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	<title>Fünf Fragen an... Archive - Future Communication</title>
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	<description>Zukunft der Technikkommunikation</description>
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	<title>Fünf Fragen an... Archive - Future Communication</title>
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		<title>Von Zukunftsspuren und Wild Cards: Fünf Fragen an den Zukunftsforscher Bernd Flessner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Frey]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 10:32:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fünf Fragen an...]]></category>
		<category><![CDATA[PR & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[3D-Drucker]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Flessner]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunftsforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bernd Flessner ist Zukunftsforscher am Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ZiWiS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im Interview spricht er über die Funktionsweise und Bedeutung seiner Forschungsdisziplin und darüber, welche Entwicklungsmöglichkeiten er für die Zukunft der Medien sieht. Was machen Sie in ihrer Arbeit als Zukunftsforscher? Wie erforscht man etwas, das noch gar nicht passiert ist? Flessner: [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/von-zukunftsspuren-und-wild-cards-fuenf-fragen-an-den-zukunftsforscher-bernd-flessner/">Von Zukunftsspuren und Wild Cards: Fünf Fragen an den Zukunftsforscher Bernd Flessner</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Bernd Flessner ist Zukunftsforscher am <a href="https://www.ziwis.fau.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ZiWiS)</a> der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im Interview spricht er über die Funktionsweise und Bedeutung seiner Forschungsdisziplin und darüber, welche Entwicklungsmöglichkeiten er für die Zukunft der Medien sieht.</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized" datatext=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/02/Bernd-Flessner.jpg" alt="Bernd Flessner ist Zukunftsforscher am Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schluesselqualifikationen (ZiWiS) der FAU Erlangen-Nuernberg. (Foto: Kurt Fuchs)" class="wp-image-1725" width="291" height="437" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/02/Bernd-Flessner.jpg 200w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/02/Bernd-Flessner-16x24.jpg 16w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/02/Bernd-Flessner-24x36.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2022/02/Bernd-Flessner-32x48.jpg 32w" sizes="(max-width: 291px) 100vw, 291px" /><figcaption>Bernd Flessner ist Zukunftsforscher am Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ZiWiS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. (Foto: Kurt Fuchs)</figcaption></figure></div>


<p><em>Was machen Sie in ihrer Arbeit als Zukunftsforscher? Wie erforscht man etwas, das noch gar nicht passiert ist?</em></p>



<p><strong>Flessner:</strong> In der Zukunftsforschung gibt es über 50 Methoden, deren Ausführung den zeitlichen Rahmen dieses Interviews sprengen würde. Ein Beispiel ist die Suche nach Portents, also nach Zukunftsspuren, die in der Gegenwart und Vergangenheit verborgen sind. Wichtig sind auch Szenario- und Delphi-Studien.</p>



<p>Die seriöse Zukunftsforschung sagt aber keine eine Zukunft voraus, die sicher eintreten wird, sondern beschäftigt sich mit verschiedenen möglichen Zukünften. Die Zukunft ist ja nicht determiniert, sondern veränderbar und basiert auf Zufällen. In anderen Wissenschaften wie der Wirtschaftswissenschaft wird zwar manchmal versucht, zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren. Aber eine zuverlässige Vorhersage ist nie möglich, da es immer komplette Wild Cards, also unvorhersehbare Ereignisse, wie zum Beispiel eine Pandemie, geben kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="nachdenken-uber-wunschenswerte-zukunfte">Nachdenken über wünschenswerte Zukünfte</h2>



<p><em>Warum ist es wichtig, die Zukunft zu erforschen?</em></p>



<p><strong>Flessner:</strong> Wir leben in einem postempirischen Zeitalter. Früher konnte man zum Beispiel, wenn man eine Kirche gebaut hat, einfach ausprobieren, ob ein bestimmter Pfeiler stark genug war, um das Gebäude zu tragen. Wenn der Pfeiler zu dünn war, ist die Kirche eingestürzt. Dann gab es vielleicht ein paar Tote, aber mehr ist nicht passiert und beim nächsten Mal hat man einen dickeren Pfeiler verwendet. Mit der Technologie, die wir heute haben, ist das ganz anders. Die Technik, mit der wir heute hantieren, ist viel zu gefährlich, um einfach auszuprobieren, was passiert. Man denke da zum Beispiel an die Atomkraft. Deswegen müssen wir Technikfolgenabschätzung betreiben sowie darüber nachdenken, welche Zukünfte innerhalb des Möglichkeits- und Machbarkeitsraumes sind und welche von ihnen wir als wünschenswert erachten.</p>



<p><em>Wie wird man Zukunftsforscher?</em></p>



<p><strong>Flessner:</strong> Inzwischen ist Zukunftsforschung ein eigenes Studienfach, zum Beispiel gibt es einen Master an der FU Berlin. Das ist aber eine relativ neue Entwicklung. Die meisten Zukunftsforscher kommen aktuell aus verschiedenen Bereichen, aus Natur- oder Geisteswissenschaften und haben angefangen zur Zukunft zu forschen. Ich habe zum Beispiel Medienwissenschaften studiert und mich seitdem mit Zukunftsforschung beschäftigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="kleidung-aus-dem-3d-drucker">Kleidung aus dem 3D-Drucker</h2>



<p><em>Ihr Forschungsschwerpunkt ist ja auch die Zukunft der Medien. Was sagen Sie für die Medien voraus?</em></p>



<p><strong>Flessner:</strong> Ich denke, dass die Fragmentierung der Medien weiter voranschreiten wird, also dass wir alle noch viel stärker als jetzt schon in unseren eigenen Blasen leben werden. Außerdem werden die Medien weiter konvergieren. Auch das merken wir bereits: Auf dem Smartphone können wir Zeitung lesen, Videos ansehen und auch telefonieren. Dafür gab es früher verschiedene Geräte und Medien, jetzt ist alles in einem vereint. In Zukunft wird alles zum Medium. Das Auto wird zum Smartphone und das Smartphone zum Auto. Und wenn alles ein Medium ist, gibt es keine Medien mehr. Dann befinden wir uns in einem postmedialen Zeitalter.</p>



<p>Weitere Entwicklungsmöglichkeiten sehe ich beim sogenannten Fabbing, einem Fertigungsverfahren, das additive und subtraktive Verfahren vereint, also zum Beispiel 3D-Druck, Fräsen, Schneiden und Drehen. Schon heute stellen beispielsweise Flugzeughersteller damit verschiedene Ersatzteile nach Bedarf am benötigten Ort her, anstatt sie um die halbe Welt zu schicken.</p>



<p>Auch für Kleidung eignet sich das Verfahren sehr gut. Es könnte in Zukunft sein, dass wir morgens nicht mehr zum Kleiderschrank gehen, sondern zum hauseigenen 3D-Drucker und uns dann aussuchen, was wir an dem Tag tragen möchten. Und das drucken wir dann aus. Abends wird das Kleidungsstück wieder aufgelöst und das Material kann am nächsten Tag dann wieder verwendet werden. Der Druck läuft dann mit verschiedenen Vorlagen, also wenn ich zum Beispiel eine coole Brille haben möchte, kaufe ich mir das Muster für 80 Cent im Internet und drucke sie dann aus. Und an der Stelle sind wir auch wieder bei einem medialen Aspekt und einem Geschäftsmodell. Ich kann mir vorstellen, dass das schnell umgesetzt werden wird. Denn das wird es oft, wenn ein naheliegendes Geschäftsmodell hinter einer neuen Technik liegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="mehr-gesellschaftliche-kontrolle-uber-soziale-netzwerke">Mehr gesellschaftliche Kontrolle über soziale Netzwerke</h2>



<p><em>Was wünschen Sie sich persönlich für die Zukunft? Wie würden sie die Zukunft gestalten, wenn sie die Fähigkeit dazu hätten?</em></p>



<p><strong>Flessner:</strong> Ich würde die Zukunft auf jeden Fall ökologischer gestalten. Zwar vielleicht nicht ganz fleischlos, aber veganer. Außerdem würde ich die Dichotomie zwischen Arm und Reich auflösen, sodass es keine Milliardäre mehr gibt, höchstens vielleicht noch ein paar Millionäre.</p>



<p>Was die Zukunft der Medien angeht, möchte ich das Internet und die Tatsache, dass ich es mit dem Smartphone immer in der Tasche habe, nicht mehr missen. Ich genieße die Möglichkeiten, die es bietet, sehr, zum Beispiel von unterwegs aus Videos schauen zu können. Darüber hinaus empfinde ich es als wünschenswert, dass keine weitere Vermainstreamung der Medien mehr stattfindet und dass soziale Netzwerke, die ja sehr wichtig für den gesellschaftlichen Diskurs sind, nicht mehr nur von einer oder wenigen Personen abhängen, sondern einer gesellschaftlichen Kontrolle unterliegen.</p>
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		<title>Muss sich das Radio in Zukunft ändern?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luis Hertl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2021 14:27:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fünf Fragen an...]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leon Messerschmidt ist Volontär bei&#160;HITRADIO RT1 Nordschwaben und zuständig für Beiträge in der Redaktion von RT1. Wir haben Stift und Papier gezogen und nachgefragt, wie es für ihn um das Radio heute und in Zukunft steht.&#160; Radio ist eines der ältesten Medienarten, wie meinst Du, wird das in zehn Jahren aussehen?&#160; Messerschmidt:&#160;Ich denke nicht, dass [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/muss-sich-das-radio-in-zukunft-aendern/">Muss sich das Radio in Zukunft ändern?</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-left has-medium-font-size"><strong>Leon Messerschmidt ist Volontär bei&nbsp;HITRADIO RT1 Nordschwaben und zuständig für Beiträge in der Redaktion von RT1. Wir haben Stift und Papier gezogen und nachgefragt, wie es für ihn um das Radio heute und in Zukunft steht.</strong>&nbsp;</p>



<span id="more-1570"></span>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto" datatext=""><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2.jpg" alt="" class="wp-image-1573 size-full" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-large-font-size"><em>Radio ist eines der ältesten Medienarten, wie meinst Du, wird das in zehn Jahren aussehen?</em>&nbsp;</p>
</div></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile" datatext=""><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/WhatsApp-Image-2021-12-09-at-17.38.39-edited-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-1612 size-full" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/WhatsApp-Image-2021-12-09-at-17.38.39-edited-1024x1024.jpeg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/WhatsApp-Image-2021-12-09-at-17.38.39-edited-300x300.jpeg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/WhatsApp-Image-2021-12-09-at-17.38.39-edited-150x150.jpeg 150w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/WhatsApp-Image-2021-12-09-at-17.38.39-edited-768x768.jpeg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/WhatsApp-Image-2021-12-09-at-17.38.39-edited-1000x1000.jpeg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/WhatsApp-Image-2021-12-09-at-17.38.39-edited-24x24.jpeg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/WhatsApp-Image-2021-12-09-at-17.38.39-edited-36x36.jpeg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/WhatsApp-Image-2021-12-09-at-17.38.39-edited-48x48.jpeg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/WhatsApp-Image-2021-12-09-at-17.38.39-edited-120x120.jpeg 120w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/WhatsApp-Image-2021-12-09-at-17.38.39-edited.jpeg 1066w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><strong>Messerschmidt:</strong>&nbsp;Ich denke nicht, dass sich viel am Radio verändern wird, und das hat es sich die letzten Jahre auch nicht. Das kann man auch gut verfolgen. Jedoch wird das Angebot deutlich breiter sein und wahrscheinlich werden eigene Podcasts auch im Programm Platz finden. Außerdem wird es wohl mehr DAB geben, also ein digitaler Übertragungsstandard für terrestrischen Empfang von Digitalradio. Aber im Großen und Ganzen werden weiterhin dieselben Formate bestehen bleiben.&nbsp;&nbsp; </p>
</div></div>



<p class="has-text-align-right"><em>Leon Messerschmidt &#8211; Foto: HITRADIO RT1 </em></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto" datatext=""><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2.jpg" alt="" class="wp-image-1573 size-full" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-large-font-size"><em>Habt ihr Statistiken, wann, von wem und wo ihr gehört werdet?</em>&nbsp; </p>
</div></div>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Messerschmidt:</strong>&nbsp;Nicht direkt von uns. Einmal im Jahr läuft für mehrere Monate die Funkanalyse Bayern (FAB)! Das ist die Umfrage, bei der, leider im alten Stil, Menschen auf ihrer Festnetznummer angerufen und befragt werden. Das Läuft dann in etwa so ab: „Guten Morgen, welchen Radiosender haben sie denn heute beim Aufstehen gehört“, „was gefällt ihnen daran“,  „wo hören Sie Radio“ etc. und nach ein paar Monaten gibt es dann einen Überblick: Wie viele Zuhörer wir haben, wie alt diese sind, solche Sachen eben. Aber eine aussagekräftige Statistik, die man einsehen kann, haben wir leider nicht zur Verfügung. Wäre sehr interessant für uns.&nbsp;&nbsp;</p>



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<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<h2 class="wp-block-heading">Radio in der digitalen Welt</h2>
</div></div>
</div>
</div>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto" datatext=""><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2.jpg" alt="" class="wp-image-1573 size-full" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-large-font-size"><em>Wie sehr siehst du die Konkurrenz in Medienplattformen wie Spotify oder Apple Music?</em>&nbsp; </p>
</div></div>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Messerschmidt:</strong>&nbsp;Ich sehe da überhaupt keine Konkurrenz, weil Streaming-Dienste niemals an die Serviceleistungen der lokalen Radiosender rankommen werden. Sprich Verkehr, Wetter, Lokalnachrichten, ist gar unmöglich, dass diese in der gleichen Zeit wie wir diese Aktualität liefern können. Es gibt zwar gewisse „Podcasts“, die es versuchen, aber das ist dann nie lokal, sondern wenn überhaupt dann überregional, sprich meist für komplett Schwaben oder Bayern. </p>



<p class="has-medium-font-size">Ja ich weiß, Spotify bietet zum Beispiel diesen Daily Drive an, aber der bespricht ja auch nur das was sonst in der Tagesschau läuft. Was ich aber wissen will, wenn ich Radio höre, ist, wie ist das Wetter in den nächsten Stunden, was ist lokal gerade wichtig, wo bei mir auf der B16 steht der Blitzer und nicht, wie die neueste Single von Ed Sheeran ist.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto" datatext=""><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2.jpg" alt="" class="wp-image-1573 size-full" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-large-font-size"><em></em><em>Denkst du, dass das Radio sich verändern, bzw. neu aufstellen muss? Wenn ja, wie beispielsweise und warum?</em>&nbsp; </p>
</div></div>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Messerschmidt:</strong>&nbsp;Auf jeden Fall werden wir und das Radio sich generell anpassen müssen und die “neue” Technik in sich aufnehmen, bzw. sie nutzen müssen, vor allem was den Internetauftritt angeht. Viele beziehen ihre Nachrichten und Informationen von Facebook, Instagram und Co. Da muss man schneller als die Konkurrenz werden und mit einer hohen Qualität überzeugen!&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto" datatext=""><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2.jpg" alt="" class="wp-image-1573 size-full" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/12/FiveFor_category_icon-2-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-large-font-size"><em>Wie stehst du zur Konkurrenz Digital-Radio?</em>&nbsp;</p>
</div></div>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Messerschmidt:</strong>&nbsp;Gut! Ich glaube seit 2021 muss jedes Auto mit DAB ausgestattet sein. Wir selbst haben einige digitale Angebote und die werden tatsächlich sehr oft gehört. Mir ist es selbst schon passiert, ich war im Urlaub in Griechenland und wollte aber wissen was bei uns Augsburg los war und mit Hilfe des Internets war das auch kein Problem. Früher brauchte man dafür noch einen Weltempfänger. Also ja, ich bin dem sehr aufgeschlossen, da ich denke, dass es unsere Reichweite in Zukunft vergrößern kann, und vielleicht werden wir auch mehr von Augsburgern gehört, die nicht mehr im Umkreis leben.&nbsp;</p>
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		<title>Was &#8222;Anderes&#8220; mit Medien &#8211; Wie man als Gewohnheitstier durchstartet</title>
		<link>https://futurecommunication.de/was-anderes-mit-medien-fiene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Volker Banholzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2020 06:37:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fünf Fragen an...]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[DLF]]></category>
		<category><![CDATA[Fiene]]></category>
		<category><![CDATA[Medienjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wasmitmedien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beschluss ist gefasst, es geht weiter mit &#8222;Was mit Medien&#8220; auch ohne den gewohnten Donnerstagssendeplatz im Programm des Deutschlandfunks. Aber wie Daniel Fiene sagt, es ist ein Prozess, der offen ist. Zu den Gedanken und Überlegungen, die ein Gewohnheitstier &#8222;Journalist&#8220; sich jetzt machen muss &#8211; einer der Macher, Daniel Fiene. Wie fühlt es sich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/was-anderes-mit-medien-fiene/">Was &#8222;Anderes&#8220; mit Medien &#8211; Wie man als Gewohnheitstier durchstartet</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><span class="has-inline-color has-black-color"><strong>Der <a href="https://futurecommunication.de/eine-neue-etappe-auf-dem-weg-von-wasmitmedien/">Beschluss</a> ist gefasst, es geht weiter mit &#8222;Was mit Medien&#8220; auch ohne den gewohnten Donnerstagssendeplatz im Programm des Deutschlandfunks. Aber wie Daniel Fiene sagt, es ist ein Prozess, der offen ist. Zu den Gedanken und Überlegungen, die ein Gewohnheitstier &#8222;Journalist&#8220; sich jetzt machen muss &#8211; einer der Macher, Daniel Fiene.</strong></span></p>



<span id="more-420"></span>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg" alt="" class="wp-image-184" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><em>Wie fühlt es sich an, wenn man als Medienjournalist selbst zum Gegenstand des Medienjournalismus wird?</em></p>
</div></div>



<p><strong>Daniel Fiene:</strong> Journalisten sind Gewohnheitstiere. Es ist immer komisch, wenn ich als Journalist nicht die Fragen stelle, sondern sie beantworten muss. Das kommt ja mal vor, wenn man als Experten eingeladen wird, um ein Thema zu kommentieren. Auslöser der Geschichte zu sein ist schon das fortgeschrittene Level. Das ist noch ungewohnter. Was wir über die Jahre gelernt haben: Journalisten berichten zwar ständig über Wandel, mögen es aber nicht, wenn dieser sie selber trifft. Herr Pähler, Dennis und ich versuchen jetzt offen zu sein. Das Publikum wandelt sich – da müssen wir uns auch frisch halten und uns mal komplett hinterfragen. Das ist die hohe aber auch unterschätzte Kunst in der Medienbranche. Was ich schon jetzt sagen kann: Das ist sehr anstrengend.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg" alt="" class="wp-image-184" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><em>Was war der erste Gedanke, als die Entscheidung des DLF eintraf?</em></p>
</div></div>



<p><strong>Daniel Fiene: </strong>Ich war sehr traurig. Die neuen Chancen hatte ich nicht direkt gesehen. Schon zum Sendestart vom Nova-Vorgänger DRadioWissen hatten wir uns eine Kooperation vorstellen können und als es ein paar Jahre später klappte, erfüllte sich für uns ein Traum. Das Team hat Deutschlandfunk Nova stark weiterentwickelt und eine Umgebung geschaffen, in der wir uns immer wohler gefühlt haben. Als konstruktiver Begleiter des Medienwandels, ergänzen wir auch inhaltlich die Themenvielfalt des Senders sehr gut. Mittlerweile brenne ich aber für die neuen Möglichkeiten, die wir jetzt diskutieren können: Wie wollen wir im Jahr 2020 eigentlich den Begriff Medien mit Leben füllen —&nbsp;seit unserer Gründung 2004 hat sich viel verändert? Was für Bedürfnisse hat unsere Hörerschaft? Wie können wir eine bessere Online-Begleitung für das Format umsetzen, die im Konstrukt eines Senders nicht möglich ist? Wie können wir ein Geschäftsmodell entwickeln? Von welchen Zöpfen sollten wir uns trennen? Jetzt einmal die Dinge selber auszuprobieren, die wir die Jahre über immer thematisiert haben, ist eine super Chance.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg" alt="" class="wp-image-184" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><em>Warum Medienjournalismus? Was hat<strong> </strong>Dich als Macher von #Wasmitmedien rückblickend zweifeln oder umdenken lassen, bestätigt und bestärkt und was spornt Dich jetzt an?</em></p>
</div></div>



<p><br /><strong>Daniel Fiene:</strong> Als wir 2004 beim Campusradio starteten, haben wir ein Format von Studierenden für Studierende gemacht, die mal „was mit Medien machen“ wollten. Unsere Neugierde auf „Wie funktionieren Medien?“ und „Wie verändern sich Medien?“ sind geblieben. Das Bedürfnis an Medienjournalismus ist sogar gewachsen. Das Vertrauen in Medien geht zurück, auch weil Medien oft zu wenig erklären, wie sie arbeiten. Dann kommen viele Medien bei der Digitalisierung nicht mit: Die Nutzerschaft verändert den Medienkonsum rasant, Techplayer die es zu unserem Sendestart noch nicht gab, sind zum Freundfeind geworden. In den ersten Corona-Wochen hatten wir auch alle Hände zu tun: Wie funktioniert Wissenschaftsjournalismus? Was passiert, wenn „normale“ Journalisten auf einmal aus wissenschaftlichen Diskursen zitieren&nbsp; – ich glaube, es gibt einen großen Bedarf, sich mit diesen Themen zu beschäftigen.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg" alt="" class="wp-image-184" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><em>Wie wichtig sind in der Podcast-Zeit überhaupt feste Sendeplätze in einem linearen Angebot? Und: Ist eine eigene Plattform, also die Unabhängigkeit von einem Nachrichtenmedium, die Chance für mehr Glaubwürdigkeit einer medienjournalistischen Arbeit?</em></p>
</div></div>



<p><strong>Daniel Fiene:</strong> Der Rundfunk ist tot. So ein Satz würde sich jetzt prima lesen, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Renomée und Budgets sind heute noch stark mit der linearen Welt verbunden. Auf der anderen Seite müssen Formate die sowohl im Linearen als auch in der On-Demand-Welt funktionieren sollen, ständig Kompromisse eingehen. Diesen Drahtseilakt können wir uns jetzt sparen. Vielleicht ist es aus Hörersicht besser, wenn wir uns voll und ganz auf den Podcast konzentrieren können. Dann können wir in den nächsten Jahren auch berichten, wie es für Radio- und Fernsehsender weitergeht. Ich glaube: Lineare Angebote sind weiter gefragt, müssen sich aber stark verändern.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="715" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/08/IMG_5755-Daniel-Fiene-1.jpg" alt="" class="wp-image-425" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/08/IMG_5755-Daniel-Fiene-1.jpg 567w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/08/IMG_5755-Daniel-Fiene-1-238x300.jpg 238w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/08/IMG_5755-Daniel-Fiene-1-19x24.jpg 19w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/08/IMG_5755-Daniel-Fiene-1-29x36.jpg 29w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/08/IMG_5755-Daniel-Fiene-1-38x48.jpg 38w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /><figcaption>Daniel Fiene: &#8222;Medien verändern sich – ein Grund warum #Wasmitmedien überhaupt existiert.&#8220;</figcaption></figure>



<p>Was die Unabhängigkeit medienjournalistischer Arbeit angeht, ist das ein komplexes Thema, das nicht immer gut umgesetzt wird. Manche Medienmagazine klingen wie ein hausinternes PR-Magazin. Andere haben eine extrem kritische Haltung, nur um nicht in den Verdacht zu geraten, sie könnten aufgrund ihres Absenders nicht unabhängig berichten. Bei letzterem Ansatz steht häufig schon das Ergebnis bei Recherchebeginn fest. Ich persönlich sehe das so: In der Zeit beim Campusradio haben wir uns eine Reputation aufgebaut, wir haben 2007 und 2008 für Welt.de produziert, waren seit 2012 ein öffentlich-rechtliches Format und zwischendrin selbstständig unterwegs. Jede Phase brachte ihre eigenen Herausforderungen, aber wir konnten uns jeweils frei bewegen. Es wird aber kniffeliger: Wenn wir jetzt wieder als eigenständiges Projekt arbeiten, müssen wir zur Stärkung der Reputation nicht nur weiter auf Handwerk setzen, sondern uns auch besser erklären: Wer sind wir eigentlich? Was sind unsere Ziele? Wie finanzieren wir uns?</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg" alt="" class="wp-image-184" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><em>Journalismus und das liebe Geld: Wie sieht Euer Modell aus, um das eigenen Angebot künftig zu finanzieren?</em></p>
</div></div>



<p><strong>Daniel Fiene: </strong>Wir wissen noch nicht, wie wir „Was mit Medien“ konkret verändern werden. Wenn das Konzept steht, wird auch das Geschäftsmodell klarer. Wir starten mit einem Supporter-Modell für unsere Hörer*innen, damit wir es uns erst einmal leisten können, jede Woche zu podcasten. Mittelfristig stelle ich mir aber auch Werbung oder Kooperationen mit anderen Firmen, Sendern oder Medien vor. Zum Beispiel könnten das journalistische Auftragsproduktionen sein, die den Podcast finanzieren. Auch in Workshops und Webinare sehe ich gute Möglichkeiten. Unser Anspruch ist auf jeden Fall, dass wir mittelfristig ein Budget haben, mit dem wir auch freie Journalist*innen als Reporter oder auch Sound-Designerinnen oder Graphiker beauftragen können.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg" alt="" class="wp-image-184" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><em>Konkret: Was sind die nächsten Schritte für Euch?</em></p>
</div></div>



<p><strong>Daniel Fiene: </strong>Am 13. August läuft unsere letzte Sendung und am kommenden Donnerstag gibt es schon unseren ersten Podcast: Am 20. August erscheint der erste Podcast in Eigenregie. Bei dem geben wir aber direkt das Zepter aus der Hand. Der Radio-Trainer und Format-Entwickler Christoph Flach wird mit uns einen Format-Workshop machen, indem wir „Was mit Medien“ neu erfinden wollen. Wir hatten im Team schon so gute Diskussionen, dass wir gesagt haben: Warum machen wir das nicht transparent vor unseren Hörern und lassen uns dabei professionell leiten. Wir wollen also direkt weitermachen und in den ersten Wochen auch im Blog oder im Podcast einen Werkstattbericht liefern, wie der „Wir erfinden uns neu“-Prozess verläuft. Wer uns begleiten möchte, findet uns unter <a href="https://wasmitmedien.de/">wasmitmedien.de</a>.</p>



<p>(*) Compliance Note: Daniel Fiene und der Studiengang Technikjournalismus/Technik-PR an der Technischen Hochschule Nürnberg haben in seiner Zeit bei der Rheinischen Post im Rahmen von Forschungsprojekten zusammengearbeitet.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ist die Chance auf eine objektive Intelligenz schon verspielt?</title>
		<link>https://futurecommunication.de/objektive-intelligenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Volker Banholzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2020 12:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fünf Fragen an...]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Natalie Sontopski ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Komplexlabor Digitale Kultur der Hochschule Merseburg. Dort forscht sie zu Code Literacy, Feministischen Technologiestudien, Techniksoziologie und Kultursoziologie. Im Kursbuch 199 fragt Sie in ihrem Artikel &#8222;Hey!Siri?!&#8220;, ob die Gesellschaft mit neuen Algorithmen nur alte Schemata automatisiert und reproduziert hat. Und jetzt? 5 Fragen an Natalie Sontopski stellte im November [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Natalie Sontopski ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im <a href="https://digitalekultur.hs-merseburg.de/">Komplexlabor Digitale Kultur</a> der Hochschule Merseburg. Dort forscht sie zu Code Literacy, Feministischen Technologiestudien, Techniksoziologie und Kultursoziologie. Im Kursbuch 199 fragt Sie in ihrem Artikel <a href="https://kursbuch.online/natalie-sontopski-hey-siri/">&#8222;Hey!Siri?!&#8220;</a>, ob die Gesellschaft mit neuen Algorithmen nur alte Schemata automatisiert und reproduziert hat. Und jetzt? </strong></p>



<span id="more-67"></span>



<p><br /><strong><em>5 Fragen an</em> Natalie Sontopski  stellte im November 2019 Volker M. Banholzer.</strong></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-center" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg" alt="" class="wp-image-184" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><em>Akademien wie die Acatech beklagen unisono mit der Bundesregierung, dass Technologien wie der Künstlichen Intelligenz (KI) die Akzeptanz in der Bevölkerung fehlt.</em><br /><em>Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte jüngst auf dem Maschinenbaugipfel, der Bevölkerung in Deutschland fehle der „Digitaldrang“. Woran liegt das?</em></p>
</div></div>



<p><strong>Natalie Sontopski</strong>: Teils liegt das daran, dass KI seit Jahrzehnten in Filmen und Büchern als Gefahr für die Menschheit porträtiert wird. Das dystopische Narrativ der Maschinen, die die Welt beherrschen und die Menschheit versklaven, begegnet uns in Filmen von Metropolis über Terminator bis zu Matrix und hat entschieden dazu beigetragen, dass KI oft mit Apokalypse assoziiert wird. </p>



<p>Teils liegt die Akzeptanz der Bevölkerung aber auch an mangelnder Transparenz. Viele wissen nicht, was eine KI eigentlich ist und was sie kann. Der Gedanke, dass Maschinen Entscheidungen für uns treffen, klingt schließlich gruslig. Woher weiß ich, dass die Maschine nicht irgendwann einmal schlauer als ich sein werde? Was passiert in dem Fall mit meinen Daten und Geheimnissen, die ich ihr anvertraut habe? Wird sie die gegen mich einsetzen? Sensibilisierung und Aufklärung über die ganz <a href="https://futurecommunication.de/listening-center-ein-rettungsboot-in-der-informationsflut/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">realen Möglichkeiten</a> und Einsatzgebiete für KI finde ich deswegen sehr wichtig. Hinzu kommt, dass durch fortlaufende Datenschutz- und Abhörskandale rund um KI-Systeme wie Alexa und Siri das Vertrauen der Bevölkerung nicht unbedingt gestärkt wird. </p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-center" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg" alt="" class="wp-image-184" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><em>Mit Blick auf die aktuellen Anwendungen von Algorithmen und KI sprechen Sie von programmierter Ungleichheit und befürchten, dass die Gesellschaft die Chance auf eine objektive Intelligenz schon verspielt habe. Worauf stützt sich das?</em></p>
</div></div>



<p><strong>Natalie Sontopski</strong>: Wir haben es heutzutage ja in ungefähr 95% der Fälle, in denen wir von „der KI“ sprechen lediglich mit Fällen maschinellen Lernens zu tun. Das bedeutet, dass Software mit riesigen Datensätzen gefüttert wird. Durch sogenanntes „Training“ erkennt die Software Muster innerhalb der Datensätze &#8211; möchte ich zum Beispiel eine Software, die Gesichter erkennt, sind die Grundlage Datensätze mit Bildern von Gesichtern. Bestehen diese Datensätze zum Beispiel zu 75% aus Bildern von Gesichtern weißer Männer, lernt meine Software sehr gut Gesichter weißer Männer zu erkennen, wird aber beim Erkennen der Gesichter schwarzer Frauen Schwierigkeiten haben. Dieses (wahre) Beispiel demonstriert, wie leichter Verzerrungen hinsichtlich Geschlecht oder Ethnie durch verwendete Daten Einzug in KI-Systeme halten und dadurch alles andere als objektiv und neutral agieren. Es kommt zur „programmierten Ungleichheit“. Zudem sind unsere Vorstellungen von Technologie immer auch mit Bildern über Geschlecht verbunden. Nehmen wir zum Beispiel digitale Sprachassistenten &#8211; oder sollte ich lieber sagen, Sprachassistentinnen? Denn Siri, Alexa oder Cortana werden auf Grund ihrer weiblichen Stimmen und Namen als Frauen wahrgenommen. Diese Frauen bedienen, sind höflich und hilfsbereit, haben aber nicht die Macht zu entscheiden, mit wem sie kommunizieren wollen. Es besteht die Gefahr, dass wir dadurch in die „Natürlichkeitsfalle“ tappen: Natürlich sind Assistentinnen Frauen, denn das war schon immer so. Der Stereotyp der von Natur aus hilfsbereiten und kommunikativen Frau wird so naturalisiert und nicht mehr in Frage gestellt. </p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-center" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg" alt="" class="wp-image-184" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><em>Sie sagen, dass Unternehmen Geschlechterrollen bei der Technologievermarktung bewusst einsetzen, um die Verkaufschancen zu erhöhen.</em></p>
</div></div>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="898" height="740" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/07/Sontopski.jpg" alt="Natalie Sontopski" class="wp-image-335" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/07/Sontopski.jpg 898w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/07/Sontopski-300x247.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/07/Sontopski-768x633.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/07/Sontopski-24x20.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/07/Sontopski-36x30.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/07/Sontopski-48x40.jpg 48w" sizes="(max-width: 898px) 100vw, 898px" /><figcaption>Die Soziologin <strong>Natalie Sontopski</strong> &#8211; Foto: ANNE-KATRIN HUTSCHENREUTER</figcaption></figure>



<p><strong>Natalie Sontopski</strong>: Studien zu Mensch-Maschine-Interaktion wie <a href="https://soic.iupui.edu/news/macdorman-voice-preferences-pda/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diese</a> der Universität Indiana beweisen, dass Menschen weibliche Stimmen bei digitalen Sprachassistenten bevorzugen. Dies liegt daran, dass Menschen weibliche Stimmen in der Regel mit Wärme, Fürsorge und Teilnahme verbinden. Diesen Umstand haben sich Unternehmen bei der Vermarktung von Technologie zu Nutze gemacht. Damit eine Technologie wie zum Beispiel Sprachassistenten von Konsumenten gut angenommen werden, wird natürlich dafür gesorgt, dass der Nutzer sich mit der Technologie wohl fühlt.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg" alt="" class="wp-image-184" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><em>Tappt der Journalismus in der Berichterstattung über Technik ebenso in die Natürlichkeitsfalle?</em></p>
</div></div>



<p><strong>Natalie Sontopski</strong>: Viele Medienberichte in Deutschland zu KI konzentrieren sich meiner Meinung nach vor allem auf die Chancen und Möglichkeiten für den Arbeitsmarkt. Wenn sich Medien zum Beispiel dem Aspekt Geschlecht bei KI widmen, dann in der Regel, weil irgendwo was schief gegangen ist &#8211; sehr gut in Erinnerung geblieben ist mir die Schlagzeile „Diese KI ist sexistisch“, als herauskam, dass Amazons Bewerbungssoftware auf Grund von gender bias Frauen bei der Bewerbung diskriminierte. Das ist mir persönlich allerdings zu reißerisch, weil die Fakten weniger im Vordergrund stehen als das Narrativ der Bedrohung durch KI. Ich empfinde die Anglo-amerikanischen Medienberichte als deutlich weiter in der Hinsicht und lese dort mehr kritische Beiträge zu KI, in denen Mechanismen und Technologie hinterfragt werden oder auf Missstände aufmerksam gemacht wird.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-center" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="349" height="355" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg" alt="" class="wp-image-184" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon.jpg 349w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-295x300.jpg 295w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-24x24.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-36x36.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/06/FiveFor_category_icon-48x48.jpg 48w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size"><em>Was wünschen Sie sich von der Berichterstattung über Technologien und speziell zu Künstlicher Intelligenz?</em></p>
</div></div>



<p><strong>Natalie Sontopski</strong>: Mein größter Wunsch ist eine saubere begriffliche Trennung von KI und maschinellem Lernen. Das heißt, nicht mehr den Begriff KI verwenden, wenn es sich um maschinelles Lernen handelt. Das würde in meinen Augen helfen, dieses Systeme objektiver einzuschätzen: Aus einer womöglich bedrohlichen, allwissenden Maschine wird eine von Algorithmen gesteuerte Software, deren Begreifen deutliche Grenzen gesetzt sind. <br />Und generell wünsche ich mir einen kritischen Blick über den Tellerrand: Muss das so sein? Warum ist das der status quo? Was wären anderen Möglichkeiten, diese Technologie zu gestalten? Dabei könnte es hilfreich sein, wenn wir diversere Stimmen bei der Berichterstattung hätten, zum Beispiel mehr Frauen oder mehr people of color. </p>



<p>Dieser Artikel ist 11/2019 erschienen in der Zeitschrift TECHNIKJOURNALIST (Verlag Oberauer) anlässlich des Jubiläums #10JahreTJ des Studiengangs <a href="http://www.th-nuernberg.de/technikjournalismus">Technikjournalismus/Technik-PR</a> an der TH Nürnberg.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/objektive-intelligenz/">Ist die Chance auf eine objektive Intelligenz schon verspielt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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