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	<title>Digitalisierung Archive - Future Communication</title>
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		<title>ChatGPT: Was ist das?</title>
		<link>https://futurecommunication.de/chatgpt-was-ist-das/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Lehmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2023 10:05:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der kalifornische Entwickler OpenAI hat innerhalb von nur fünf Tagen die eine Million Nutzer*innen Grenze überschritten. Zum aktuellen Zeitpunkt hat es über 100 Millionen aktive Nutzer*innen im Monat. Instagram brauchte dafür zweieinhalb Monate, Spotify fünf. Doch was genau ist ChatGPT? ChatGPT kann Wissen, Code und Texte in Sekundenschnelle erstellen oder abrufen und bietet dadurch für [&#8230;]</p>
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<p><strong>Der kalifornische Entwickler OpenAI hat innerhalb von nur fünf Tagen die eine Million Nutzer*innen Grenze überschritten. Zum aktuellen Zeitpunkt hat es über 100 Millionen aktive Nutzer*innen im Monat. Instagram brauchte dafür zweieinhalb Monate, Spotify fünf. Doch was genau ist ChatGPT?</strong></p>



<span id="more-2679"></span>



<p>ChatGPT kann Wissen, Code und Texte in Sekundenschnelle erstellen oder abrufen und bietet dadurch für viele Bereiche ein intelligentes Tool. Deshalb ist in Zusammenarbeit mit der Künstlichen Intelligenz dieser Artikel entstanden, beginnend mit dem Parameter einen „journalistischen hochwertigen Artikel über ChatGPT“ zu schreiben. Die Absätze, welche von ChatGPT geschrieben wurden, werden für eine bessere Unterscheidung kursiv hervorgehoben.</p>



<p><em><a href="https://chat.openai.com/auth/login" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ChatGPT</a> ist ein neues, revolutionäres KI-Tool für die Textgenerierung, das von OpenAI entwickelt wurde. Im Gegensatz zu anderen Textgenerierungs-Tools, die auf vorher definierten Textbausteinen basieren, nutzt ChatGPT ein neuronales Netzwerk, um menschenähnliche Antworten zu generieren, indem es menschliche Konversationen analysiert und daraus lernt.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/DALL·E-2022-12-30-12.15.29-Visualise-an-AI-abstract-1024x1024.jpg" alt="KI generiertes Bild." class="wp-image-2693" style="width:600px" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/DALL·E-2022-12-30-12.15.29-Visualise-an-AI-abstract.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/DALL·E-2022-12-30-12.15.29-Visualise-an-AI-abstract-300x300.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/DALL·E-2022-12-30-12.15.29-Visualise-an-AI-abstract-150x150.jpg 150w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/DALL·E-2022-12-30-12.15.29-Visualise-an-AI-abstract-768x768.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/DALL·E-2022-12-30-12.15.29-Visualise-an-AI-abstract-1000x1000.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/DALL·E-2022-12-30-12.15.29-Visualise-an-AI-abstract-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/DALL·E-2022-12-30-12.15.29-Visualise-an-AI-abstract-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/DALL·E-2022-12-30-12.15.29-Visualise-an-AI-abstract-48x48.jpg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/DALL·E-2022-12-30-12.15.29-Visualise-an-AI-abstract-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">KI generiertes Bild. Quelle: DALL E.</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Was ist Künstliche Intelligenz eigentlich?</h2>



<p><em>Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Bereich der Informatik, der sich mit der Schaffung von intelligenten Maschinen befasst. Diese Maschinen sollen menschenähnliche Fähigkeiten haben, wie zum Beispiel das Erlernen, das Problemlösen und die Entscheidungsfindung.</em></p>



<p>Eine Definition von Künstlicher Intelligenz ist der &#8222;Mensch als Maschine&#8220;. Diese künstlichen Maschinen versuchen das menschliche Denken zu mechanisieren und intelligente Verhaltensweisen zu zeigen. Insbesondere wenn es um logisches Denken, Lernen, Planen und Kreativität geht. ChatGPT gehört zu den Chatbots, welche menschliche Texteingaben verstehen und möglichst natürlich antworten sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Künstlicher Intelligenz im Alltag</h2>



<p>Künstliche Intelligenz ist in unserem Alltag nichts neues und kommt in einer großen Anzahl von gewöhnlichen Dingen vor. Beispielsweise übersetzt DeepL ganze Texte sinngemäß in verschiedene Sprachen, die Open-Soruce KI DALL-E 2 oder Lensa AI erstellen durch individuell vorgegebene Parameter Kunstwerke. Aber auch in Smartphones stecken mehrere intelligente Anwendungen, sei es zum Verbessern der Fotos, Speicherauslastung oder Akkuleistung. Nicht zu vergessen sind die Sprachassistenten Siri, Cortana oder Alexa. Auch in der <a href="https://befootec.de/kuenstliche-intelligenz-auf-der-sps-ipc-drives-2017/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Industrie 4.0.</a> spielt Künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle. Nach Beispielen für Anwendungen mit künstlicher Intelligenz gefragt, antwortet ChatGPT:</p>



<p><em>ResNet von Microsoft wird aktiv eingesetzt, um Muster in Bildern zu erkennen und damit Bilder automatisch zu kategorisieren oder zu beschriften. Ein anderes Programm ist Watson von IBM, dieses KI-Modell wurde für die Verarbeitung von großen Mengen von unstrukturierten Daten entwickelt. Es wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt, von der Kundenkommunikation bis hin zur medizinischen Diagnose.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was kann ChatGPT genau?</h2>



<p>ChatGPT nutzt die Sprachmodelle von GPT-3.5, eine verbesserte Version von GPT-3 (Generative Pretrained Transformer 3). Die Künstliche Intelligenz durchsucht eine große Menge bereitgestellter Textdaten und versucht daraus einen neuen Text zu generieren. Gleichzeitig verwendet es das Feedback der Nutzer*innen, um die Qualität der Antworten zu verbessern. Mit dieser Grundlage kann der <a href="https://futurecommunication.de/chatbots-die-bedeutung-von-chatbots-fuer-die-zukunft-futurecomcast-10/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chatbot</a> in einem Dialog ähnlichen Austausch Fragen von Nutzer*innen in verschiedenen Sprachen beantworten. Diese Fragen können über einfache Hausaufgaben bis hin zu Trainings- oder Businessplänen gehen. Zusätzlich kann ChatGPT aber auch Code in verschiedenen Programmiersprachen schreiben und analysieren. Der Chatbot kann außerdem bestehende Texte umformulieren oder Sachverhalte in verschiedenen Worten erklären. Das eigentliche Training fand jedoch mit Datensätzen aus dem Jahr 2021 statt, weswegen der Chatbot kein Wissen über aktuelle Nachrichten oder ähnliches hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Probleme mit ChatGPT</h2>



<p>ChatGPT erfindet Fakten, stellt sie aber plausibel dar. Als Antwort hat es etwa eine <a href="https://www.zeit.de/digital/internet/2022-12/chatgpt-kuenstliche-intelligenz-openai-chatbot/seite-2">Studie samt Ergebnis erfunden</a>, die es nicht gibt. Die Studie war in den Text eingebunden, dass sie für wahr gehalten werden könnte. Das weiß auch OpenAI und weist auf der Projektseite explizit darauf hin. Aufgrund der Datensätze aus dem Jahr 2021, kann es auch keine aktuellen Fragen beantworten.&nbsp;Auf <a href="https://www.zdnet.de/88405600/stack-overflow-verbannt-openai-chatgpt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stack Overflow</a>, eine der größten Websites für Programmierer mit vorgefertigten Codezeilen von anderen Usern, wurde ChatGPT sogar komplett verboten. „Das Hauptproblem besteht darin, dass die Antworten, die ChatGPT erzeugt, zwar häufig falsch sind, aber typischerweise so aussehen, als ob sie gut sein könnten, und dass die Antworten sehr einfach zu erzeugen sind“ erklärt ein Moderator von Stack Overflow.</p>



<p><em>Eine andere Sorge ist, dass solche Modelle möglicherweise missbraucht werden könnten, um Falschinformationen zu verbreiten oder um Einfluss auf die Meinungen von Menschen auszuüben. Es ist wichtig, dass wir verantwortungsvoll mit solchen Technologien umgehen und sicherstellen, dass sie in einer ethischen Weise eingesetzt werden.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Auch wir müssen lernen</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/BeFooTec-1024x768.jpg" alt="Mensch und Maschine Hand in Hand" class="wp-image-2694" style="width:600px" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/BeFooTec-1024x768.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/BeFooTec-300x225.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/BeFooTec-768x576.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/BeFooTec-1536x1152.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/BeFooTec-2048x1537.jpg 2048w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/BeFooTec-1570x1178.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/BeFooTec-1000x750.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/BeFooTec-24x18.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/BeFooTec-36x27.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2023/01/BeFooTec-48x36.jpg 48w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Roboter dürfen auf der SPS nicht fehlen (Foto: Elena Pruchniewski) </figcaption></figure></div>


<p><em>Insgesamt gibt es viele verschiedene KI-Modelle, die in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen und dazu beitragen, Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen. Es bleibt abzuwarten, wie sich künstliche Inteligenz in der Zukunft weiter entwickeln und in welchen Bereichen sie zum Einsatz kommen wird.</em></p>



<p>Künstliche Intelligenz wird immer mehr zu einer Begleitung im Alltag, im Berufsleben und in der akademischen Welt. Sie können beim Übersetzen von Texten, Verbessern der Grammatik oder Recherche helfen. Auch eine neue Form der Internetrecherche, durch das Stellen von Fragen mit Antworten als Suchergebnis, verändert unsere Gewohnheiten. Gleichzeitig wird ein kritischeres Denken sowie ein Bewusstsein für die Kontrolle von Fakten von den Anwender*innen verlangt, um falsche Informationen zu erkennen. Dennoch ist ChatGPT ein großer Fortschritt der KI-Anwendungen und bietet ein breites Anwendungsspektrum für seine Nutzer*innen.</p>
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		<title>Antworte mir, Bot! Was hinter Chatbots steckt&#124;FutureComCast #10</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alper Dinc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2022 13:41:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Digitale Kommunikation gewinnt immer mehr an Bedeutung. Parallel dazu steigt der Bedarf an unmittelbarer Information. Hier kommen Chatbots ins Spiel. Sie sind in der Lage, mit potenziellen Kunden zu kommunizieren, Daten in Erfahrung zu bringen oder Fragen zu Produkten und Dienstleistungen zu beantworten. In unserer neuen Ausgabe des FutureComCasts erfahrt ihr mehr über die Technologie [&#8230;]</p>
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<p><strong>Digitale Kommunikation gewinnt immer mehr an Bedeutung. Parallel dazu steigt der Bedarf an unmittelbarer Information. Hier kommen Chatbots ins Spiel. Sie sind in der Lage, mit potenziellen Kunden zu kommunizieren, Daten in Erfahrung zu bringen oder Fragen zu Produkten und Dienstleistungen zu beantworten. In unserer neuen Ausgabe des FutureComCasts erfahrt ihr mehr über die Technologie und die Entwicklung, die hinter den digitalen Helfern steckt.</strong></p>



<span id="more-2460"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Menschliche Kommunikation in Form von Chatbots</h2>



<p>In dieser Folge sind Jens Westenberger und Sascha Dreesbach zu Gast. Beide arbeiten beim <a href="https://www.itzbund.de/DE/home/home_node.html">Informationstechnikzentrum Bund</a> (kurz: ITZBund). Es wurde 2016 gegründet und ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts im Bereich des Bundesministeriums der Finanzen. Es unterstützt als zentraler IT-Dienstleister die deutsche Bundesverwaltung. Sie erbringen IT Dienstleistungen für über 200 Behörden der Bundesverwaltung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://soundcloud.com/technikjournalismus/antworte-mir-bot-was-hinter-chatbots-stecktfuturecomcast-10"><img decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2531" width="600" height="600" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-1024x1024.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-300x300.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-150x150.jpg 150w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-768x768.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-1536x1536.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-2048x2048.jpg 2048w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-1570x1570.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-1000x1000.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-48x48.jpg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Kopie-von-Vorlagen-Instagram-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></figure></div>


<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/snipp_1_final.wav"></audio><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://soundcloud.com/technikjournalismus/antworte-mir-bot-was-hinter-chatbots-stecktfuturecomcast-10">Neugierig geworden? Hier geht&#8217;s zur Folge 10 des FutureComCasts!</a></figcaption></figure>



<p>Der ITZBund bietet drei verschiedene Arten von Chatbots an. Den FAQ-Bot, der direkte Antworten auf Fragen gibt, den Formular-Bot, der Bürger*innen beim Ausfüllen von Formularen hilft und einen sprachgesteuerten Bot, wie man ihn von Telefonwarteschleifen kennt. Doch der ITZBund arbeitet nicht allein an diesen Chatbots. Wer die anderen Akteure sind, wie lange an einem Chatbot gearbeitet wird und was eigentlich <a href="https://futurecommunication.de/big-data-struktur-im-komplexenfuturecomcast-8/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Big Data</a> damit zu tun hat, erfahrt ihr in der zehnten Folge unserer FutureComCasts!</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="403" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Chatbots-Bundesregierung-1024x403.jpg" alt="Die Chatbots erhalten durch eigene Namen Charakter. Quelle: ITZBund" class="wp-image-2464" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Chatbots-Bundesregierung-1024x403.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Chatbots-Bundesregierung-300x118.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Chatbots-Bundesregierung-768x302.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Chatbots-Bundesregierung-1000x393.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Chatbots-Bundesregierung-24x9.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Chatbots-Bundesregierung-36x14.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Chatbots-Bundesregierung-48x19.jpg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/11/Chatbots-Bundesregierung.jpg 1322w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Chatbots erhalten durch eigene Namen Charakter. Quelle: ITZBund</figcaption></figure>
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		<title>Facebook war gestern: neue Medienplattformen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2022 07:37:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Medienbranche wird zum Teil immer noch nachgesagt, dass sie den Sprung auf das digitale Zeitalter mit nur mäßigem Erfolg gemeistert hat. Schwierigkeiten kommen zum einen aus fehlenden online-implementierungen und zum anderen durch die Problematik der User-Mentalität im Internet. Im Gespräch mit Alina Fichter von der Deutschen Welle (DW) werden mögliche neue Plattformen besprochen, welche eine mögliche Lösung für das Dilemma sein können.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/facebook-war-gestern-neue-medienplattformen/">Facebook war gestern: neue Medienplattformen</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Medienbranche wird zum Teil immer noch nachgesagt, dass sie den Sprung auf das digitale Zeitalter mit nur mäßigem Erfolg gemeistert hat. Schwierigkeiten kommen zum einen aus fehlenden Online-Implementierungen und zum anderen durch die Problematik der User-Mentalität im Internet. Im Gespräch mit <a href="https://futurecommunication.de/neue-art-des-denkens/">Alina Fichter</a> von der Deutschen Welle (DW) werden mögliche neue Plattformen besprochen, welche eine mögliche Lösung für das Dilemma sein können.</p>



<p class="has-text-align-right"><em>Ein Gastbeitrag von Christian Kalis</em></p>



<p>Der Finger berührt den Knopf. Durch das Hineindrücken wird ein Signal an die Hauptplatine gesendet. Lüfter beginnen sich zu drehen. Das System fährt langsam hoch. Der Rechner ist an. Noch ein Klick an den Bildschirm zum Aufleuchten des Logos. Gewohnheit machts. Jetzt noch schnell einen Kaffee holen und dann beginnt der Tag. So oder ähnlich geht es vielen Deutschen vor allem in Zeiten von Homeoffice und digitaler Lehre.&nbsp;</p>



<p><a href="https://www.hamburgmediaschool.com/koepfe/fichter-alina">Alina Fichtner</a>, derzeit angestellt bei dem Nachrichtenportal Deutsche Welle (DW), macht sich in ihrem Arbeitstag Gedanken darüber, wie diese Menschen besser erreicht werden können. Ziel ist es, neue Formate und Wege zu ermitteln, die neue und alte Nachrichtenleser:innen begeistern können. Eine Idee, an der sie gerade arbeitet, erklärt sie im Interview:&nbsp;„Wir arbeiten gerade noch an einem Livestream für eine breite Zuschauerschaft, den wir auf <a href="https://www.twitch.tv">Twitch</a> aufbauen wollen. Dieser ist jedoch noch nicht online, da wir uns noch in der Prototypenphase befinden“.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Twitch als Erfolgsbeispiel</h2>



<p>Die online Plattform&nbsp;Twitch&nbsp;entstand 2011 aus der 24-Stunden Live-Übertragung von Justin.tv einem Kanal, den Justin Kann und der heutige Twitch-CEO Emmet Shear 2006 gegründet haben, um das Leben von Justin Kan mit der ganzen Welt zu teilen. Das Interesse der Zuschauer vor allem an Let ́s Plays und dem E-Sport Bereich brachte die beiden dazu, die Gamingübertragung auszulagern und auch für andere Content-Creator zur Verfügung zu stellen. Der Erfolg der Plattform sorgte dafür, dass im Jahr 2014 Amazon den die Webseite für 970 Millionen Euro übernimmt und auch die Konkurrenz sieht den Erfolg dieses neuen Unterhaltungsformates. 2015 startet YouTube unter Microsoft seinen eigenen Live-Gaming-Kanal und auch andere versuchen sich den neu eröffneten Markt anzueignen. Doch bis heute ist Twitch die Nummer eins der Live-Streaming-Anbieter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">N<strong>icht nur Zielgruppe gewinnen, sondern auch zurückgewinnen</strong></h2>


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<figure class="alignleft size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-683x1024.jpg" alt="Bild: Pexels." class="wp-image-2306" width="342" height="512" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-683x1024.jpg 683w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-200x300.jpg 200w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-768x1151.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-1025x1536.jpg 1025w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-1367x2048.jpg 1367w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-1570x2353.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-1000x1499.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-16x24.jpg 16w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-24x36.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-32x48.jpg 32w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-fauxels-3184435-1-scaled.jpg 1708w" sizes="(max-width: 342px) 100vw, 342px" /></figure></div>


<p>Warmer Dampf steigt aus der Kaffeetasse auf. Auf dem Bildschirm flackern Tabellen und Auswertungen. Eine Benachrichtigung leuchtet am rechten Eck auf. „Erinnerung: Zoom-Meeting in 10&nbsp;Minuten.“&nbsp;Viele Deutsche haben sich an ihren Home-Office-Alltag gewöhnt. Alles geht von zu Hause aus. Noch ein schneller Blick auf das Smartphone und los gehts. Der Blick bleibt länger als gewollt am mobilen Bildschirm hängen. Eine Pop-up Nachricht lenkt die Aufmerksamkeit weg vom PC, wieder ran ans Handy.&nbsp;</p>



<p>„Was bringt die Menschen eigentlich dazu, live&nbsp;ein journalistisches Angebot zu nutzen? Das ist noch eine ungelöste Frage. Es gibt zwar ein paar einzelne Medienanstalten, die damit experimentieren, aber so richtig gelöst ist die Frage noch nicht.“, erklärt Fichter.&nbsp;Viel Medien, Marken und Unternehmen sehen in Twitch immer noch den Gaming-Kanal für Nerds. Dabei besitzt Twitch täglich über 30 Millionen aufrufe und ist damit auf Platz 44 im&nbsp;Alexa Rank Monatstrend, einem Onlinedienst, der Daten über Seitenabrufe auf Webseiten sammelt und auswertet. Twitch liegt nach diesem Ranking nur zwei Plätze hinter Twitter, welches Platz 42 belegt. Allein im Jahr 2019 wurde laut eigener Zahlen von Twitch, 660 Milliarden Minuten Live-Streamer:innen zugesehen. Durchschnittlich senden 50.000 Kanäle kontinuierlich Inhalte über die Server.</p>



<p>Die Zeiten des reinen Gaming-Kanals sind schon lange vorbei. Die Kategorie: „just Chatting“&nbsp;hat 18 Millionen Follower und ist seit Mai 2021 auch in Nachrichtenwelt abseits von Gaming bekannt. Für Aufmerksamkeit hat die Kontroverse geführt, als Streamer:innen sich leicht bekleidet in Planschbecken ihrer Community zeigten. Diese sorgte jedoch auch für eine steigende Nutzerzahl von Besuchern, die wenig mit Computerspielen am Hut haben. Gleichzeitig nutzen immer mehr Content-Creator Twitch für ihre Q&amp;A-Streams und auch das Infotainment erhielt eine eigene Kategorie auf der Webseite. Alina Fichter erklärt:&nbsp;„Selbst unsere&nbsp;News-Abteilung findet das interessant und vielleicht können wir Teile&nbsp;unsere Erkenntnisse stärker in unseren Livestream einarbeiten.“</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nachrichten am besten umsonst, aber nicht kostenlos</strong></h2>



<p>Die Maus wandert über das rote X. Das Fenster schließt sich. Wieder ein Meeting geschafft. Aus der Küche hört man bereits das Mahlen der Kaffeemaschine für die nächste Stärkung. Nach einer kurzen Genusspause geht es auch mal an die frische Luft. Die von jener Sorte, die mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen als mit etwas anderem. Gemeinsam haben jene, die viel am Computer arbeiten und diejenigen, welche eher selten am PC sitzen, das Interesse an den täglichen Nachrichten und Informationen über die Geschehnisse der Welt. Diese werden zumeist per Newsticker oder anderen Online-Medien-Tools konsumiert. Die Medienhäuser sind hierbei stets den User:innen gefolgt.</p>



<p>Egal welches soziale Netzwerk betrachtet wird, alle etablierten Medienhäuser sind vertreten. Nur auf Twitch bleibt dies noch aus. Dabei bietet gerade bei der großen Frage der Kostendeckung Twitch eine kreative Lösung. Die Benutzer:innen möchten tägliche über ihre favorisierten Nachrichten upgedatet werden. Dies soll möglichst kostenlos passieren. Viel Medienhäuser haben verschiedene Systeme etabliert. Am stärksten ist hierbei das Abo-Model vertreten und die Möglichkeit, Artikel kostenlos mit Werbung zu lesen. Twitch hat durch die Kooperation mit Amazon ein ganz eigenes System. Durch die Verlinkung des Twitch-Accounts mit dem eigenen Amazon-Konto ermöglicht das Verschenken einer&nbsp;„Subskription“ für den bevorzugten Streamer:in, welches eigentlich kostenpflichtig zu erwerben ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Videoformate, so weit das Auge reicht</strong></h2>



<p>Alternativ zu Twitch werden Instagram und vor allem&nbsp;<a href="https://www.tiktok.com/de-DE">TikTok</a>&nbsp;diskutiert. Gerade TikTok steht als neues Medium der Jugend ganz oben auf der Liste. Ähnlich wie Twitch verwendet es das Videoformat. Jedoch&nbsp;im kurzen „Story“-Format. Wobei auch hier Livestreams der Content-Creator:innen nicht unüblich sind. Dadurch entsteht eine mögliche Schnittstelle zwischen den Livestreams von Twitch und anderen Sozial-Media-Plattformen, wie <a href="https://futurecommunication.de/how-to-tiktok-mit-der-tagesschau/">TikTok</a>. Die ARD ist hier bereits aktiv geworden. Nach eigenen Angaben will die Tagesschau „auch neben journalistischen Inhalten für eine junge Zielgruppe einen humorvollen&nbsp;Blick hinter die Kulissen der erfolgreichen TV-Nachrichtensendung“, liefern. Das Jugendangebot&nbsp;Funk der ARD ist schon lange dabei, genauso wie die Washington Post. </p>



<p>TikTok selbst steht zwar in der Kritik, wenn es um Themen wie Datenschutz und Berichterstattung aus China geht, trotzdem ist die Tendenz zu Online-Video-Formaten der Medienhäuser interessant. Grund hierfür könnten zum einen der sich immer stärkere Wandel zu Online-TV und weg vom herkömmlichen Fernsehen sein und zum anderen ist der oben bereits erwähnte digitale Wandel der Medienhäuser ausschlaggebend. Alina Fichter sieht die Problematik in den Ansprüchen der&nbsp;Medienhäuser: „Eine Herausforderung ist die Erwartungshaltung der Anwender:innen. Auf der einen Seite möchte man etwas haben in dem Bereich, dass man sich ausprobiert und auf der anderen Seite möchte man dann sofort, dass alles wahnsinnig erfolgreich ist und eine enorme Reichweite erzielt“.&nbsp;Diesen Wunschtraum vom erfolgreichen Boom auf neuen Plattformen haben nicht nur Medienhäuser, sondern viele Unternehmen und nur wenigen gelingt eine erfolgreiche Umsetzung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Plattformen für neue Zielgruppen</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-1024x683.jpg" alt="Bild: Pexels." class="wp-image-2303" width="512" height="342" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-1024x683.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-300x200.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-768x512.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-1536x1024.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-2048x1365.jpg 2048w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-1570x1047.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-1000x667.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-24x16.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-36x24.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/pexels-tracy-le-blanc-607812-48x32.jpg 48w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></figure></div>


<p>Gerade das Erreichen und Halten von neuen, in diesem Fall auch jüngeren Zielgruppen, ist eine facettenreiche Aufgabe. Neue Trends zu erkennen und zu adaptieren, ist das Kernelement für den Erfolg. Dies benötigt ein andauerndes Beobachten von globalen Trends und der Selektierung von bereits bestehenden Inhalten, was wiederum Fachkräfte in diesem Bereich erfordert, um eine der Herausforderungen zu beschreiben.</p>



<p>Wie ein Schatten zieht der Sekundenzeiger an der Zwölf vorbei. Feierabend. Eine letzte Sicherheitskopie des Workflows und endlich wird sich der Entspannung gewidmet. Der Browser wird geöffnet und die favorisierte Webseite geladen. Endlich nicht mehr an die Arbeit denken, sondern den bevorzugten Content-Creator:innen lauschen. Hier kommt die erwähnte Herausforderung ins Spiel. Die Zielgruppe ist zwar über die beschriebenen Medien erreichbar, doch vielleicht möchte sie auf diese Plattformen gar keinen informativen Content. Selbst die Smartphone-Generation legt mal ihr Handy weg und möchte einfach nur die Seele baumeln lassen. Dies ist ein Punkt, den die Medienhäuser berücksichtigen müssen, wenn sie den Sprung auf die bislang noch wenig genutzten Plattformen, wie Twitch oder Tiktok erfolgreich meistern wollen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/facebook-war-gestern-neue-medienplattformen/">Facebook war gestern: neue Medienplattformen</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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		<title>Innovation in der Medienpolitik durch die Ampel-Regierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2022 07:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internet & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ampel-Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Demokratie wird durch konstruktive und öffentliche Debatten beeinflusst. Dafür braucht es transparente Medien, die Skandale und Missstände aufzeigen. Doch wie können journalistische Innovationen, mit Blick auf die momentane Medienkrise, in Zukunft aussehen?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/innovation-in-der-medienpolitik-durch-die-ampel-regierung/">Innovation in der Medienpolitik durch die Ampel-Regierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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<p>Demokratie wird durch konstruktive und öffentliche Debatten beeinflusst. Dafür braucht es transparente Medien, die Skandale und Missstände aufzeigen. Doch wie können journalistische Innovationen, mit Blick auf die momentane Medienkrise, in Zukunft aussehen?</p>



<p class="has-text-align-right"><em>Ein Gastbeitrag von Annemarie Neumann</em></p>



<p>„Wir schaffen Rechtssicherheit für gemeinnützigen Journalismus“, so hat es die neue&nbsp;Bundesregierung auf Seite 123 des <a href="https://www.bundesregierung.de/resource/blob/974430/1990812/04221173eef9a6720059cc353d759a2b/2021-12-10-koav2021-data.pdf?download=1">Koalitionsvertrags</a> festgehalten. Was vorerst nur als kleiner Satz im gesamten Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP steht, kann viel in der Medienlandschaft ändern und für Innovation im Journalismus sorgen.</p>



<p>Denn der Wandel der Medien ist kaum zu leugnen. So zeigt eine<a href="https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/sites/default/files/2019-01/Nielsen_and_Selva_FINAL_0.pdf"> Studie</a> des Reuthers-Instituts aus dem Jahr 2019, dass der Journalismus zwar wichtiger, aber weniger robust wird und dass sich die Zukunft des Journalismus direkt auf die Gesellschaft und die bestehenden Strukturen niederschlägt. Doch vergangene Debatten behandelten mehr die wirtschaftlichen und messbaren Faktoren als die gesellschaftlichen Auswirkungen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/16-Funktion-der-Medien-fur-die-gesellschaft_page-0001-1024x763.jpg" alt="" class="wp-image-2357" width="512" height="382" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/16-Funktion-der-Medien-fur-die-gesellschaft_page-0001-1024x763.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/16-Funktion-der-Medien-fur-die-gesellschaft_page-0001-300x223.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/16-Funktion-der-Medien-fur-die-gesellschaft_page-0001-768x572.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/16-Funktion-der-Medien-fur-die-gesellschaft_page-0001-1536x1144.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/16-Funktion-der-Medien-fur-die-gesellschaft_page-0001-1570x1169.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/16-Funktion-der-Medien-fur-die-gesellschaft_page-0001-1000x745.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/16-Funktion-der-Medien-fur-die-gesellschaft_page-0001-24x18.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/16-Funktion-der-Medien-fur-die-gesellschaft_page-0001-36x27.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/16-Funktion-der-Medien-fur-die-gesellschaft_page-0001-48x36.jpg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/16-Funktion-der-Medien-fur-die-gesellschaft_page-0001.jpg 1959w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>Funktionen der Medien für die Gesellschaft. Bild: bpb.</figcaption></figure></div>


<p>Die Verkleinerungen von Redaktionen, die damit verbundenen Entlassungen Medienschaffender und ganze Schließungen (lokaler) Redaktionen lassen nach und nach die Medienvielfalt und die flächendeckende Berichterstattung über Missstände verschwinden. Doch bei diesen Auswirkungen soll es nicht bleiben. In den USA fand man in einer <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lokalzeitungen-umweltkriminalitaet-studie-1.5444839">Studie </a>heraus, dass durch diese Entwicklungen die Wirtschaftskriminalität zunahm. Die wahrgenommene Kontrollfunktion des Lokaljournalismus fiel weg.</p>



<p>Dabei sieht auch die <a href="https://www.bpb.de/themen/medien-journalismus/medienpolitik/236435/medien-und-gesellschaft-im-wandel/">Bundeszentrale für politische Bildung</a> die Kontrollfunktion als eine der drei Kernfunktionen der Medien für eine demokratische Gesellschaft. Also stellt sich die Frage, wie man diese entstehende Lücke schließen kann. Genau an dieser Stelle kommt der gemeinnützige Journalismus zum Tragen. Der Chefredakteur Justus von Daniels von <a href="https://futurecommunication.de/veraenderung-in-der-investigativen-arbeit-durch-gemeinnuetzigkeit-moeglich/">CORRECTIV</a> sieht im Interview&nbsp;den Vorteil gemeinnütziger Redaktionen darin, „eine Lücke des investigativen Journalismus zu füllen. Denn es gibt zwar investigativen Journalismus, aber nicht in der Stärke und in der Kraft wie es eigentlich nötig ist.“</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gemeinnütziger Journalismus</strong></h2>



<p><a href="https://correctiv.org/ueber-uns/">CORRECTIV</a> ist seit 2014 das erste spendenfinanzierte Recherchezentrum in Deutschland, das anstatt Gewinnorientierung auf das Gemeinwohl ausgerichtet ist. Neben solchen Non-Profit-Redaktionen gibt es auch Vereine und Verbünde, die den Recherchejournalismus durch Austausch und Wissenstransfer fördern wollen. <a href="https://netzwerkrecherche.org">Netzwerk Recherche</a> setzt dabei auf Konferenzen, Webinare und Workshops, um die Recherchekompetenz im Journalismus in allen Bereichen der Recherche zu erhöhen, aber eben auch besonders im investigativen Journalismus.</p>



<p>Um als gemeinnützige Organisation zu gelten, muss neben der journalistischen Arbeit auch Bildungsarbeit betrieben werden. Die grundsätzlichen Schwerpunkte liegen daher bei CORRECTIV auf frei verfügbarem investigativem Journalismus, einem Bildungsauftrag durch Schulung der Medienkompetenz und der Partizipation bzw. Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Recherchen. Gerade diese Bildungsarbeit hilft, die Bedingung zur Teilhabe an einer Debattenkultur in der Gesellschaft zu verbessern. Denn in der digitalen Welt ist es heutzutage einfacher denn je, sich als Individuum kommunikativ in der Gesellschaft zu beteiligen.</p>



<p>Um Demokratie zu schaffen, sieht der Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller in seiner Publikation&nbsp;„Freiheit, Gleichheit, Ungewissheit“ unabhängige und freie Medien für die Öffentlichkeit in&nbsp;politischen Debatten und die Bürgerinnen und Bürger in entscheidenden Rollen. Denn dadurch sollen demokratische Prinzipien verteidigt werden. Darauf baut auch die <a href="https://correctiv.org/in-eigener-sache/2021/12/11/gemeinnuetziger-journalismus-wird-bundesweit-kommen/">Idee von CORRECTIV für die Zukunft</a> auf, so der CORRECTIV-Geschäftsführer David Schraven: „eine redaktionelle Gesellschaft, die für die Fortentwicklung der offenen Gesellschaft steht. Ohne informierten Diskurs gibt es keine&nbsp;offene Gesellschaft“.</p>



<p>Dabei stellt sich die Frage, inwiefern sich die Vorstellungen der Medienbranche mit dem Rollenverständnis der Bevölkerung deckt. Die&nbsp;<a href="https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/71726">Studie</a> „was Journalisten sollen und wollen“&nbsp;von Wiebke Loosen, Julius Reimer und Sascha&nbsp;Höllig fand heraus, dass „Quellentransparenz und&nbsp;kritischer, investigativer Journalismus in den Augen der Bevölkerung&nbsp;eine besondere Bedeutung“zukommt. Somit sei festgehalten, dass die investigative Unterstützung des Journalismus durch gemeinnützige Recherchenetzwerke diese Anforderung erfüllen könnte, auch in der Zukunft.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Förderung und Finanzierung</strong></h2>



<p>Die Einschätzung von Experten aus der Medienbranche zu einem weiteren möglichen Weg zur Presseförderung hält die&nbsp;<a href="https://library.fes.de/pdf-files/akademie/08984.pdf">Studie „Innovationsreport Journalismus. Ökonomische, medienpolitische&nbsp;und&nbsp;handwerkliche Faktoren im Wandel“</a>&nbsp;fest. Während gegenüber staatlicher Förderung direkte und indirekte Einflüsse befürchtet werden, stehen die Befragten gemeinnützigen Stiftungen und Spenden positiver gegenüber.</p>



<p>Das deckt sich mit den Finanzierungsmodellen von Netzwerk Recherche und CORRECTIV. Der Verein Netzwerk Recherche steht neben den Mitgliedsbeiträgen auch durch projektgebundene Gelder von Stiftungen finanziell gut dar. CORRECTIV finanziert sich neben privaten Spenden von Bürgerinnen und Bürgern, auch durch Zuwendungen von Stiftungen und Institutionen und eigene Einnahmen beispielsweise aus Buchverkäufen. Um die Unabhängigkeit aufrecht zu erhalten, wird versucht viele Kleinspender zu erreichen, erläutert von Daniels. Außerdem&nbsp;„wird eine Spende ab einem gewissen Betrag offengelegt. Stiftungen und größere Spender dürfen uns Geld für unsere Finanzierung und für unsere Arbeit geben, aber sie können uns nicht sagen, was wir damit machen sollen“.&nbsp;Dafür sind die Ergebnisse der Recherchen, so der Chefredakteur für jeden frei verfügbar. Zudem erhält CORRECTIV als gemeinnützige GmbH gesellschaftliche Unterstützung durch Steuererleichterungen.</p>



<p>Im Gegenzug für die Finanzierung muss sich der gemeinnützige Journalismus aber auch beweisen. Denn&nbsp;„Journalismus braucht ein Publikum und muss sich deswegen für seine Erwartungen interessieren &#8211;&nbsp;was nicht gleichbedeutend damit ist, sie alle auch erfüllen zu müssen“, beschreiben&nbsp;Loosen, Reimer und Höllig das Verhältnis zwischen Publikum und Journalismus. Erfolgt also keine sinnvolle, gute und qualitative Arbeit, macht sich das in der Spendenfinanzierung bemerkbar.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/CORRECTIV_Redaktionskonferenz-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2358" width="512" height="342" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/CORRECTIV_Redaktionskonferenz-1024x683.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/CORRECTIV_Redaktionskonferenz-300x200.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/CORRECTIV_Redaktionskonferenz-768x512.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/CORRECTIV_Redaktionskonferenz-1536x1024.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/CORRECTIV_Redaktionskonferenz-2048x1366.jpg 2048w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/CORRECTIV_Redaktionskonferenz-1570x1047.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/CORRECTIV_Redaktionskonferenz-1000x667.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/CORRECTIV_Redaktionskonferenz-24x16.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/CORRECTIV_Redaktionskonferenz-36x24.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/CORRECTIV_Redaktionskonferenz-48x32.jpg 48w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>Der Austausch und die Zusammenarbeit spielen bei dem gemeinnützigen investigativen Qualitätsjournalismus bei CORRECTIV eine Rolle. Bild: Ivo Mayr/ CORRECTIV.</figcaption></figure></div>


<p>Um die Qualität der journalistischen Arbeit und die Unabhängigkeit aufrecht zu halten hat sich CORRECTIV eigens und im Zusammenschluss&nbsp;<a href="http://forum-gemeinnuetziger-journalismus.de">„Forum Gemeinnütziger Journalismus</a>“, als Vereinigung der Medien-Non-Profit-Organisationen, zu Transparenz, selbstloser und sorgfältiger Arbeit im <a href="http://forum-gemeinnuetziger-journalismus.de/leitlinien/">Redaktionsstatut</a> beziehungsweise in den Leitlinien verpflichtet. Dabei orientiert sich letzteres am Pressekodex des Deutschen Presserats, den Kriterien der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und der steuerrechtlichen Abgabenordnung.</p>



<p>Aus dieser Qualitätsverpflichtung und der Unabhängigkeit von Verlegern ist die Frage nach der Berechtigung und Lebensfähigkeit des gemeinnützigen Journalismus neben öffentlich-rechtlichen und privaten Medien grundlegend geklärt. Die Bereitschaft für guten Journalismus zu zahlen, scheint in der Bevölkerung und unter den Stiftungen vorhanden zu sein. Sie bietet Chancen, neben den anderen beiden Säulen, den privatwirtschaftliche Medien und öffentlich-rechtliche Anstalten, in der Medienlandschaft zu agieren und das Angebot zu vervollständigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>(Gesetzliche) Strukturen</strong></h2>



<p>Damit der gemeinnützige Journalismus mehr in Anspruch genommen werden kann und als Lösungsansatz für den schrumpfenden (Lokal)journalismus fungieren kann, benötigt es jedoch die größere Rechtssicherheit. Diese stellt der neue Koalitionsvertrag in Aussicht.</p>



<p>Die auf diese Weise entstehende bundesweite Regelung führt zu einer strukturellen Änderung, die ein neues Konzept des bürgernahen Journalismus ermöglichen würde. Als neue Geldquelle für Medienschaffende in der Medienkrise kann das besonders für den lokalen Raum positive Auswirkungen mit sich bringen, um den dortigen Journalismus aufrechtzuerhalten. Dabei können bestehende Organisationen wie CORRECTIV als Beispiel und Kooperationspartner vorangehen. Denn auch schon heute ist das Recherchenetzwerk in Zusammenarbeit mit vielen Redaktionen tätig und wirkt dabei als Vorbild und Unterstützung.</p>



<p>Aus diesem Medienwandel ergibt sich dann auch im Umkehrschluss eine Entwicklung der Gesellschaft. Sind die Hindernisse erstmal abgebaut, so liegen in gemeinnützigen Recherchenetzwerken zukunftsfähige Innovationsmöglichkeiten für den Journalismus. Die gemeinsamen Bestrebungen können dann zu konstruktiven und öffentlichen Debatten führen, die maßgeblich zur Demokratie beitragen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/innovation-in-der-medienpolitik-durch-die-ampel-regierung/">Innovation in der Medienpolitik durch die Ampel-Regierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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		<title>Neue Art des Denkens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2022 08:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Alina Fichter]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alina Fichter startete ihre Karriere als Reporterin. Heute entwickelt sie für die Deutsche Welle innovative, digitale Formate und Produkte. Um trotz wandelnder Interessen der Mediennutzer relevant zu bleiben, sieht sie einen Bedarf, gemeinsam näher auf die Zielgruppen zuzugehen und neue Möglichkeiten zu entwickeln, sie anzusprechen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/neue-art-des-denkens/">Neue Art des Denkens</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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<p><strong>Alina Fichter startete ihre Karriere als Reporterin. Heute entwickelt sie für die <a href="https://www.dw.com/de/themen/s-9077">Deutsche Welle </a>innovative, digitale Formate und Produkte. Um trotz wandelnder Interessen der Mediennutzer relevant zu bleiben, sieht sie einen Bedarf, gemeinsam näher auf die Zielgruppen zuzugehen und neue Möglichkeiten zu entwickeln, sie anzusprechen.</strong></p>



<p class="has-text-align-right"><em>Ein Gastbeitrag von Patrick Fuchs</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ihre Laufbahn weist einen spannenden Verlauf auf. Von der Journalistin zur Vordenkerin für Journalist/innen. Wie kam es dazu?</strong></h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Fichter.jpg" alt="" class="wp-image-2283" width="379" height="212" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Fichter.jpg 758w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Fichter-300x168.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Fichter-753x424.jpg 753w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Fichter-24x13.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Fichter-36x20.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Fichter-48x27.jpg 48w" sizes="(max-width: 379px) 100vw, 379px" /><figcaption><strong>Alina Fichter &#8211; Head of Digital Format Development &amp; Lab</strong>. Bild: Patrick Fuchs.</figcaption></figure></div>


<p>Ich war die ersten Jahre meiner Berufslaufbahn ganz klassisch Reporterin und Redakteurin. Irgendwann war ich dann bei der Zeit Medienredakteurin und habe mich viel mit Medien und Zukunft der Medien beschäftigt. Dadurch ist mein Interesse gestiegen, selbst zu überlegen, was nötig ist, um als Medienhäuser relevant zu sein und zu bleiben&nbsp;–&nbsp;in einer Zeit, in der sich das Mediennutzungsverhalten radikal und immer weiter verändert.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Weg führte dann zur Formatentwicklung.</strong></h2>



<p>Ich habe angefangen, mich mit verschiedenen Möglichkeiten zu beschäftigen, die Medien bei der digitalen Transformation helfen können. Die nutzerzentrierte Formatentwicklung ist für mich bis heute eine sehr spannende Möglichkeit, weil man sich sehr intensiv mit den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer beschäftigt, sowie mit den Anforderungen der Plattformen. So können erfolgreiche Formate entstehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Neben der digitalen Formatentwicklung leiten Sie auch das <a href="https://futurecommunication.de/stetiges-optimieren/">Innovation Lab</a> der Deutschen Welle. Was unterscheidet die beiden Bereiche?</strong></h2>



<p>Die digitale Formatentwicklung ist ein innovativer Bereich, in dem für die inzwischen etablierten digitalen Plattformen, wie YouTube, Instagramm, Facebook neue Formate entwickeln. Auch für Streamingdienste werden aktuell Ideen umgesetzt, das ist in Indien zum Beispiel ein sehr großer Markt. Das Lab kümmert sich hingegen um journalistisch-technologisch ganz neue Produkte und Formate, die dann auch nicht immer große Reichweiten erzielen müssen. Aktuell zum Beispiel überlegen wir, was im Bereich des Metaverse zu machen, uns erneut mit VR (Virtual Reality) und AR (Augmented Reality) zu beschäftigen, weil diese Technologien voraussichtlich in einigen Jahren für unsere Zielgruppen eine größere Rolle spielen werden als jetzt. Das ist für mich der Unterschied, das eine findet im jetzt statt und ist innovativ und das andere findet in der Zukunft statt und da kann man z. B. nicht erwarten, dass große Reichweiten entstehen. Mit einer Virtual Reality Anwendung erreicht man noch nicht viele Leute, weil nicht viele Menschen eine Virtual Reality Brille haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ist es für jedes Medienunternehmen ratsam ein Innovation Lab zu gründen, um keine langfristigen Entwicklungen zu verschlafen oder sollten nicht eher Kooperationen angestrebt werden?</strong></h2>



<p>Beides, also ich glaube es macht keinen Sinn zu sagen, jeder erfindet das Rad neu in diesem Bereich. Deshalb versuchen wir auch beides zu machen. Wir vernetzen uns sehr eng mit Menschen innerhalb der ARD, die ähnliche Ziele haben. Ein gutes Beispiel dafür ist die Trendanalyse. Wenn jede Einheit</p>



<p>der ARD allein schauen würde, was auf der Welt technologisch interessant für den Journalismus ist wäre das nicht unbedingt sinnvoll. Da kooperieren wir sehr eng. Wenn es um die Zielgruppen geht, da sind wir dann alle etwas anders, also da geht es dann wieder auseinander. Es gibt also Bereiche da müssen wir kooperieren und es gibt Bereiche da müssen wir auch eigene Wege gehen es ist dann eher die individuelle Lösung, man muss schauen, wo was gefragt ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Können Sie uns eine erfolgreiches Projekt ihres Innovation Labs schildern?</strong></h2>



<p>Eine Sache, an der wir gerade noch arbeiten ist ein Live-Stream auf Twitch aufzubauen. Der ist noch nicht veröffentlicht, also wir sind noch in der Prototypenphase. Für mich ist das ein Erfolg, weil das Team es geschafft hat mit neuen Arten des Denkens auf einer neuen Plattform zu experimentieren und damit weitere neue, wertvolle Erkenntnisse zu sammeln. Also was bringt Leute eigentlich Live in ein journalistisches Angebot? Das ist eine noch weitgehend ungelöste Frage. Da haben die Kolleginnen und Kollegen einen super Job gemacht, spannende Erkenntnisse herauszuarbeiten, die selbst für unsere News-Abteilung interessant sind und die wir stärker in unseren Livestream investieren können.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wo sehen Sie Herausforderungen für die Arbeit im Innovation Lab?</strong></h2>



<p>Eine Herausforderung ist die Erwartungshaltung der Anwender/-innen. Auf der einen Seite möchte man etwas haben in dem Bereich, dass man sich ausprobiert und auf der anderen Seite möchte man dann sofort das alles wahnsinnig erfolgreich ist und eine enorme Reichweite erzielt. Wenn man sich entscheidet etwas auszuprobieren wie die Virtual Reality Anwendung im Bereich des Metaverse, dann darf man nicht davon ausgehen große Reichweiten zu erzielen, das darf dabei einfach nicht das Ziel sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ist es gelegentlich auch eine Frage des Budgets?</strong></h2>



<p>Es gibt häufig Sachen die Kosten Geld. Also wenn wir zum Beispiel bei Virtual Reality bleiben, dann können wir ja nur etwas entwickeln, wenn wir auch die Virtual Reality Brillen haben, wir beanspruchen und bezahlen Ressourcen der Technik und des Programms und so weiter.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ist es wichtig im Innovationsprozess die täglichen Arbeitsroutinen zu hinterfragen?</strong></h2>



<p>Ich glaube es ist beides wichtig. Die Workflows sind ja in der Regel auch aus bestimmten Gründen und Erfahrungen etabliert. Auf der anderen Seite ist es manchmal gut unter dem Radar Sachen ausprobieren zu können, natürlich ohne dabei Kollegen zu verärgern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie können Innovation Labs sich noch steigern? Was würden Sie sich wünschen?</strong></h2>



<p>Wir müssen uns nicht alle die gleichen Gedanken machen, sondern es hilft total vernetzt zu sein und immer wieder zu hören wie finden andere Kolleginnen und Kollegen Lösungen. Das sind ja auch oft ganz coole Ideen und da kann man zusammenarbeiten. Deswegen würde stärker in Kooperationen zu arbeiten, mit interessanten Partnern, die sich auch auskennen in dem Bereich total helfen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/neue-art-des-denkens/">Neue Art des Denkens</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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		<title>Stetiges Optimieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2022 11:48:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[buzzed open lab]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Woran hakt es, wenn Innovation Labs plötzlich Ihre Pforten schließen? Hubs gelten weiterhin als absoluter Trend, dennoch gibt es auch Stimmen die hinter den Worten Digitalisierung und Kreativität die passenden Inhalte vermissen. Wie müssen sich Media Labs aufstellen, um nicht vom Schicksal eingeholt zu werden?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/stetiges-optimieren/">Stetiges Optimieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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<p><strong>Woran hakt es, wenn Innovation Labs plötzlich Ihre Pforten schließen? Hubs gelten weiterhin als absoluter Trend, dennoch gibt es auch Stimmen die hinter den Worten Digitalisierung und Kreativität die passenden Inhalte vermissen. Wie müssen sich Media Labs aufstellen, um nicht vom Schicksal eingeholt zu werden?</strong></p>



<p class="has-text-align-right"><em>Ein Gastbeitrag von Patrick Fuchs</em></p>



<p>„Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann ist sie zum Scheitern verurteilt,“ erklärte einst&nbsp;Albert Einstein. <a href="https://futurecommunication.de/innovationsagenturen-schnittstelle-zwischen-politik-und-gesellschaft/">Innovation Labs</a> sollen ihren Unternehmen genau für solche absurden Ideen den idealen Nährboden bieten. Sie dienen als Instrument um die Kreativität von Mitarbeiter*innen zu fördern, innovative Produkte, Geschäftsmodelle und Arbeitsmethoden zu entwickeln oder schlicht die neuesten technischen Trends zu erproben. In den vergangenen Jahren ist nahezu jedes Unternehmen auf der Innovation/Media/Digital/Open Labs aufgesprungen. Bei der Beschreibung dieser Innovatoren fallen wiederholt Begriffe wie&nbsp;„Digitalisierung“, „neue Technologien“ oder auch „Start-Up-Methoden.“ Tatsächliche Revolutionen&nbsp;bleiben in vielen Fällen jedoch aus. Laut<a href="https://t3n.de/consent?redirecturl=%2Fnews%2Fkillt-innovation-labs-1228358%2F"> Tatjana Moser</a> von&nbsp;t3n&nbsp;liegt das an einer unzureichend ausgebauten Zielsetzung.</p>



<p>Für eine erfolgreiche Modernisierung ist es laut ihr nicht ausreichend neue Ideen zu entwickeln, solange man sich hierbei nicht auf einzelne Bereiche der Customer Journey fokussiert und somit gewinnbringende Formate und Produkte entwickelt. Bleibt dieser Gewinn aus, schließen Labs auch schnell wieder ihre Tore. Ein Beispiel hierfür ist das&nbsp;<a href="https://www.niemanlab.org/reading/buzzfeed-is-closing-its-open-lab-later-this-year/">BuzzFeed open lab</a>. „Da wir uns dem Ende unseres ursprünglichen zweijährigen Engagements nähern, haben wir gelernt, dass es bessere Möglichkeiten gibt,&nbsp;neue Technologien in die Mission von BuzzFeed zu integrieren“,&nbsp;sagte Mat Honan bereits 2017. „Das bedeutet, dass wir das Open Lab nicht mehr als separate&nbsp;Initiative betreiben werden.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Risiken für die Innovation Labs</h2>



<p>Die Studie&nbsp;<a href="https://wan-ifra.org/wp-content/uploads/2020/09/WAN-IFRA_TIN_MediaLabs.pdf">Trends in Newsrooms 2019</a>&nbsp;erkennt weitere klare Risiken für die Überlebensfähigkeit von Innovation Labs. Zum einen die im jeweiligen Unternehmen vorherrschende Kultur. Aufgrund der experimentellen Arbeitsmethoden kann das Anspruchsdenken der Mutterkonzerne eine enorme Drucksituation schaffen. Zum anderen sind die Medienhäuser auf ein gewisses Innovationstempo angewiesen, um sich ihren Stakeholdern gegenüber rechtfertigen zu können. Abseits dieses Risikos muss in Zeiten des Medienwandels auch zwingend die finanzielle Nachhaltigkeit betrachtet werden. Interdisziplinäre Teams sind kostspielig und Medieninnovationen nicht minder risikoreich als die von anderen Branchen.</p>



<p>Auch die Interdisziplinarität des Teams kann zu hinderlichen Spannungen bis hin zum Scheitern führen, da Background, Fachvokabular, Erfahrungen, Kommunikationsverhalten und Arbeitsgewohnheiten zum Teil schwer vereinbar sind. Journalist*innen&nbsp;<a href="https://www.media-lab.de/files/content/blog-2021/innovation-in-deutschen-medienunternehmen-kath-universitaet-eichstaett-ingolstadt.pdf">benennen</a>&nbsp;zusätzlich festgefahrene Unternehmensprozesse und -strukturen, zu wenige Mitarbeiter und Zeit sowie mangelnde Kommunikation im Unternehmen als relevante Faktoren für das Scheitern von Innovationen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/6085347780_2734e0f0d5_k-1024x547.jpg" alt="Innovationen müssen gelebt werden" class="wp-image-2275" width="768" height="410" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/6085347780_2734e0f0d5_k-1024x547.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/6085347780_2734e0f0d5_k-300x160.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/6085347780_2734e0f0d5_k-768x410.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/6085347780_2734e0f0d5_k-1536x820.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/6085347780_2734e0f0d5_k-1570x838.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/6085347780_2734e0f0d5_k-1000x534.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/6085347780_2734e0f0d5_k-24x13.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/6085347780_2734e0f0d5_k-36x19.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/6085347780_2734e0f0d5_k-48x26.jpg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/6085347780_2734e0f0d5_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Bild: Flickr</figcaption></figure></div>


<p>So erklärt auch Joachim Dreykluft gegenüber&nbsp;<a href="https://www.mdpi.com/2673-5172/2/3/22">Klaus Meyer</a>:&nbsp;„Das Scheitern an sich tut weh. Das&nbsp;Analysieren des Scheiterns verdoppelt dann den Schmerz, weil Sie natürlich Salz in die Wunde streuen. Aber das ist natürlich umso wichtiger, um einen Lerneffekt zu erreichen. Natürlich hoffen wir, diese Fehler nie wieder zu machen. Aber dort sind Fehler, die man macht, obwohl man Bücher&nbsp;fünfmal gelesen hat. Du musst nur selbst einmal gemacht haben.“</p>



<p>Allerdings muss ein Abbruch eines Innovation Labs nicht zwingend mit einem Misserfolg gleichzusetzen sein. Auch eine vollständige Erfüllung der Leistung wäre denkbar. In diesem Fall hätte das Labor all seine Aufgaben erfüllt und sämtliche Optionen ausgeschöpft. Im Rahmen der Studie Trends in Newsrooms stellten die Forscher von&nbsp;<a href="https://wan-ifra.org/wp-content/uploads/2020/09/WAN-IFRA_TIN_MediaLabs.pdf">WAN-IFRA&nbsp;</a>fest, dass über 30 von 123 Media Labs in der Zwischenzeit wieder geschlossen wurden. Einige dieser Labore existierten lediglich für das Promoten einer Innovation. Auch das BuzzFeed Open Lab war lediglich für eine bestimmte Aufgabe angelegt. Jedoch meldete sich die ehemalige Open-Lab-Chefin Amanda Hickman zu Wort, dass der Verlust der Ausbildungsmöglichkeiten durch das Lab ein herber Schlag sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weiterentwicklung notwendig</h2>



<p>Anders als Hickman, sehen viele Journalisten mit einer Skepsis und Widerstand den aktuellen Entwicklungen entgegen. Ein Grund dafür ist, dass es jahrzehntelang keinen wirtschaftlichen Veränderungsdruck gegeben hat. Besonders staatliche Medien wie die&nbsp;BBC&nbsp;entwickeln sich nur sehr schwerfällig und behalten große Teile ihrer alten Routinen bei. Damit passt der Broad Caster voll ins Bild von Plöchinger, der vielen Medienhäusern attestiert sich zwar innovativ zu nennen, aber nicht entsprechend zu handeln.</p>



<p>Neben den Medienhäusern müssen sich jedoch auch die Innovation Labs an die Erfahrungen der vergangenen Jahre anpassen. Aktuell entsteht eine neue Generation von Medien Labs, die sich auf das Knowhow der Labore der letzten 10 Jahre beruft. In einigen Phasen des Innovationsprozesses profitierten die neuen Labs von der Pionierarbeit der Vorgänger.</p>



<p>Zusätzlich machten sich Veränderungen in der Labororganisation bemerkbar. Die meisten Labore sind nun in die Unternehmensstruktur eingebettet, um eine stärkere Verbindung zur Organisation sicher zu stellen. Die Anbindung erfolgt dabei auf höchster Strategieebene oder in einem Tochterunternehmen.&nbsp;„Wir wollen das&nbsp;HH Lab keinesfalls isolieren. Im Gegenteil&nbsp;–&nbsp;bei allen Prozessen, des Lab sollte jemand aus dem Rest der Organisation also, entweder innerhalb von NOZ&nbsp;Digital oder auch aus anderen Einheiten, mit einbezogen werden,“ Sagt Joachim&nbsp;Dreykluft.</p>



<p>Durch diese Kontakte und die vielfältigen Anstrengungen der Labormitarbeiter, die sich selbst als Innovationsmotor verstehen, da sie sich für Wissenstransfers bereit erklären kommt ein neuer Austausch zu Stande. Im Vergleich zum Beginn der Inno Labs können die aktuellen Bedingungen als umfassend und transparent beschrieben werden. Sie bieten damit ideale Voraussetzungen für permanentes Lernen.</p>



<p>Durch die Adaption agiler Arbeitsweisen und dem Gestalten von Prozessketten als Sprints lassen sich mit Hilfe der Fast-Prototyping-Methode schneller testbare Prototypen entwickeln. Somit lässt sich eine abschließende Entscheidung über den weiteren Projektverlauf bereits nach wenigen Wochen treffen. Dies schont Ressourcen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Networking als Sicherheit</h2>



<p>Mit Ideen wie den Future Media Hubs, also dem Aufbau eines Medieninnovationsnetzwerks im Herzen Europas lassen sich zudem weitere Sicherheiten schaffen. Ein internationales Netzwerk aus ähnlich agierenden Medien Labs ermöglicht es den Mitgliedern Informationen auszutauschen und Verbindungen zur Start-Up-Szene aufzubauen oder zu vertiefen. Medienunternehmen tauschen zunehmend Erkenntnisse aus, aber dieser Prozess des Wissensaustauschs erfolgt eher ad hoc. Diese Lücke wollen die Future Media Hubs füllen. Die in Brüssel ansässige Initiative baut eine Plattform auf, die systematische Möglichkeiten für Innovationspartner bietet.</p>



<p>Die Future Media Hubs sind eine Gruppe von Communities, die Medienunternehmen in ganz Europa verbinden und ihnen helfen, durch den Austausch von Erkenntnissen neues Fachwissen zu erwerben. Zukünftig will Future Media Hubs sein Netzwerk auch außerhalb Europas ausbauen und im Herzen Brüssels ein Zentrum für Medieninnovation errichten. „Wir wollen die Innovation in Europa fördern und die Entwicklung&nbsp;der Medienbranche&nbsp;beschleunigen, indem wir ihre verschiedenen Akteure miteinander vernetzen“, sagt&nbsp;<a href="https://media-innovation.news/media-labs/">Sarah Geeroms</a>, Head of Future Media Hubs.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/stetiges-optimieren/">Stetiges Optimieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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		<title>Förderung von Start-Ups im digitalen Journalismus</title>
		<link>https://futurecommunication.de/foerderung-von-start-ups-im-digitalen-journalismus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2022 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Media Lab Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Pionierjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Technikjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Technische Hochschule Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pia Lexa ist seit 2016 beim Media Lab Bayern und unterstützt Start-Ups im digitalen Journalismus. Im Interview erzählt Sie mehr zu ihrer Arbeit mit den Förderprogramme von Start- Ups, Medientalenten oder Innovationsprogrammen für Medienunternehmen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/foerderung-von-start-ups-im-digitalen-journalismus/">Förderung von Start-Ups im digitalen Journalismus</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Pia-Lexa.jpg" alt="Pia Lexa, Media Lab Bayern" class="wp-image-2243" width="369" height="206" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Pia-Lexa.jpg 737w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Pia-Lexa-300x168.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Pia-Lexa-24x13.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Pia-Lexa-36x20.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/09/Pia-Lexa-48x27.jpg 48w" sizes="(max-width: 369px) 100vw, 369px" /><figcaption>Bild: Anja Christ</figcaption></figure></div>


<p><em>Pia Lexa ist seit 2016 beim <a href="https://www.media-lab.de/de/">Media Lab Bayern</a> und unterstützt Start-Ups im digitalen Journalismus. Bei ihrer Arbeit ist sie zuständig für die Konzeption und Durchführung der Förderprogramme von Start- Ups, Medientalenten oder Innovationsprogrammen für Medienunternehmen.</em></p>



<p class="has-text-align-right"><em>Ein Gastbeitrag von Anja Christ</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Bayrische Landeszentrale für neue Medien beschreibt Sie als Ideeninkubator und Early Stage Accelerator. Was dürfen wir konkret darunter verstehen?</h2>



<p>Da handelt es sich nicht um mich, sondern das Media Lab, also die Organisation, für die ich arbeite. Ideeninkubator, das heißt jeder, der eine Idee im digitalen Journalismus hat, kann zu uns kommen und wir supporten diejenigen anschließend. Die Ideen werden dann bei uns entwickelt und gebaut, wenn sich die Ideen dazu eignen, dass man sie ausgründet. Das sind zunächst mal Experimente, wir sind ein Labor sozusagen. Und wenn eine Idee sich eignet, helfen wir, diese bis zur Marktreife weiter zu begleiten. Dadurch sind wir ein Inkubator – der Begriff ist aus der Start-up Förderung – und es geht darum, dass wir in einem ganz frühen Stadium bereits zu Beginn einer Idee supporten können. Wenn man schon etwas weiter ist, also beispielsweise schon einen Prototyp hat, kann man diesen bei uns dann im Media Start-up Fellowship richtig gründen und an den Markt bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wenn ich nun so ein Ideengeber wäre und zu Ihnen kommen würde, wie würde dann Ihre Arbeit mit mir aussehen?</strong></h2>



<p>Je nachdem, in welchem Stadium die Idee ist, bieten wir verschiedene Programme an. Die Ideengeber oder, wie ich sie nenne, Innovatoren können in unterschiedlichen Formen Unterstützung bekommen. Wir haben einen Coworking-Space, was eher ein Angebot aus der Vor-Pandemiezeit ist. Mittlerweile sind alle unsere Programme remote. Gerade wenn Sie jetzt kommen und sagen, sie wollen erstmal ausprobieren und sehen, wie weit das geht oder trägt, kann man sich entweder bei uns für das R &amp; D Fellowship bewerben oder man kann in Ansbach an der Summerschool teilnehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mit welchen Ideen kommen die Inkubatoren an Sie heran?</strong></h2>



<p>Wir kümmern uns vorwiegend um News-Journalismus und zum Teil auch anderen Formen wie dem Lifestyle Journalismus. Wir haben zum einen Ideen, die eher im Bereich Mediatec verortet sind, das heißt Software für Journalist*Innen, die beim Publizieren, Recherchieren oder Erstellen von News helfen soll. Die Mediatec Start-ups machen dann Software und bedienen sich zum Beispiel von KI-Algorithmen und helfen dabei, Daten vorzusortieren, da dann von Datenjournalisten zum Beispiel genutzt werden können oder sie bauen eigene Plattformen, wo für spezielle Szenarien publiziert werden kann. Wir haben zum Beispiel gerade ein Team, das eine Plattform für Gemeindeblätter- und Nachrichten baut, also einerseits zum Publizieren und andererseits zum Ausstellen, also quasi wie ein Social Network für Kirchengänger*Innen. Außerdem haben wir Teams, die Software für Menschen, die mit Social Media arbeiten oder für Mediennutzer*Innen bauen.</p>



<p>Auf der anderen Seite stehen Content Start-ups oder auch Content-Ideen. Dabei handelt es sich um Formate oder Communitys, die es noch nicht gibt und die ins Leben geholt werden müssen. Dort sind zum Beispiel Teams wie Kopftuchmädchen als Community für islamische Frauen, dass diese innerhalb ihrer Gruppe empowered werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Inwieweit sind Media- oder Innovation Labs für jedes Unternehmen geeignet oder sollten Kooperationen angestrebt werden?</strong></h2>



<p>Das Media Lab Bayern befindet sich in einer besonderen Situation, da wir staatlich gefördert werden, das heißt, wir sind eher ein Marktkorrektiv. Gründer*Innen und Ideengeber*Innen in der Medienbranche haben es grundsätzlich nicht so leicht, also kriegen nicht so schnell ein Investment, wie beispielsweise in der Simtec. Und die Medienbranche insgesamt ist auch nicht so aufgestellt, dass sie Innovationen einfach so aus sich heraus machen kann. Ich glaube, es gibt viele Innovations-Labs bei den größeren Medien, die können sich das leisten, so ein In-House-Lab zu betreiben. </p>



<p>Ich würde mich nicht konkret darauf festlegen, ob man unbedingt ein Media-Lab braucht oder nicht, weil es auf das Unternehmen ankommt. Wenn man sich das leisten kann, ist das sicher super, es muss aber zu dem ganzen restlichen Unternehmen passen. Es hilft nichts, wenn man einen Raum ausräumt, Beam back chairs und Tischersplatte reinstellt und sagt, das ist unser Innovation-Lab und da passiert jetzt die Innovation‘, das nützt gar nichts, wenn das nicht im restlichen Haus ankommen kann. Ich glaube, das muss man von Haus zu Haus unterscheiden und von Situation zu Situation. Wir haben wie erwähnt eine ganz andere Mission, wir sind eher eine Organisation, denn eine Firma in dem Sinne.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Also ist es eher eine individuelle Lösung, je nachdem, ob es zum Unternehmen passt oder finanzierbar ist?</strong></h2>



<p>Ich glaube, es ist nicht nur eine Ressourcenfrage, es ist auch eine Frage von der Unternehmenskultur und wie Innovation an sich im Unternehmen verankert und aufgestellt ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sie waren von Anfang an bei der Gestaltung des Media-Lab Netzwerks dabei. Welche Hürden hatten Sie bei der Errichtung und wie lange hat der Aufbau gedauert?</strong></h2>



<p>On going, würde ich sagen, weil wir sind im Innovationsbereich. Wie rund und professionell kann man sich da aufstellen? Wir sind relativ schnell gewachsen, es ging auch alles superschnell, weil wir immer sehr viel gemacht haben. Wir haben immer sehr viele Programme gehabt, dadurch sind wir sehr schnell mit vielen richtig coolen Leuten in der Medienbranche in Berührung gekommen und haben immer darauf geachtet, dass wir viel kommunizieren, viel über uns erzählen und auch Reichweitenstark in <a href="https://futurecommunication.de/how-to-tiktok-mit-der-tagesschau/">Social Media</a> zum Beispiel kommunizieren. Das spielt bei uns eine ganz große Rolle.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie sieht so ein Förderprogramm oder der Prozess des Förderprogramms aus?</strong></h2>



<p>Bei uns sind wir sehr daran orientiert, in welchem Stadium sich die Idee befindet. Nehmen wir das Media Start-Up Fellowship. Das richtet sich an Gründer*Innen, die schon wissen, das kann man in den Markt bringen‘. Das startet erstmal mit drei Monaten, in denen man sich um dieses Produkt kümmern kann und in denen man eigentlich die wichtigsten Sachen macht. Man findet nämlich heraus: Wer sind meine Nutzer*Innen und was haben diese für ein Problem oder Bedürfnis. Dann kreiert man genau für dieses Problem eine Lösung. Es werden Nutzer*Innen Interviews geführt sowie Experimente mit ihnen durchgeführt, um festzustellen, wie das Produkt am Ende aussehen muss. Wir sprechen dabei von Problem Solution Fit. </p>



<p>Danach folgen wieder drei Monate, in denen wir uns um den sogenannten Product Market Fit. In diesem Zeitraum gehen die Gründer*Innen raus und untersuchen die Marktsituation, um festzustellen, wo diese später einsteigen oder sich platzieren können oder wie sie ihre späteren Nutzer*Innen erreichen können mit ihrer Lösung. Da machen wir Sachen wie Sales, Marketing und Growth Hacking, schauen uns aber auch Themen an, wie die Finanzierung, also welches Geschäftsmodell infrage kommt oder wie das Unternehmen Geld verdienen und sich selbst tragen kann. In der dritten Phase geht es vor allen Dingen um die Frage der langfristigen Finanzierung. Es wird errechnet, wie viel Personal oder welches Material benötigt wird, also welchen Investaufwand man hat, um dort möglichst schnell hinzukommen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/foerderung-von-start-ups-im-digitalen-journalismus/">Förderung von Start-Ups im digitalen Journalismus</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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		<title>So war die Re:publica 2022</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Spies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2022 10:30:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[PR & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Messe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir waren auf der Re:publica in Berlin. „Anyway the Wind blows“- die letzten Worte des berühmten Queen-Songs Bohemian Rapsody stellten das diesjährige Motto. Vor allem die Themen Nachhaltigkeit, Zukunft der Medien und der Klimawandel waren im Fokus der Festival-ähnlichen Messe. Hier ein kleiner Überblick über unsere Erlebnisse auf der Re:publica 2022.</p>
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<p><strong>Wir waren auf der <a href="publica" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Re:publica</a> in Berlin. „Anyway the Wind blows“- die letzten Worte des berühmten Queen-Songs <em>Bohemian Rapsody</em> stellten das diesjährige Motto. Vor allem die Themen Nachhaltigkeit, Zukunft der Medien und soziale Inklusion waren im Fokus der Festival-ähnlichen Messe. Hier ein kleiner Überblick über unsere Erlebnisse auf der Re:publica 2022.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nachhaltigkeit als Konzept</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright size-medium" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="200" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/DSCF8794-300x200.jpg" alt="Quelle: privat
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<p>Das Motto sagt es nicht sofort, doch Nachhaltigkeit wurde auf der Re:publica 2022 großgeschrieben. Das nachhaltige Rahmenkonzept fand rund um die Messe statt. So war beispielsweise das komplette Essensangebot fleischlos. Jede*r brachte eigene Anhänger für die Namensschilder mit. Wer sein Schlüsselband nicht dabei hatte, bekam ein übrig gebliebenes aus den Vorjahren.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2078" width="111" height="166" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-683x1024.jpg 683w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-200x300.jpg 200w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-768x1152.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-1024x1536.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-1365x2048.jpg 1365w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-1570x2355.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-1000x1500.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-16x24.jpg 16w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-24x36.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-32x48.jpg 32w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6620-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 111px) 100vw, 111px" /><figcaption>Die Re:publica fand am Ufer der Spree statt.</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das „Drum Herum“</strong></h2>



<p>Besonders an der Messe war auch die Location und alles um diese herum. So gab es einen Strand am Ufer der Spree, der an einen Pool im Fluss grenzte. Sonnendecks, Aussichtspunkte, Strandliegen und eine Strandbar brachten Urlaubs-Feeling. Das Abendprogramm mit DJs und verschiedenen Party-Möglichkeiten brachte den Berlin-Flair auf die Veranstaltung. So fühlte man sich auf der Messe auch ein bisschen wie auf einem Festival.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Unsere Highlights</strong> <strong>auf der Re:publica 2022</strong></h2>



<p>Die verschiedenen Kernthemen der Re:publica 2022 wurden in den Programmpunkten widergespiegelt. Wir haben unter anderem die folgenden verschiedenen Vorträge und Workshops besucht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Journalist*innen im Ukraine-Krieg</strong></h3>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6659-1-edited-scaled.jpg" alt="Quelle: privat
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<p>Unser erster Programmpunkt war eine Diskussion zu Journalist*innen im Ukraine-Krieg. Georg Restle, Redaktionsleiter von<a href="https://www1.wdr.de/daserste/monitor/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> MONITOR</a> moderierte die Gesprächsrunde mit Ina Ruck, ARD-Korrespondentin in Moskau und Katrin Eigendorf, Korrespondentin in der Ukraine. Außerdem war eine geflüchtete Journalistin aus der Ukraine zu Gast. Besonders die Frage, ob Journalist*innen zu nah am Geschehen in der Ukraine sind und somit ihre Berichterstattung an Seriosität verliert, debattierte die Runde. Den Begriff der „mutmaßlichen“ Kriegsverbrechen haben die Journalist*innen besonders heiß diskutiert, da die ukrainische Journalistin den Begriff der Mutmaßlichkeit unangemessen findet. Zum Abschluss der Diskussionsrunde durften die Zuschauer*innen ihre Fragen stellen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Trans*-Personen in den Medien</strong></h3>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_6677-1024x683.jpg" alt="Quelle: privat
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<p>Bei dem Live-Interview mit Tessa Ganserer und Henri Jakobs ging es um Trans*-Personen in den Medien. Die Grünen-Politikerin Ganserer sprach über ihre Erfahrungen mit dem Thema und darüber, dass Trans*-Personen in den Medien oft nur auf ihr „Trans*-Sein“ reduziert werden. Auch der aufwändige und teilweise sehr diskriminierende Weg rechtlich das Geschlecht zu ändern war Thema, wobei Ganserer besonders das Transsexuellen-Gesetz kritisierte. Die Frage, was man Trans*-Personen fragen darf und was nicht, war für Ganserer leicht zu beantworten: „einfach das, was man eine Cis-Person im Alltag auch fragen würde“.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Erneuerbare Energien als Friedens Energien</strong></h3>



<p>Im Live-Interview mit dem Titel „The Wind blows anyway: Erneuerbare Energien als Friedensenergien“ spricht Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am <a href="https://www.diw.de/deutsch" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung</a> (DIW), über die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen und Risiken der Energiewende. Laut ihr gibt es eine noch nie dagewesene Energiekriese, und niemand spricht darüber. Doch diese sei nicht überraschend gekommen. Viele Wissenschaftler*innen sagen diese seit vielen Jahren voraus, so auch Kemfert. „I told you so since 25 years“, unterstreicht sie diese Aussage. Sie sagt außerdem, Wind- und Solarenergie seien die Schlüssel für die Energiewende. Die Lobby sei Kemfert zufolge eine der größten Behinderung der Energiewende und somit auch der Rettung des Klimawandels.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Bundeskanzler auf der Re:publica</strong> <strong>2022</strong></h3>



<p>Das Highlight des zweiten Tages auf der Re:publica war die Rede und das nachfolgende Interview des Bundeskanzlers Olaf Scholz. Das Thema war die Digitalpolitik in der Zeitenwende. So sprach Scholz darüber, wie Deutschlands Digitalpolitik ausgebaut werden kann. Beispielsweise soll die Politik die digitale Souveränität Deutschlands stärken und die Infrastruktur ausbauen. Außerdem müsse die Verwaltung digitalisiert werden. Des Weiteren spricht er darüber, dass die Gleichberechtigung und die Inklusion sowohl im Netz als auch generell gestärkt werden müssen und werden. Im anschließenden Gespräch mit Linda Zervakis hakte sie kritisch nach, wie diese Dinge umgesetzt werden können.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-1024x683.jpg" alt="Quelle: Privat" class="wp-image-2076" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-1024x683.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-300x200.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-768x512.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-1536x1024.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-2048x1365.jpg 2048w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-1570x1047.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-1000x667.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-24x16.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-36x24.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/IMG_7003-1-48x32.jpg 48w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Bundeskanzler Olaf Scholz auf der Re:publica.</figcaption></figure></div><p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/so-war-die-republica-2022/">So war die Re:publica 2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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		<title>Autismus: Kommunikationstherapie mit Robotern</title>
		<link>https://futurecommunication.de/autismus-kommunikationstherapie-mit-robotern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergey Kravchenko]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2022 13:55:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internet & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Autismus]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
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		<category><![CDATA[Humanoid]]></category>
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		<category><![CDATA[Technikjournalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Autismus ist eine schwerwiegende Entwicklungsstörung, welche die sozialen sowie kommunikativen Fähigkeiten der Betroffenen von Geburt an beeinträchtigen kann. Ein Forschungsprojekt packt mit einem Roboter namens Pepper einen neuen Ansatz in der Therapie für Kinder an. „Hallo, mein Name ist Pepper!“ Autistische Kinder benötigen besondere Unterstützung, um die mit der Einschränkung einhergehenden alltäglichen Herausforderungen möglichst unbeschwert [&#8230;]</p>
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<p>Autismus ist eine schwerwiegende Entwicklungsstörung, welche die sozialen sowie kommunikativen Fähigkeiten der Betroffenen von Geburt an beeinträchtigen kann. Ein Forschungsprojekt packt mit einem Roboter namens Pepper einen neuen Ansatz in der Therapie für Kinder an.</p>



<span id="more-2043"></span>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>„Hallo, mein Name ist Pepper!“</strong></h2>



<p>Autistische Kinder benötigen besondere Unterstützung, um die mit der Einschränkung einhergehenden alltäglichen Herausforderungen möglichst unbeschwert bewältigen zu können. Bislang liegt es an den Therapeut*innen, spielerisch die Entwicklung der Betroffenen zu begleiten und auszubauen. Im Rahmen der „Langen Nacht der Wissenschaften 2022“ stellte Thomas Heid, Senior Consultant bei dem Softwareentwicklungsunternehmen Astrum IT, den Roboter „Pepper“ vor. Ein freundlich dreinblickendes „Menschlein“ in Größe eines Grundschulkindes. Er spricht; er tanzt; er lässt Musik erklingen. Ein überdimensioniertes Spielzeug oder steckt da mehr dahinter?&nbsp;</p>



<p>Pepper ist in der Lage, ähnlich wie ein Sprachassistent à la Siri oder Alexa, einen Dialog mit seinem Gegenüber aufzubauen und sucht dabei mit seinen Cartoon-artigen Augen stets Blickkontakt. Auf Befehl spielt er Saxofon, lädt das Kind zum Tanzen ein oder amüsiert es mit einer Erzählung. Ein auf der Brust integriertes Tablet ermöglicht weitere Spielereien rund um die Verbesserung der sozialen Fähigkeiten des Patienten. So besteht zum Beispiel ein Mini-Game für den Nutzer daraus, diverse Mimik-Darstellungen oder Stimmlagen zu unterscheiden und so deren Bedeutung einfacher zu lernen. Schaut das Mädchen traurig auf dem Bild? Klingt der Mann glücklich?&nbsp;</p>



<p>Was Pepper aber wirklich besonders macht, ist die individuelle Wiedererkennung des Kindes. Der Roboter merkt sich das persönliche Gesicht, welches als eigenes Profil festgehalten wird. Mit Hilfe eines Gesichtserkennungsalgorythmus liest und versteht der kleine Humanoid die Emotionen seines Gegenübers, wodurch er auf die einzelnen Gefühlslagen des Kindes reagieren kann.&nbsp;</p>



<p>Soetwas gehört auch zum Ablauf der Sitzungen bei menschlichen Therapeut*innen. Doch das Projekt ERIK (Entwicklung einer Roboterplattform zur Unterstützung neuer Interaktionsstrategien bei Kindern mit eingeschränkten sozio-emotionalen Fähigkeiten) soll eine wichtige Trennung liefern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der persönlicher Baymax in der Therapie</strong></h2>



<p>„Es ist wirklich diese Abstufung, dass ich dem Kind etwas nicht so menschliches vorsetze und es sich leichter tut, damit zu interagieren“, erläutert Heid. „Genau mit dem Augenkontakt zum Therapeuten gibt es Schwierigkeiten. Da richtig zu reagieren, macht es viel nervöser.“ Pepper soll durch sein spielzeugartiges Erscheinen auf Augenhöhe dem Kind erleichtern, sich auf die Therapie einzulassen. „Das Kind bemerkt eben nicht direkt,&nbsp;dass da sich ein Mensch dahinter versteckt, und tut sich leichter, eine Verbindung aufzubauen“, erklärt der Senior Consultant.</p>



<figure class="wp-block-image size-large" datatext=""><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/Pepper-LNDW2022-ERIK-Kravchenko-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2044" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/Pepper-LNDW2022-ERIK-Kravchenko-1024x768.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/Pepper-LNDW2022-ERIK-Kravchenko-300x225.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/Pepper-LNDW2022-ERIK-Kravchenko-768x576.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/Pepper-LNDW2022-ERIK-Kravchenko-1536x1152.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/Pepper-LNDW2022-ERIK-Kravchenko-2048x1536.jpg 2048w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/Pepper-LNDW2022-ERIK-Kravchenko-1570x1178.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/Pepper-LNDW2022-ERIK-Kravchenko-1000x750.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/Pepper-LNDW2022-ERIK-Kravchenko-24x18.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/Pepper-LNDW2022-ERIK-Kravchenko-36x27.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/06/Pepper-LNDW2022-ERIK-Kravchenko-48x36.jpg 48w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Pepper auf der Langen Nacht der Wissenschaften in der Eingangshalle von „Astrum IT“ (Foto: Kravchenko)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>In Zukunft vielleicht Dr. Pepper?&nbsp;</strong></h2>



<p>Ist damit der Roboter als Ablösung für menschliche Therapeut*innen gedacht? Keineswegs. Es ist eine Erweiterung zu den bisherigen Methoden in der Behandlung autistischer Kinder. Stets anwesende fachkundige Betreuer ist dabei vorgesehen, um unterstützen sowie eingreifen zu können. Schließlich ist das Ziel, dass das Projekt dem Betroffenen hilft, mit anderen Menschen umzugehen. Da dürfen diese selbstverständlich nicht fehlen.</p>



<p>Das Projekt ERIK befindet sich noch in der Prototyp-Phase, durfte aber bereits erste Testläufe durchführen. Ein paar Jahre braucht die Software laut Heid noch zur Optimierung, bis er mit ausgebildeten Therapeut*innen dann serienmäßig vielen Kindern eine helfende Hand sein kann.</p>
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		<title>QR-Codes: War Corona die Wiedergeburt?</title>
		<link>https://futurecommunication.de/qr-codes-war-corona-die-wiedergeburt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergey Kravchenko]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2022 13:05:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[QR-Code]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphones]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einem einfachen Scan per Smartphone ermöglicht er schnelle Anmeldungen, Überprüfungen und Zahlungen. Seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie genießt der QR-Code erhöhte Verbreitung sowie Nutzung. Aber ist es ein situationsbedingter Trend-Boom oder doch langanhaltender Standard? Die Wiedergeburt der Quadrate Der QR-Code als zweidimensionaler Datensatz erlebte mit der Möglichkeit, den Impfstatus kontaktlos über das eigene mobile [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit einem einfachen Scan per Smartphone ermöglicht er schnelle Anmeldungen, Überprüfungen und Zahlungen. Seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie genießt der QR-Code erhöhte Verbreitung sowie Nutzung. Aber ist es ein situationsbedingter Trend-Boom oder doch langanhaltender Standard?</p>



<span id="more-1834"></span>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Wiedergeburt der Quadrate</strong></h2>



<p>Der QR-Code als zweidimensionaler Datensatz erlebte mit der Möglichkeit, den Impfstatus kontaktlos über das eigene mobile Endgerät zu kontrollieren, ein gewaltiges Comeback. Dabei haben die schwarzweißen Quadrate schon einige Jahre auf dem Buckel. Als 2007 die ersten QR-Codes in Deutschland erschienen, war deren einziger Zweck die Verlinkung auf eine Webseite. Große Popularität genossen sie nicht. Teils wussten die Deutschen mit dem neuartigen Code nichts anzufangen. Die damaligen Scan-Applikationen für das Smartphone funktionierten meist unzuverlässig. Von einem bequemeren, schnelleren Zugriff war nicht die Rede. So unscheinbar wie QR-Codes kamen, verschwanden sie 2012 von den deutschen Straßen aufgrund des fehlenden Mehrzwecks. Mit dem Corona-Ausbruch 2019 wendete sich das Blatt. Kontaktvermeidung war oberstes Gebot. Der klassische Impfausweis erwies sich also als unvorteilhaft. Aber wieso ausgerechnet QR? Gibt es keine Alternativen?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>QR-Code. Was sonst?</strong></h2>



<p>Es stellt sich die Frage, wieso die Entscheidung auf die Quadrate fiel. Wieso erleben ausgerechnet sie solch einen Boom? Wäre der Barcode auf der Milchtüte nicht auch gegangen? Man scannt ihn doch auch ein und ruft in kurzer Zeit die Daten ab.</p>



<p>Der handelsübliche Barcode ist schier zu simpel. Der eindimensionale Code verfügt über eine zu geringe Informationsdichte sowie erhöhte Anfälligkeit für Fehler durch Beschädigung. Sobald sich die Dicke eines Striches ändert, werden auch die kodierten Informationen verfälscht. Der QR-Code, sein zweidimensionaler Bruder, wurde seit seinem frühzeitigen Verschwinden weitergedacht. So steigen beispielsweise immer mehr Gastronomien auf digitale Speisekarten um. Mittlerweile ist der Scan über die auf den meisten Smartphones vorinstallierte Kamera-App zuverlässig möglich. Bezahlen und Verwalten des Geldes ist durch die hauseigenen Dienste vieler Banken oder andere Dienstleister wie PayPal Teil dieses Prozesses geworden. Zudem bietet der QR-Code genug Kapazität, um selbst ganze Videos zu speichern. Doch es gibt auch alternative Möglichkeiten zur kontaktlosen Datenübertragung, ohne auf die Smartphone-Kamera angewiesen zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Geht es auch anders?</strong></h2>



<p>Als eine Möglichkeit zur kontaktlosen Datenübertragung erscheinen die Beacons. Dabei handelt es sich um Bluetooth-Sender, welche eine Verbindung mit  mobilen Endgeräten in ihrer Nähe herstellen können. Gerne genutzt wird diese Methode in Museen, um die Besucher, ähnlich wie bei einem Audio-Guide, durch die Ausführung zu führen. Am jeweils ausgestellten Objekt erscheinen auf dem Display des eigenen Smartphones die dazugehörigen Informationen. </p>



<p>Ein Impfnachweis wäre auf diesem Weg also möglich, stößt aber auf zwei schwerwiegende Probleme. Da es sich um Hardware handelt, wäre der strukturelle sowie finanzielle Aufwand, alle Institutionen und Gemeinschaften zeitnah auszurüsten und einzuweisen, zu enorm. Der härterer Stolperstein ist der Datenschutz, was die Umsetzung deutlich erschwert. Beim Einsatz der Beacons wird keine verschlüsselte, geschlossene Verbindung zwischen den einzelnen Sendern und Empfängern aufgebaut. Die eigenen sensiblen Daten wären also bei Kontrolle öffentlich abrufbar, somit also für jede:n einzusehen. Ein individueller Code als ein Verifikationsmechanismus, der vom Empfänger mit Hilfe einer App direkt gelesen werden muss, erscheint somit als eine sinnvolle Lösung. </p>



<p>Der QR-Code bleibt bisher in der Kombination aus hoher Informationsdichte und Einfachheit konkurrenzlos. Doch genügt es für eine langanhaltende Rückkehr des QR-Codes?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vorübergehender Boost?</strong></h2>



<p>Der Studie „<a href="http://www.ivanti.de/lp/security/reports/qr-code-survey-report" target="_blank" rel="noreferrer noopener">QRurb Your Enthusiasm 2021</a>“ des Software-Unternehmens „Ivanti“ zufolge stieg die Nutzung des Codes zum Bezahlen im Vergleich zum Vorjahr 2020 um 12 Prozent und deckte knapp die Hälfte der Deutschen ab (48%). Das zeigt, dass sich der QR-Code neben dem Impfnachweis in den Alltag immer mehr Menschen integriert hat. Was 2007 noch reinen Werbezweck erfüllte, entwickelte sich durch die Notwendigkeit der Covid-19-Eindämmung zu einem standardisierten Werkzeug zur Erleichterung täglicher Aufgaben. Entscheidend für den Erfolg war die Simplizität von Design als auch Funktionsweise sowie Zugänglichkeit. Während alternative Methoden darauf zugeschnittene Gebrauchsgeräte oder etwas Zaster in der Tasche verlangen, ist jedes Smartphone, unabhängig von Ausstattung oder Anschaffungskosten, fähig, den Code zu nutzen. Auch wenn die Impfnachweispflicht derzeit Stück für Stück abgesetzt wird, wird der quadratische Datensatz uns weiterhin alltäglich unterstützen. </p>



<p>Abschließend lautet die Antwort: ja. Der QR-Code hat sich durch seinen Mehrzweck durch Corona etabliert und strahlt in seiner Bestform. Er ist somit kein Phantom auf einem Werbeplakat mehr, sondern ist in den Köpfen der Menschen angekommen. Es bleibt noch abzuwarten, welche Entwicklung auf die Quadrate zukommt und zu was sie uns noch so befähigt.</p>




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