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	<title>Sprache Archive - Future Communication</title>
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		<title>„Darf er das?“ – Grenzen der Comedy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alper Dinc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Nov 2021 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Wenn er das heute sagen würde, wäre er schon längst abgesetzt!“ – So oder so ähnliche Kommentare sind keine Seltenheit in YouTube-Kommentarsektionen, beispielsweise bei alten Ausschnitten von Stefan Raabs berühmter Show „TV Total“. Deutschlands vermutlich erfolgreichster und berühmtester Comedian zieht in seiner Show über sämtliche Minderheiten her und nimmt seine „Opfer“ anhand von vermeintlichen Stereotypen [&#8230;]</p>
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<p><strong>„Wenn er das heute sagen würde, wäre er schon längst abgesetzt!“ – So oder so ähnliche Kommentare sind keine Seltenheit in YouTube-Kommentarsektionen, beispielsweise bei <a href="https://youtu.be/XSVU8ifdL4E">alten Ausschnitten von Stefan Raabs berühmter Show „TV</a><a href="https://youtu.be/XSVU8ifdL4E" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Total“</a>. Deutschlands vermutlich erfolgreichster und berühmtester Comedian zieht in seiner Show über sämtliche Minderheiten her und nimmt seine „Opfer“ anhand von vermeintlichen Stereotypen regelrecht auseinander. Was hat das mit Comedy zu tun?</strong></p>



<span id="more-1478"></span>



<p>Besonders das weibliche Geschlecht kommt bei Raab selten gut weg. Von „Warum ist sie nicht in der Küche“ bis hin zu „Du hast dich doch hochgeschlafen“ sind viele geschmack- und respektlose Aussagen mit dabei. Sogar seine Gäste bekommen das zu spüren. Sieht man sich im Jahr 2021 die besagten Ausschnitte an, ist ein extremer, unangenehmer Beigeschmack nicht zu vermeiden. Die Reaktion des damaligen Publikums lässt aber anderes vermuten. Es wird laut gelacht und kräftig auf Schenkel geklopft. Heute lässt sich nur den Kopf schütteln. Aber warum ist das so? Hat sich unsere Wahrnehmung bezüglich der Comedy geändert? Sind wir zu sensibel geworden? Und wann sind die Grenzen zur Beleidigung und Geschmacklosigkeit erreicht?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Satire vs. Comedy: Wo</strong> <strong>ist der Unterschied?</strong></h2>



<p>Grundsätzlich muss zwischen Satire und Comedy klar unterschieden werden. Denn: Oft verbergen sich im Deckmantel der Satire Diskriminierungen und Beleidigungen. 1919 beantwortete Kurt Tucholsky die Frage „Was darf Satire?“ noch mit „Alles“. Also darf die Satire laut Tucholsky beleidigen und diskriminieren? Spoiler-Alert: Nein, das darf sie nicht. Satire muss gewissen Spielregeln folgen. Sie hat das Ziel, auf eine unterhaltsame Weise zu informieren, der wesentliche Bestandteil ist ja nach wie vor der Humor. Informiert wird über Missstände und aktuelle Ereignisse. Das bedeutet wiederum, dass es ein Ideal benötigt, an dem gemessen wird, welches durch ein Fehlverhalten seitens einer Person oder Institution verfehlt wurde. Das Ziel der Satire ist also im besten Fall die Menschen zum Lachen, aber im Wesentlichen zum Nachdenken zu bringen. Wichtig dabei ist, dass eine klare Kritik geäußert und eine deutliche Stellung zu der Thematik bezogen wird. Auch wenn sich die Satire, so wie die Comedy an Überspitzungen und Übertreibungen als gängiges Stilmittel bedient, dürfen Fakten nicht verfälscht werden. Denn sonst sind wir schnell bei der Propaganda &#8211; und da wollen wir nicht hin. ­Abgesehen davon ist der ironische Humor auch ein elementares Instrument, um dem kritischen Anspruch der Satire gerecht zu werden. Übrigens ist der besagte kritische Anspruch auch genau der springende Punkt. Ohne diesen ist Satire nämlich keine Satire, sondern Comedy. Apropos Comedy…</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was Comedy darf</strong></h2>



<p>Um diese Frage zu beantworten, kann man diese erst mal umdrehen: Was darf Comedy <em>nicht</em>? Comedy darf weder diskriminierend noch beleidigend sein. Ein oft gewähltes Totschlagargument diverser Comedians, um gegen Kritik vorzugehen, ist die Meinungs- und Pressefreiheit. Diese wird aber meist absichtlich falsch verstanden. Das tatsächlich existierende Recht auf freie Meinungsäußerung bedeutet nämlich keine absolute Freiheit, sondern muss stets im Kontext von anderen Grundrechten betrachtet werden. Die Würde des Menschen und auch das Recht auf Unversehrtheit, das neben körperlichen auch seelische Implikationen besitzt, stellt eine natürliche Begrenzung von individuellen Freiheitsrechten dar. Wie weiter oben bereits erwähnt, haben gewisse Comedy-Formate ein wesentliches „Deckmantel-Problem“. Diskriminierungen und Beleidigungen werden „ganz einfach“ als Witze und Späße getarnt. „Hab dich mal nicht so, ist doch nur ein Witz!“. Wie oft haben Sie diesen Satz schon gehört? Ob man etwas als „witzig“ oder „lustig“ wahrnimmt, ist eine rein subjektive Sache. Nur weil ich etwas als „witzig“ wahrnehme, heißt das nicht, dass mein Gegenüber das auch witzig findet. Genauso gilt aber auch: Wenn ich etwas nicht witzig finde, heißt das nicht, dass andere Menschen darüber nicht lachen können. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es kommt auf den Kontext an</strong></h2>



<p>Ausschlaggebend ist, über wen oder was gescherzt wird und was die konkrete Aussage des Witzes ist. Besonders schwierig wird es bei Personengruppen und Minderheiten, die bereits mit strukturellen und gesellschaftlichen Problematiken konfrontiert sind. Denn meist sind es genau die Probleme dieser Menschengruppen, die stereotypisiert werden. Warum dann genau auf diese Aspekte eingehen? Das Ergebnis ist nämlich, dass gesellschaftliche und soziale Probleme relativiert werden. Probleme, die ernstzunehmend sind und nicht, wie im Gegenteil ins Lächerliche gezogen werden. Ein weiteres Problem ist, dass Comedians mit ihren teils diskriminierenden, rassistischen und sexistischen Witzen Futter und Legitimationsgründe für rassistische und faschistische Gruppen der Bevölkerung liefern. Ein Beispiel dafür ist der Comedian Serdar Somuncu. Ausgerechnet er, der selbst in der Türkei geboren ist, basiert seinen überaus „schwarzen Humor“ auf Klischees über die türkischstämmige Bevölkerung. Somuncu wurde damit „Kronzeuge“ rechtsradikaler Gruppen gefeiert, der zudem noch die Aussage traf, dass „alle Minderheiten ein Recht auf Diskriminierung haben“. Lieber Serdar, eine sehr problematische Äußerung, die sich im Zuge eines digitalen Zeitalters wie ein Lauffeuer verbreiten kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alles hat seine Grenzen</strong></h2>



<p>Fakt ist, dass auch Worte verletzen können. „Talk is cheap“ – diese Aussage ist leicht getroffen. Aber Worte vermitteln Emotionen und Gedanken, die Dinge in Menschen auslösen. Warum also nicht Worte weise Wählen und Rücksicht nehmen? Die Essenz des Humors ist es, Dinge ins Lächerliche zu ziehen, sie nicht ganz so ernst zu nehmen. Warum dann aber auf Kosten der Menschen, die es sowieso schon schwer genug haben? Um es philosophisch auszudrücken: Jeder einzelne Aspekt im Leben der Menschen befindet sich im Wandel. Nichts ist absolut. Und auch der Humor als solches und die akzeptiere Salonfähigkeit ist davor nicht geschützt. Auch kein Stefan Raab, dessen Witze vor 15 Jahren heute keinen Anklang mehr finden sollten.</p>
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		<title>Jugendwort des Jahres: Echt cringe, Brudi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alper Dinc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Oct 2021 15:02:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internet & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Cringe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Jugendwort des Jahres 2021 ist „Cringe“. Seit 2008 wird es jährlich von einer Jury unter der Leitung des Langenscheidt-Verlags ausgewählt. Seit 2020 kann jedoch jeder mitabstimmen. Eine Wahl zum Jugendwort, bei der theoretisch auch die 44-jährige Maria mitwählen kann? Ist das überhaupt sinnvoll? „Cringe“ ist die Bezeichnung für etwas Peinliches, eine Situation oder Handlung [&#8230;]</p>
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<p><strong>Das <a href="https://www.langenscheidt.com/jugendwort-des-jahres" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jugendwort des Jahres 2021</a> ist „Cringe“. Seit 2008 wird es jährlich von einer Jury unter der Leitung des Langenscheidt-Verlags ausgewählt. Seit 2020 kann jedoch jeder mitabstimmen. Eine Wahl zum Jugendwort, bei der theoretisch auch die 44-jährige Maria mitwählen kann? Ist das überhaupt sinnvoll?</strong></p>



<span id="more-1354"></span>



<p>„Cringe“ ist die Bezeichnung für etwas Peinliches, eine Situation oder Handlung einer Person, für die man sich fremdschämt. Wenn man etwas als „cringe“ empfindet, dann ist das erstmal ein unangenehmes Gefühl. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie &#8222;zurückschrecken&#8220; oder &#8222;erschaudern&#8220;. Häufig trifft man auf den Begriff in Kommentarsektionen diverser Social-Media Plattformen wie <em>Instagram</em> oder <em>TikTok</em>. Beispiel: ein älterer Herr versucht hartnäckig, jung und „hip“ zu sein, obwohl es überhaupt nicht zu seinem Auftreten passt? &#8211; &#8222;Cringe&#8220;. Auch könnte man Thomas Müllers verzweifelte Versuche, Witze auf Pressekonferenzen zu erzählen, bei welchen niemand lacht, als durchaus „cringeworthy“ empfinden. Dabei ist „Cringe“ nicht nur ein knapper Kommentar, sondern repräsentiert inzwischen ein gesamtes Genre an Videos im Internet oder wird auch als Stilmittel in diversen Filmen verwendet.</p>



<p>Ein Erklärungsversuch der Tagesschau ist hier zu finden: </p>



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<p class="has-drop-cap"><br />Den 2. Platz dieses Jahr holte sich das Wort „sus“, welches vom englischen Wort &#8222;<strong>sus</strong>picious&#8220;, bzw. vom deutschen Wort &#8222;<strong>Sus</strong>pekt&#8220; stammt. Die breitflächige Nutzung ist dem Online-Mehrspieler-Deduktionsspiel „<em>Among Us</em>“ zu verdanken, welches seit seiner Veröffentlichung 2018, besonders seit Juli 2020 eine große Beliebtheit genießt. „Sus“ sind benannte Sachverhalte oder Situationen, die verdächtig erscheinen. Platz 3 sicherte sich „sheesh“, ein Ausdruck des Erstaunens oder der Überraschung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kritik an der Wahl</h2>



<p><br />Die Wahl zum Jugendwort des Jahres musste sich in vergangener Zeit mit viel Kritik auseinandersetzen. Nachdem der Langenscheidt-Verlag sich 2019 gegen eine Wahl im besagten Jahr entschieden hatte, war die Aktion 2020 wieder zurück. Diesmal sollte der jungen Community mehr Mitspracherecht gegeben werden. Auf der Webseite des Verlags konnten Vorschläge für die Wahl eingereicht werden, für welche später abgestimmt wurde. </p>



<p>Ein weiter Kritikpunkt ist, dass Zweifel aufgekommen sind, ob Jugendliche tatsächlich den Jugendwörtern entsprechend kommunizieren. Zumal seit 2020 Personengruppen an der Wahl teilnehmen können, die nicht der jugendlichen Altersgruppe entsprechen. Wenn man sich nun aber im Besonderen die Top 3 der letzten zwei Jahre ansieht, kommen doch noch größere Zweifel auf, ob „ältere“ Menschen wirklich Begriffe wie „lost“ (Vorjahresgewinner), „cringe“ oder „sheesh“ verwenden oder gar verstehen. Die Antwort lautet mit hoher Wahrscheinlichkeit: Nein. Warum sollten sich denn auch nicht-Jugendliche um das Jugendwort des Jahres scheren? Lassen wir doch den jungen Menschen ihre Sprache, denn die wissen schon, was damit anzufangen ist.</p>
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		<title>Trend-App Clubhouse: Willkommen im Club. Nicht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pascal Schöpf]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2021 09:43:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es soll „die App 2021“ sein. Gelauncht ist sie bereits im Januar. Und tatsächlich sind die sozialen Medien voll von Gesprächen, nein besser: Hype und Glorifizierung. Genau diese sozialen Netze, welche Clubhouse ersetzen können soll. Und zumindest in einem Punkt sind sie sich tatsächlich ebenbürtig: bei ihren minimalistischen Datenschutzansprüchen. Wie so oft kommt der Trend [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/trend-app-clubhouse-willkommen-im-club-nicht/">Trend-App Clubhouse: Willkommen im Club. Nicht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Es soll „<em>die</em> <em>App 2021</em>“ sein. Gelauncht ist sie bereits im Januar. Und tatsächlich sind die sozialen Medien voll von Gesprächen, nein besser: Hype und Glorifizierung. Genau diese sozialen Netze, welche Clubhouse ersetzen können soll. Und zumindest in einem Punkt sind sie sich tatsächlich ebenbürtig: bei ihren minimalistischen Datenschutzansprüchen.</strong></p>



<span id="more-779"></span>



<p class="has-drop-cap">Wie so oft kommt der Trend dieser neuen sprachbasierten Plattform aus den USA. Eingeschleppt wohl durch eine Hamburger Influencerin. Doch so ganz sozial scheint dieses neue „soziale Netzwerk“ dann doch nicht: Zutritt nur mit Einladung. Eine Methode, die nicht überrascht. Der Smartphone-Hersteller Oneplus brachte so jahrelang seine Geräte auf den Markt. Künstliche Verknappung schafft Begehrlichkeiten und zeichnet ein Bild von Exklusivität. FOMO (&#8222;Fear of Missing Out&#8220;) in der Krise? Vorprogrammiert. Gesellschaftlicher Diskurs? Fehlanzeige! Die Tatsache, dass nur Apple-Nutzer Clubhouse downloaden können, macht die Blase rund. Doch sind wir mal ehrlich: Medienschaffende und Marketeers ohne iPhone? Gibt es ohnehin nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Niveauvolle Kommunikation oder langweilige Latenight-Show?</h2>



<p>Die Pandemie weckt Bedürfnisse. Mehr Austausch, mehr Interaktion. Und so liefert Clubhouse den perfekten Trend für alle seriösen Kommunikatoren, welche nicht der TikTok-Generation Z angehören. In verschiedenen Gruppen entstehen themenbasierte Talks und fachspezifische Regeltermine. Wo man hinsieht wird gesprochen. Und weil es langweilig ist, das Thema nur mit den eigenen klugen Köpfen durchzukauen, muss auf allen anderen Netzen davon berichtet werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="575" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/01/second-clubhouse-1024x575.jpg" alt="" class="wp-image-815"/></figure>



<p>Obwohl manche Gesprächsrunden eher an fade Latenight-Talkshows in den „Öffentlich-Rechtlichen“ erinnern, können andere Inhalte durchaus mit spannenden Blicken über den Tellerrand aufwarten. Natürlich ist nicht alles schlecht in „<em>dem </em>Trend 2021“. Die Kommunikation der Nutzer geht ruhig und gesittet von statten. Beinahe könnte sie sogar mit dem Begriff „niveauvoll“ beschrieben werden. Hier können weder Twitter noch Facebook-Kommentarspalten mithalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Datenschutz im Clubhouse? Fehlanzeige!</h2>



<p>Medienmacher sind in den meisten Fällen erwachsen. Sie können selbst entscheiden, ob sie sich nach neun Stunden Videokonferenzen im Home-Office noch drei Stunden im Clubhouse herumtreiben möchten und dort Daten über sich selbst hinterlassen. Eine selbstständige Entscheidung, wie sie nicht alle treffen können. Denn selbst wer sich gegen seine Teilhabe entscheidet, hat seine Daten womöglich schon längst an den Entwickler der App, Alpha Exploration Co., abgetreten. Das amerikanische Unternehmen erhebt nämlich Anspruch auf die gesamte Kontaktdatenbank seiner Nutzer. Nur gut, dass niemand brisante Informationen auf dem Smartphone empfängt und sendet, oder die App gar auf dem geschäftlichen Smartphone nutzt. Neben dem Sammeln von allen Informationen aus dem Adressbuch behält sich der Entwickler auch vor, Daten an Dritte weiterzugeben. Mitschnitt von Gesprächen? Natürlich. Wofür die Daten gesammelt werden? Unklar. </p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p class="has-text-align-center">Auch zum Zuhören: Unser Podcastformat <a href="https://soundcloud.com/technikjournalismus/sets/futurecomcast" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FutureComCast</a>! </p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p>So erfreuen sich die einen Nutzer, dass mehrere tausend Menschen zuhören, wie Kai Diekmann mit Sigmar Gabriel und Günther Jauch über die Amtseinführung des amerikanischen Präsidenten philosophiert. Und die anderen? Die kritischen? Die sollen mal nicht so jammern, dass ihre Daten jetzt wohl entgegen der DSGVO auf amerikanischen Severn lagern. Selbst schuld, wenn sie noch an die eigene Datensouveränität glauben!</p>
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