt auf die Amygdala zielen. Das ist das Angstzentrum des Gehirns. Die Amygdala kennt nur drei Reaktionsmöglichkeiten: erstarren, flüchten oder angreifen. Keine davon ist im Augenblick hilfreich. Eine gemäßigtere Wortwahl würde eher den Präfrontalcortex anregen, jenes Hirnareal, das für rationale Abwägung zuständig ist. Auch in der Krise müssen die journalistischen Metaphern stimmen. Medienarbeiter*innen sollten, auch wenn es gerade hektisch wird, zweimal nachdenken, wie sie etwas ausdrücken.</p><cite>Markus Reiter</cite></blockquote>



<p>Egal ob Kommunikateure Metaphern verwenden oder nicht, sich deren Wirkung bewusst zu sein und deren Gebrauch zu reflektieren ist bereits erste Schritt. Denn sie tragen nicht nur eine Verantwortung für die Reputation eines Medium, sondern auch für das Wohl der Gesellschaft.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-future-communication wp-block-embed-future-communication"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="MwejXtYrSX"><a href="https://futurecommunication.de/metaphern-in-der-corona-berichterstattung-wie-sprachbilder-wirken-futurecomcast-7/">Metaphern in der Corona-Berichterstattung: Wie Sprachbilder wirken | FutureComCast #7</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Metaphern in der Corona-Berichterstattung: Wie Sprachbilder wirken | FutureComCast #7&#8220; &#8212; Future Communication" src="https://futurecommunication.de/metaphern-in-der-corona-berichterstattung-wie-sprachbilder-wirken-futurecomcast-7/embed/#?secret=MwejXtYrSX" data-secret="MwejXtYrSX" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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		<title>KI braucht eine Chancen-Debatte und mehr Optimismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Mar 2021 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Data Analytics]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nabil Alsabah ist Leiter für den Bereich Künstliche Intelligenz beim Branchenverband Bitkom, wo er Wissen über KI sowie digitales Know-how vermittelt. Im Interview spricht der Experte darüber, was Stühle in Form von Avocados mit KI zutun haben, ob diese künftig Pressesprecher ersetzen kann und über verlorene Chancen für Deutschland. Ein Gastbeitrag von Elen Brauer-Martynov und [&#8230;]</p>
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<p><strong>Nabil Alsabah ist Leiter für den Bereich Künstliche Intelligenz beim Branchenverband Bitkom, wo er Wissen über KI sowie digitales Know-how vermittelt. Im Interview spricht der Experte darüber, was Stühle in Form von Avocados mit KI zutun haben, ob diese künftig Pressesprecher ersetzen kann und über verlorene Chancen für Deutschland.</strong></p>



<span id="more-883"></span>



<p class="has-text-align-right"><em>Ein Gastbeitrag von Elen Brauer-Martynov und Gabriel Dötzer</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="340" height="454" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/02/nabil_alsabah_web_m.jpg" alt="" class="wp-image-884" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/02/nabil_alsabah_web_m.jpg 340w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/02/nabil_alsabah_web_m-225x300.jpg 225w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/02/nabil_alsabah_web_m-18x24.jpg 18w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/02/nabil_alsabah_web_m-27x36.jpg 27w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/02/nabil_alsabah_web_m-36x48.jpg 36w" sizes="(max-width: 340px) 100vw, 340px" /><figcaption>Nabil Alsabah, Bereichsleiter für den AK Künstliche Intelligenz bei Bitkom, vermittelt KI-Wissen und digitales Know-how. Darüber hinaus hält er einen Doktor in Psychologie, erwarb einen Master in Informatik und sammelte langjährige Erfahrung im digitalen China. Foto: Bitkom eV</figcaption></figure></div>



<p><em>Herr Alsabah, wie sieht Ihre Tätigkeit als Head of AI bei Bitkom aus?</em></p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Bitkom vertritt Unternehmen aus der Digital-Industrie, darunter global agierende Unternehmen wie Google und Apple, aber auch deutsche Start-ups. Der Verband ist in themenspezifische Arbeitskreise strukturiert – unserer ist eben KI. Meine Tätigkeit besteht darin, Aktivitäten und Arbeitskreissitzungen zu koordinieren, die Öffentlichkeitsarbeit zu planen oder Publikationen herauszubringen. Auch die politische Arbeit spielt dabei eine wichtige Rolle. In Deutschland beraten sich die Behörden immer mit den entsprechenden Akteuren und Verbänden, um die Meinungen der Branche einzuholen. </p>



<p><em>Welche Branchen sehen Sie zukünftig in der KI-Nutzung am stärksten und wo liegen dabei die Potentiale für Marketing und Public Relations? </em></p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Das sind die Bereiche, die sich durch repetitive Aufgaben auszeichnen. Sobald es Muster gibt, die sich wiederholen, kann man automatisieren. Wenn der kreative Anteil dabei gering ist, bietet sich KI an. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kreative Algorithen?</h2>



<p><em>Können sachliche Pressenachrichten, die keine Emotionen vermitteln, als ein solches Beispiel herangezogen werden? </em></p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Das sind alles Sachen, die sich vorab definieren lassen. Bei diesem Beispiel handelt es sich um einen Teilbereich, genannt NLG – Natural Language Generation. Dabei wird mit Schablonen gearbeitet, die mit Inhalten gefüllt werden und aus denen letztendlich der Text entsteht. Natürlich können die Schablonen so geschrieben werden, wie man es will – man kann sie durchaus auch emotional gestalten. </p>



<p><em>Wird es irgendwann möglich sein, auch kreative Aufgaben mit KI zu realisieren – beispielsweise per Zufallsgenerierung?</em> </p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Tatsächlich ist vor kurzem eine KI erschienen, die aufgrund von Stichwörtern Bilder generiert. Ein Beispiel waren Stühle, die wie Avocados aussehen. Aber auch das beruht auf repetitiven Mustern und ist nicht überdurchschnittlich kreativ. Das wird sich in den nächsten Jahren auch nicht ausschlaggebend ändern. Nehmen wir an, ich bin der Regisseur. Ich habe eine vage Vorstellung davon, wie ein Level meines Spiels aussehen soll, und gehe damit zum Designer oder zu der Designerin. Diese/-r wird nachfragen: „Wie hast du dir das vorgestellt?“ Wir kommen in diesem Gespräch auf neue Ideen, an die ich vorher nicht gedacht habe – so ein Niveau der Zusammenarbeit wird mit KI noch nicht möglich sein. Das liegt einfach daran, dass KI nicht versteht, was sie macht. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Größere Begeisterung für KI in China</h2>



<p><em>Könnte Ihrer Meinung nach eine KI-Lösung als Pressesprecher fungieren?</em></p>



<p><strong>Alsabah:</strong> KI kann mit der automatischen Generierung von Pressemitteilungen sehr viel unterstützen. 2019 gab es bei den Wahlen in Großbritannien ein interessantes Beispiel aus dem Bereich der NLG. Dort existieren über 600 Wahlkreise, da hat auch die BBC nicht genügend Journalisten, um für jeden einzelnen einen Bericht zu schreiben – also hat das eine KI übernommen. Sie gaben ihr die Fakten und die Künstliche Intelligenz hat daraus Texte gebaut. So etwas kann super funktionieren. </p>



<p><em>Sie sind auch China-Experte – können Sie kurz erklären, wie sich China und Deutschland im Hinblick auf die KI-Nutzung unterscheiden? </em></p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Ich denke, das sind vier Punkte. Erstens, die Haltung der Bevölkerung: In China ist es keine Gefahren-Debatte, sondern eine Chancen-Debatte – das hat selbstverständlich sehr großen Einfluss auf die Entwicklung. Zweitens gibt es in China unbeschreiblich viel Konkurrenz und harten Wettbewerb. So viele chinesische Unternehmen liefern sich regelrecht Gladiatorenkämpfe um die Konsumenten und müssen zwangsläufig ihre Dienstleistungen optimieren und kontinuierlich investieren. Drittens hat KI viel mit Daten zu tun – zumindest die Schule des maschinellen Lernens, die aktuell in der Künstlichen Intelligenz in Führung liegt. Dazu werden sehr viele Daten gebraucht. In China gibt es davon einfach mehr. Das liegt nicht nur am Datenschutz, sondern auch daran, dass so viele Sachen digital ablaufen. Autofahrten, Kinobesuche, Arzttermine – anders als in Deutschland wird fast alles digital erledigt. So entstehen viele Daten, die für KI-Anwendungen äußerst relevant sind. </p>



<p>Als letzter Punkt spielt die Regierungspolitik eine große Rolle. Die chinesische Regierung nimmt Technologie generell – und KI als Teil der Digitalisierung – sehr ernst. In Peking gibt die Zentrale strategische Ziele vor, zum Beispiel: KI und Robotik zu priorisieren. Diese Ziele werden dann von den unterschiedlichen Provinzen aufgegriffen. Dabei herrscht zwischen der Zentrale und den Provinzen teils große Spannung. Auch innerhalb der Provinzen sowie zwischen ihnen gibt es viel Wettbewerb. Das führt wiederum dazu, dass sich die Provinzen bemühen, die besten Köpfe zu bekommen und die größten Erfolge zu erzielen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Fehlende Kultur des Ausprobierens</h2>



<p><em>Wie würden Sie insgesamt die Lage in Deutschland beschreiben? </em></p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Der Datenschutz spielt hierzulande eine erhebliche Rolle, auch in den Unternehmen selbst. Die Angst ist zu groß, da etwas falsch zu machen. Das führt dazu, dass viele Vorhaben gar nicht erst in Angriff genommen werden. Wir konnten in einer Studie feststellen, dass nur sechs Prozent der Unternehmen in KI investieren, obwohl sie über siebzig Prozent als wichtigste Technologie der Zukunft sehen. Das hat meines Erachtens damit zu tun, dass hier keine Unternehmenskultur des Ausprobierens existiert, sondern eher konservativ gedacht wird. </p>



<p><em>Sind in Deutschland genügend Angebote für KI-Lösungen vorhanden?</em> </p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Das Ding ist: Bei KI handelt es sich nicht um ein Produkt, dass man auf Amazon bestellen kann. Es stellen sich Fragen wie: „Wo kann ich dieses Werkzeug in meinem Unternehmen einsetzen? Was brauchen wir?“ Damit muss man sich auseinandersetzen. Das wiederum ist ein kreativer Denkprozess. In den meisten Fällen braucht jedes Unternehmen eine individuelle Lösung und eine Person, die das in die Hand nimmt und bei Bedarf einen externen Dienstleister hinzuzieht. Tatsächlich glaube ich nicht, dass es sich um einen Mangel an Angeboten handelt – eher um einen Mangel an Anwendungsfällen. Irgendjemand hat mal gesagt, Strategie sei die Kunst, Fragen zu stellen – in diesem Prozess des Fragenstellens entwickelt man eine KI-Strategie für das Unternehmen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Angst vor Jobverlusten als größte Hürde</h2>



<p><em>In unserer KI-Marktstudie haben wir nach der größten Hürde beim Einsatz von KI-Lösungen gefragt. Viele Anbieter gaben an, dies sei die Angst der Angestellten vor Jobverlust. Allerdings deckt sich das nicht mit den Einschätzungen der Experten &#8211; wieso? </em></p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Diejenigen, die in der Entwicklung tätig sind, sehen, wieviel noch passieren muss, bis ein Mensch durch Algorithmen ersetzt werden kann. Sie erkennen die Schwächen und Defizite der Algorithmen. Ich kenne aber auch einige Studien, die eher das Gegenteil behaupten – künstliche Intelligenz würde dazu führen, dass viele Menschen ihren Job verlieren. Ich bin da eher skeptisch. </p>



<p><em>Die Pressesprecher müssen sich also keine Sorgen machen?</em> </p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Nicht wirklich, nein. Wenn ich an unseren Pressesprecher denke, ist das nicht so, dass er vorgefertigte Schablonen hat und sie nur mit Zahlen füttert. Es ist nach wie vor ein kreativer Prozess. Die Algorithmen können ihn aber unterstützen – es könnte also sein, dass nicht mehr so viele Pressesprecher im Unternehmen benötigt werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein KI Programmieren: Keine Raketenwissenschaft</h2>



<p><em>Was braucht es, um KI-Software zu programmieren? </em></p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Das ist nicht schwer, da man in den allermeisten Fällen keine neuronalen Netze oder anderweitige Algorithmen des maschinellen Lernens selbst programmieren muss. Es gibt sogenannte Frameworks – quasi fertig entwickelte Methoden, die man nur in die eigene Software einbaut. Aber auch ein neuronales Netz selbst zu programmieren ist, aus meiner Sicht, überhaupt nicht schwer. Das ist keine Raketenwissenschaft – ich finde KI nicht so kompliziert wie andere Bereiche der Informatik. </p>



<p><em>Als Doktor der Psychologe können Sie bestimmt sagen, welche Rolle die Psychologie bei der Akzeptanz von KI spielt?</em></p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Eine große Rolle. Ich glaube, um die KI gibt es eine imaginäre Welt, in der sich die meisten Beobachter – sogenannte Experten – befinden. Das ist eine Science-Fiction-Welt, eine Parallelwelt, in der die wichtigste Nachrichtenquelle Hollywood-Filme sind. Viele, die über künstliche Intelligenz schreiben, leben in dieser imaginären Welt. Auf der anderen Seite stehen, zum Beispiel, die Ingenieure, die in der richtigen Welt leben und wissen, wie groß die Kluft zwischen den Fähigkeiten ist, die man der KI zuschreibt, und denen, die sie wirklich hat. Wie man diese Kluft verkleinert – das ist eine psychologische Frage, mit der man sich auseinandersetzen muss. </p>



<h2 class="wp-block-heading">So viele Bereiche wie möglich digitalisieren&#8220;</h2>



<p><em>Was würden Sie sich persönlich für die Entwicklung der KI in Deutschland wünschen? </em></p>



<p><strong>Alsabah:</strong> Ich wünsche mir, dass wir insgesamt optimistischer und offener gegenüber der Digitalisierung werden. Und dass wir so viele Bereiche wie möglich digitalisieren – weil das letzten Endes Produktivitätsgewinne, mehr Komfort für den Bürger und mehr Sicherheit bedeutet. Es sichert auch unseren Wohlstand. Alle Bereiche werden gerade von der Digitalisierung beeinflusst, insbesondere unsere Stärken – die Automobilbranche, die Industrie – sind sehr stark betroffen. Wenn wir uns nicht darauf einlassen, die vielen Potentiale nicht ausschöpfen, werden wir, meines Erachtens, abgehängt. </p>



<p>Aber das ist nicht das, was wir machen – weder in Deutschland noch in Europa. Wir beschränken uns in erster Linie auf eingebildete Gefahren und führen meiner Meinung nach völlig absurde Ethik-Debatten, anstatt zu erklären, wie diese Dinge funktionieren oder welche Potenziale sie haben. Ich verstehe auch nicht, warum die Leute, die sich mit dem Thema befassen und sich Tag und Nacht dazu äußern, sich nicht die Mühe machen, zu verstehen, wie Algorithmen wirklich funktionieren. Dann könnten sie die Dinge richtig einschätzen und die Politik und die Gesellschaft positiv beeinflussen – denn aktuell gibt es leider viel negativen Einfluss.</p>
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		<title>Keine Antworten für Journalisten: Tesla löst PR-Team auf &#124; FutureComCast #4</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Frey]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2020 17:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Tesla]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tesla hat nach Recherchen der US-amerikanischen Nachrichtenseite electrek kein globales PR-Team mehr. Warum verzichtet Tesla auf globale Kommunikationsprofis? Und kann das gut gehen? Darum geht es in der neuen Folge des FutureComCast. Seit Monaten beschweren sich Journalisten, dass ihre Anfragen an Tesla ungehört bleiben. Im Oktober wurde bekannt, dass der Autohersteller kein globales PR-Team mehr hat. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Tesla hat nach Recherchen der US-amerikanischen Nachrichtenseite <a href="https://electrek.co/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">electrek </a>kein globales PR-Team mehr. Warum verzichtet Tesla auf globale Kommunikationsprofis? Und kann das gut gehen?</strong> <strong>Darum geht es in der neuen Folge des <a href="https://soundcloud.com/technikjournalismus/virtuelle-sps-in-corona-zeiten-wie-unternehmen-mit-digitalen-messen-umgehen-futurecomcast-3?in=technikjournalismus/sets/futurecomcast" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FutureComCast</a>.</strong></p>



<figure class="wp-block-embed-soundcloud wp-block-embed is-type-rich is-provider-soundcloud wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Keine Antworten für Journalisten: Tesla löst PR-Team auf | FutureComCast #4 by Technikjournalismus / Technik-PR" width="900" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&#038;url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F941277142&#038;show_artwork=true&#038;maxwidth=900&#038;maxheight=1000&#038;dnt=1&#038;secret_token=s-f33rDaEGBuV"></iframe>
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<p>Seit Monaten beschweren sich Journalisten, dass ihre Anfragen an Tesla ungehört bleiben. Im Oktober wurde bekannt, dass der Autohersteller kein globales PR-Team mehr hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Interne Quellen bei Tesla</h2>



<p>Das Nachrichtenportal <a href="https://electrek.co/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">electrek</a>, welches die Meldung zuerst herausbrachte, <a rel="noreferrer noopener" href="https://electrek.co/2020/10/06/tesla-dissolves-pr-department/" target="_blank">bezieht sich auf Aussagen einer internen hochrangigen Quelle</a>. Im Podcast erklärt unser Redakteur Marcello Soldani, wie es dazu kommen konnte und wie es jetzt womöglich weitergeht.</p>



<p>Konzept:&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.linkedin.com/in/matthias-schulz-556592198/" target="_blank">Matthias Schulz</a>&nbsp;und&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://twitter.com/_anna_frey" target="_blank">Anna Frey</a>, Recherche: <a rel="noreferrer noopener" href="https://twitter.com/MalagoniSoldani?s=08" target="_blank">Marcello Soldani</a>, Ton und Schnitt:&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.linkedin.com/in/matthias-schulz-556592198/" target="_blank">Matthias Schulz</a>, Moderation:&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://twitter.com/_anna_frey" target="_blank">Anna Frey</a></p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p>Zur letzten Folge des FutureComCast: <a href="https://futurecommunication.de/virtuelle-sps-in-corona-zeiten-wie-unternehmen-mit-digitalen-messen-umgehen-futurecomcast-3/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Virtuelle SPS in Corona-Zeiten: Wie Unternehmen mit digitalen Messen umgehen</a>&nbsp;</p>



<hr class="wp-block-separator"/>
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