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Muss sich das Radio in Zukunft ändern?

Leon Messerschmidt ist Volontär bei HITRADIO RT1 Nordschwaben und zuständig für Beiträge in der Redaktion von RT1. Wir haben Stift und Papier gezogen und nachgefragt, wie es für ihn um das Radio heute und in Zukunft steht. 

Radio ist eines der ältesten Medienarten, wie meinst Du, wird das in zehn Jahren aussehen? 

Messerschmidt: Ich denke nicht, dass sich viel am Radio verändern wird, und das hat es sich die letzten Jahre auch nicht. Das kann man auch gut verfolgen. Jedoch wird das Angebot deutlich breiter sein und wahrscheinlich werden eigene Podcasts auch im Programm Platz finden. Außerdem wird es wohl mehr DAB geben, also ein digitaler Übertragungsstandard für terrestrischen Empfang von Digitalradio. Aber im Großen und Ganzen werden weiterhin dieselben Formate bestehen bleiben.  

Leon Messerschmidt – Foto: HITRADIO RT1

Habt ihr Statistiken, wann, von wem und wo ihr gehört werdet? 

Messerschmidt: Nicht direkt von uns. Einmal im Jahr läuft für mehrere Monate die Funkanalyse Bayern (FAB)! Das ist die Umfrage, bei der, leider im alten Stil, Menschen auf ihrer Festnetznummer angerufen und befragt werden. Das Läuft dann in etwa so ab: „Guten Morgen, welchen Radiosender haben sie denn heute beim Aufstehen gehört“, „was gefällt ihnen daran“, „wo hören Sie Radio“ etc. und nach ein paar Monaten gibt es dann einen Überblick: Wie viele Zuhörer wir haben, wie alt diese sind, solche Sachen eben. Aber eine aussagekräftige Statistik, die man einsehen kann, haben wir leider nicht zur Verfügung. Wäre sehr interessant für uns.  

Radio in der digitalen Welt

Wie sehr siehst du die Konkurrenz in Medienplattformen wie Spotify oder Apple Music? 

Messerschmidt: Ich sehe da überhaupt keine Konkurrenz, weil Streaming-Dienste niemals an die Serviceleistungen der lokalen Radiosender rankommen werden. Sprich Verkehr, Wetter, Lokalnachrichten, ist gar unmöglich, dass diese in der gleichen Zeit wie wir diese Aktualität liefern können. Es gibt zwar gewisse „Podcasts“, die es versuchen, aber das ist dann nie lokal, sondern wenn überhaupt dann überregional, sprich meist für komplett Schwaben oder Bayern.

Ja ich weiß, Spotify bietet zum Beispiel diesen Daily Drive an, aber der bespricht ja auch nur das was sonst in der Tagesschau läuft. Was ich aber wissen will, wenn ich Radio höre, ist, wie ist das Wetter in den nächsten Stunden, was ist lokal gerade wichtig, wo bei mir auf der B16 steht der Blitzer und nicht, wie die neueste Single von Ed Sheeran ist. 

Denkst du, dass das Radio sich verändern, bzw. neu aufstellen muss? Wenn ja, wie beispielsweise und warum? 

Messerschmidt: Auf jeden Fall werden wir und das Radio sich generell anpassen müssen und die “neue” Technik in sich aufnehmen, bzw. sie nutzen müssen, vor allem was den Internetauftritt angeht. Viele beziehen ihre Nachrichten und Informationen von Facebook, Instagram und Co. Da muss man schneller als die Konkurrenz werden und mit einer hohen Qualität überzeugen!   

Wie stehst du zur Konkurrenz Digital-Radio? 

Messerschmidt: Gut! Ich glaube seit 2021 muss jedes Auto mit DAB ausgestattet sein. Wir selbst haben einige digitale Angebote und die werden tatsächlich sehr oft gehört. Mir ist es selbst schon passiert, ich war im Urlaub in Griechenland und wollte aber wissen was bei uns Augsburg los war und mit Hilfe des Internets war das auch kein Problem. Früher brauchte man dafür noch einen Weltempfänger. Also ja, ich bin dem sehr aufgeschlossen, da ich denke, dass es unsere Reichweite in Zukunft vergrößern kann, und vielleicht werden wir auch mehr von Augsburgern gehört, die nicht mehr im Umkreis leben. 

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Luis Hertl

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