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	<title>Bundestagswahlkampf Archive - Future Communication</title>
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	<title>Bundestagswahlkampf Archive - Future Communication</title>
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		<title>Deutschland braucht ein Update: D.Innova</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Sep 2021 09:28:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innovationsförderung in Deutschland braucht ein Update. Die Grünen-Politikerin Anna Christmann schlägt dazu die Gründung einer neuen Innovationsagentur D.Innova vor. Als Ergänzung zur Sprin-D.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/deutschland-braucht-ein-update-d-innova/">Deutschland braucht ein Update: D.Innova</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>„Deutschland braucht ein Update seiner Innovationsförderung&#8220;. Dieser Meinung sind die MdBs der Grünen, Anna Christmann und Kai Gehring. Zusammen mit der Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck, Prof. Muriel Helbig, und dem Professor für Wissens- und Technologietransfer an der Universität Potsdam, Hans-Henning von Grünberg haben die beiden ein <a href="https://annachristmann.de/wp-content/uploads/2021/03/210226_Autorinnenpapier-D.Innova_final.pdf">Konzept </a>für eine Innovationsagentur D.Innova veröffentlicht. Die soll <a href="https://futurecommunication.de/?p=1260">die viel diskutierte Agentur</a> für Sprunginnovationen (Sprin-D) aber nicht ersetzen, sondern ergänzen. Wie? Das verrät <strong>Anna Christmann im Interview</strong> mit Gerrit Grella. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-1280" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-1024x576.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-300x169.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-768x432.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-1536x864.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-1570x883.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-1000x563.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-24x14.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-36x20.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna-48x27.jpg 48w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Christmann-Anna.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Dr. Anna Christmann ist Abgeordnete im Bundestag für Bündnis 90/Die Grünen. </strong><br />(Foto: <small>Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Kaminski</small>)</figcaption></figure>



<p><strong><em>Durch den Fokus von D.Innova auch auf regionale Innovationsförderung soll mehr Dynamik und Kooperation zwischen den zentralen Akteuren wie Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit der Wirtschaft gefördert werden. Bis wann wollen Sie dieses Konzept umsetzen und diese neue Agentur ins Leben rufen?</em></strong></p>



<p>Wir befinden uns jetzt in einem politischen Prozess. Das ist also erstmal ein Vorschlag von uns Grünen. Aus unserer Sicht ist dies ein Projekt, wenn wir als Grüne in die Situation kommen, dass wir nach der Bundestagswahl Koalitionsverhandlungen mitführen, dann soll im Koalitionsvertrag festgehalten werden, eine solche Innovationsagentur zu gründen. Auch wenn wir als Grüne vielleicht nicht daran beteiligt sind, könnten sich andere Parteien dafür entscheiden den Vorschlag aufzugreifen. Sofern uns dies gelingen sollte, wäre dann die nächste Wahlperiode die Phase, in der dies umgesetzt werden soll.</p>



<p><strong><em>Es wurden vermehrt internationale Innovationsagenturen als Vorbild genannt. An welchen Agenturen haben Sie sich orientiert und wo wurden hierbei die Schwerpunkte der Agentu</em></strong><em><strong>r, wie zum Beispiel Nachhaltigkeit, gelegt?</strong></em></p>



<p>Also speziell der Nachhaltigkeitsfokus orientiert sich ein bisschen am Vorbild der Vinnova, die das ins Zentrum stellen. Das ist für uns ein wichtiger Teil, die Fokussierung auf die globalen Nachhaltigkeitsziele, quasi als Werteorientierung einer solchen Agentur. Es gab in der Vergangenheit schon die Diskussion um eine deutsche Transfergemeinschaft, die so ein bisschen in eine ähnliche Richtung ging. Die hatte diesen Fokus auf die globalen Nachhaltigkeitsziele jedoch nicht und das ist auch einer der Punkte, den D.lnnova neu mitbringt.</p>



<p><strong><em>Es gibt ja bereits eine Innovationsagentur für Sprunginnovation</em>en<em> Sprin-D. Warum brauchen wir jetzt eine weitere Agentur, wenn dann beide vielleicht sogar im Wettbewerb zueinander stehen könnten?</em></strong></p>



<p>Nicht alles, was Innovationen betrifft, sollte sinnvollerweise direkt aus Ministerien heraus gemacht werden. Agenturen haben einfach eine flexiblere Struktur, die eine bessere Möglichkeit bietet, neue Leute mit Praxiserfahrung einzubinden, die selbst schon aus dem Innovationssystem kommen und keine Verwaltungslaufbahn hinter sich haben. Das sehen wir auch in anderen Systemen wie zum Beispiel dem der USA. Dort gibt es ganz viele verschiedene Innovationsagenturen. Die Idee also, dass es nur eine einzige Innovationsagentur geben kann, mit der alles erledigt wäre, würde ich so grundsätzlich nicht teilen. Konkret im Vergleich zur Sprin-D hat D.lnnova eine vollkommen andere Perspektive, da die Agentur für Sprunginnovation, wie der Name schon sagt, vor allem auf disruptive Innovation &#8211; Sprunginnovation &#8211; setzt. Diese sind vielleicht sehr unsicher und riskant, sehr groß gedacht und es ist gegebenenfalls ein sehr hohes Investitionsbudget nötig, damit diese überhaupt ausprobiert werden können. Und all das steht bei D.lnnova nicht im unmittelbaren Fokus. Es geht hier wirklich darum, verschiedene regionale Ökosysteme vor Ort zu stärken und Akteure zusammenzubringen, die vielleicht sonst nicht miteinander kooperieren würden. Die Voraussetzung, dass es sich um eine besonders disruptive Innovationsidee handeln muss, um gefördert zu werden, wird es bei der D.lnnova so nicht geben. Das heißt, der Fokus ist ein ganz anderer und somit herrscht auch keine Konkurrenz, sondern es ist vielmehr eine wichtige Ergänzung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Wir wollen wirklich eine ganz breite Öffnung des Systems erzielen&#8220; </h2>



<p><strong><em>Der Fokus der D.Innova liegt auf den regionalen Ökosystemen in Deutschland. Wie wollen Sie die Hochschulen verstärkt in die Innovationsentwicklung einbinden?</em></strong></p>



<p>Innovationsentwicklung findet ja traditionellerweise an den Hochschulen statt. Die Hochschulen sind auch jetzt schon häufig ein Partner von Projekten mit Unternehmen. Es gibt beispielsweise Doktoranden-Programme mit Unternehmen. Es ist traditionell ein Teil der Aufgaben von Hochschulen, Transfer in die Gesellschaft und eben auch in die Wirtschaft zu betreiben. Das funktioniert jedoch unterschiedlich gut an den verschiedenen Hochschulen. Und bisher gibt es nur sehr wenige Programme, die das adressieren und wenn doch, dann jeweils mit sehr konkreten Vorgaben. Das sind dann sogenannte ZIM Programme (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) des BMWI, (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) wo die Hochschulen erst einmal überlegen müssen, ob sie das überhaupt wahrnehmen wollen. Mit D.lnnova wollen wir das breiter aufstellen und damit die Hochschulen auch in die Lage versetzen, wirklich sehr anlassbezogen auszuwählen, welche Kooperation bei ihnen vor Ort passt und welche Akteure wie Kommunen oder Vereinen sie dazunehmen wollen. Wir wollen also nicht nur explizit die Wirtschaft ansprechen, sondern wirklich eine ganz breite Öffnung des Systems erzielen. Und damit könnten wir auch einen Anreiz für die Hochschulen setzen, ganz aktiv in solche Transferprojekte zu gehen. Gerade in Regionen, wo es schwierig ist, weil die nächste Hochschule weiter weg ist, soll D.lnnova versuchen, Kooperationen aufzubauen, die von allein gar nicht stattfinden würden. Hier sollen Innovationsmanager aktiv in die Regionen gehen und Leute zusammenbringen, die sich sonst vielleicht gar nicht über den Weg laufen würden.</p>



<p><strong><em>Das bedeutet, die D.Innova macht dann ganz klassische Agenturarbeit als Berater und Vermittler</em>?</strong></p>



<p>Genau. Das macht auch das flexible einer solchen Agentur aus, im Vergleich zu einem klassischen Förderprogramm eines Ministeriums, wo es nur den einen Weg gibt. Es gibt eine Ausschreibung, man bewirbt sich darauf und dann gibt es entweder eine Zu- oder Absage seitens des Ministeriums und man bekommt Geld zur Verfügung gestellt, welches man ausgeben kann. Die Agentur hat eben die Möglichkeit, das sehr viel flexibler und projektbezogener zu machen. Oder sie kann ein Projekt begleiten, bei dem man denkt, da kommt jetzt etwas ganz Neues zusammen, das noch nicht erprobt ist und die Agentur kann zwischendurch den Stand erfragen. Somit bildet sich auch ein viel flexibleres und lernendes System.</p>



<p><strong><em>Genau hier steht die Sprin-D in der Kritik, wenn es um Fördermittelvergaben geht. Zu unflexibel und zu träge sei der aktuelle Prozess. Dies sagt die Sprin-D ja mittlerweile auch über sich selbst. Wird es mit D.Innova einfacher, Fördermittel zu vergeben und auch auszugeben?</em></strong></p>



<p>Also grundsätzlich ist es richtig, dass man bei Steuergeldern sehr genau hinschaut, für welche Projekte sie ausgegeben werden sollen und wie diese dann auch verausgabt werden. Dass man darlegen muss, was mit dem Geld passiert, wird auch bei einem Förderprogramm der D.lnnova so sein. Was die Agentur für Sprunginnovationen als Problem hat, sind vor allem die starren Instrumente im Förderprozess. Zum Beispiel, dass man immer eine GmbH des Bundes gründen muss, also eine öffentliche GmbH, in der man selbst gar nicht mehr Inhaber sein kann. Das sind die Probleme, die Sprin-D hat und da teile ich auch die Meinung, dass das flexibler sein sollte und auch, dass gegebenenfalls die gesetzlichen Vorgaben angepasst werden, damit mehr Flexibilität möglich ist. Das gilt auch für die D.lnnova. Aber wir haben jetzt nicht die Vorstellung, dass die vergebenen Fördergelder frei zur Verfügung stehen, ohne dies dann darlegen zu müssen. Wir wollen kein Geld ausschütten, damit Leute damit dann eine Poolparty schmeißen können. Es geht beispielsweise bei Ausgründungen darum, dass man als Hochschule nicht verpflichtet wird, hohe Lizenzgebühren von Start-ups zu verlangen, damit diese nicht schon &#8222;verhungern&#8220;, bevor es überhaupt losgeht. Das heißt den Start-ups somit ein bisschen eine längere Leine zu geben, indem man vielleicht stattdessen mit Beteiligungen arbeitet. Hierbei kann die Agentur eine wichtige Aufgabe übernehmen und beraten, was gute Modelle sind und wie man das Ganze einfacher machen kann, damit es auch funktioniert. Das würde ich als einen Hauptfokus sehen, der dann von der Agentur geleistet werden soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Transparenz ist eine Aufgabe für alle Fördermittel des Bundes&#8220; </h2>



<p><em><strong>Wie könn</strong></em><strong><em>te denn der Prozess der Projektausschreibungen bei D.Innova aussehen? Bei Sprin-D mit ihren Wettbewerben erscheint dies als nicht besonders transparent und schwer einsehbar, wer am Ende den Zuschlag bekommt.</em></strong></p>



<p>Nun das geht jetzt schon sehr in Detail und ist natürlich auch noch nicht so detailliert ausgestaltet. Ich möchte gerne, dass da am Anfang eine gewisse Flexibilität herrscht, um verschiedene Arten von Fördermodellen ausprobieren zu können. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es auch bei der D.lnnova solche Wettbewerbe gibt, allerdings mit einem anderen Fokus wie bei der Sprin-D. Vielleicht, dass man sich mit seinem regionalen Innovationsökosystem bewerben kann oder eines ausgewählt wird. Das ist dann eine andere Form &#8211; also keine wettbewerbliche Vergabe &#8211; sondern eine gezielte, wo wir selbst suchen, wer förderungswürdig ist. Und wenn es jetzt um das Thema Transparenz geht, ehrlich gesagt, ich glaube, das ist eine Aufgabe für alle Fördermittel des Bundes, dass sie transparenter werden müssen. Sowas kann eine Agentur vielleicht auch besser leisten und auf einer eigenen Webseite transparent machen. Aber das gilt aus meiner Sicht auch für das Bundesforschungsministerium (BMBF), deren Förderungen transparenter sein müssten und das wäre mal eine Aufgabe, dies auch umzusetzen. Sicherlich ist das auch für eine Innovationsagentur wichtig und zentral, hier die nötige Transparenz herzustellen, aber eben letztlich für jede Art von Innovationsförderung, die durch die öffentliche Hand stattfindet.</p>



<p><strong><em>Was sagen Sie zu der Aussage, dass es sich bei Innovationsagenturen um einen &#8222;Trend&#8220; handelt, um das jeweilige Wahlprogramm zu schmücken? Beispielsweise hat die SPD einen kurzen Absatz im Wahlprogramm 2021, der besagt, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) zu einer modernen Innovations- und Investitionsagentur weiterentwickeln zu wollen.</em></strong></p>



<p>Die KFW in eine Innovationsförderanstalt umzugestalten, klingt für mich ein bisschen danach, die Prinzipien der Förderung ein wenig zu erleichtern. Aber am Ende wäre die KFW vermutlich immer noch die KFW. Ich kann jetzt hier nicht für die SPD sprechen, aber das klingt für mich jetzt nicht besonders nach einer Neuerung.</p>



<p><em><strong>Zum Abschluss ein Blick in d</strong></em><strong><em>ie Zukunft: Was sind ihre drei Wünsche, wie es mit D.Innova weitergehen soll?</em></strong></p>



<p>Also mein erster Wunsch wäre, dass D.lnnova im Koalitionsvertrag steht. Mein zweiter Wunsch wäre, dass dann 2022 auch wirklich ein Konzept in der neuen Regierung erarbeitet wird und mein dritter Wunsch, dass man 2023 dann wirklich loslegen kann. Ich glaube, das wäre ein sehr ambitionierter Zeitplan und natürlich kann man so eine Innovationsagentur nicht über Nacht aus dem Boden stampfen. Aber wenn man sagen könnte, dass diese neue Innovationsagentur zur Mitte der nächsten Wahlperiode startet, dann wäre das auf jeden Fall eine richtig gute Ergänzung für&nbsp;unser Innovationssystem.</p>



<p><em><strong>Dann bleiben wir gespannt, was aus D.lnnova wird.</strong></em></p>



<p>Absolut &#8211; und je mehr Leute darüber sprechen, umso besser die Aussichten!</p>
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		<title>Innovationsagenturen &#8211; Schnittstelle zwischen Politik und Gesellschaft?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2021 16:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daniel Buhr meint: "Es geht um die Stärkung der Innovationsfähigkeit in der Gesellschaft und darum, wie wir die Zukunft in unserem Sinne als Gesellschaft gestalten können. Dafür brauchen wir Innovationen. Wir sollten uns um die innovative Gesellschaft Gedanken machen, aber eben nicht nur rein technisch betrachtet, sondern auch die soziale und ökologische Innovation genauso in den Fokus nehmen." Und dazu braucht es auch neue Innovationsagenturen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>&#8222;Würde ich innovationspolitisch ein Rating machen, können wir uns durchaus mit den USA messen. Um etwas zu lernen, würde ich eher nach Schweden oder Finnland blicken.&#8220; Das meint zumindest Daniel Buhr, Leiter des <a href="https://www.steinbeis.de/de/verbund/suche-im-steinbeis-verbund/detail.html?tx_z7suprofiles_detail%5Bprofile%5D=2774&amp;cHash=c0da5d377f1e426832e40ac221a70e3d">Steinbeis Transferzentrum Soziale und Technische Innovation</a> sowie Professor an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Derzeit dreht sich die Debatte zur deutschen Innovationspolitik vor allem um Innovationsagenturen und das Ausland als Vorbild. Sind Sprunginnovationen nur ein Buzzword, lohnt sich der Blick zur schwedischen Vinnova und braucht Deutschland noch mehr Innovationsagenturen? Diese Fragen beantwortet Daniel Buhr im Interview mit Kristina Konrad.</p>



<span id="more-1288"></span>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="940" height="451" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Daniel-Buhr.jpg" alt="" class="wp-image-1290" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Daniel-Buhr.jpg 940w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Daniel-Buhr-300x144.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Daniel-Buhr-768x368.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Daniel-Buhr-24x12.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Daniel-Buhr-36x17.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/Daniel-Buhr-48x23.jpg 48w" sizes="(max-width: 940px) 100vw, 940px" /><figcaption>Daniel Buhr ist Professor für politische Wirtschaftslehre und Policy Analyse am Institut für<br />Politikwissenschaft der Universität Tübingen. (Foto: privat)</figcaption></figure>



<p><strong><em>Was verstehen Sie unter dem Begriff Sprunginnovation?</em></strong></p>



<p>Sprunginnovation ist ein typischer Containerbegriff, unter dem sehr viel verstanden werden kann. Ich würde mal grundlegend eine radikale, eine bahnbrechende Innovation darunter verstehen. In definitorischer Abgrenzung zu inkrementellen Innovationen. Sprunginnovation, also radikale Innovation, ist also vermutlich das, was Schumpeter mit der schöpferischen Zerstörung beschrieben hat. Solche Innovationen haben das Potenzial, einen Paradigmenwechsel auszulösen. Nehmen wir das Beispiel der Industrie 4.0 als Vision &#8211; diese hat das Potenzial vieles in der industriellen Fertigung der Vergangenheit infrage zu stellen. Man vermutet hier einen großen ökonomischen aber auch gesellschaftlichen Impact. Daher sind viele – natürlich auch die politisch Verantwortlichen – auf der Suche nach genau so einer Innovation. Es wird das Potenzial einer Sprunginnovation analysiert, sodass diese dann im eigenen Land oder am Standort gepusht werden kann. Hier kommen die Agenturen wieder ins Spiel.</p>



<p><strong><em>Seit Ende 2019 hat Deutschland eine Agentur für Sprunginnovationen. Haben solche Innovationsagenturen Einfluss auf politische Entscheidungen?</em></strong></p>



<p>Zuerst muss gesagt werden, dass wir in Deutschland als auch weltweit verschiedene <a href="https://www.th-nuernberg.de/fileadmin/fakultaeten/amp/amp_docs/Innovationssouver%C3%A4nit%C3%A4t_WorkingPaper_1_2021_Banholzer.pdf">Typen von Innovationsagenturen</a> haben. Darunter gibt es einige, die komplett staatlich gefördert sind, wie zum Beispiel auch unsere Agentur für Sprunginnovationen. Auf der anderen Seite gibt es wiederum semistaatliche Innovationsagenturen – diese sind häufig bei Industrien oder Handelskammern angesiedelt. Hier sind diverse Industrie- und Technologieeinrichtungen als auch Universitäten vertreten. Diese sollen bei einer guten Idee den Übergang von einer Basiswissenschaft, einer Grundlagenforschung an der Universität oder einem Labor, wie z. B. einem Max-Planck-Institut, durch das sogenannte “Valley of Death” bis hin zur Marktreife erleichtern. Zudem gibt es private Akteure, die fleißig im Markt agieren und Innovationsberatung betreiben. </p>



<p>Dadurch, dass wir davon ausgehen, dass heutzutage Innovationen immer in Systemen und von vielen Akteuren entstehen, sind Innovationsagenturen ein relevanter und wesentlicher Akteur in diesem Ökosystem. Daher stehen politische Entscheidungsträger und Verwaltungen auch in ständigem Austausch mit Innovationsagenturen. Der Einfluss auf die politischen Entscheidungen ist schwierig zu messen. Jedoch kann gesagt werden, dass je näher eine Innovationsagentur im politischen Raum ist, also sobald Steuergelder damit verbunden sind, der Einfluss in beide Richtungen größer ist, als wenn man einen komplett privaten Akteur hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erfolg messen &#8211; aber wie?</h2>



<p><strong><em>Sind Innovationsagenturen in Bezug auf die Verwendung von Steuergeldern und allgemein gegenüber der Gesellschaft im notwendigen Umfang transparent?</em></strong><br /></p>



<p>Die <a href="https://futurecommunication.de/?p=1260">Innovationsagentur Sprin-D</a> beispielsweise hat diese Transparenz meines Erachtens durchaus. Allgemein gilt bei solchen, öffentlich finanzierten Agenturen: Da entscheiden Ausschüsse und es gibt klare Budgets mit Haushalts-kennziffern. Die Opposition kann mit einer kleinen Anfrage einfach die Budgets erfragen und schafft damit auf der Ebene des Steuerzahlenden Transparenz. Bei den anderen ist es natürlich schwieriger zu messen, das sind auch privatwirtschaftliche Institutionen und dementsprechend wird auch privates Geld verwendet. Deswegen liegt das dann auch nicht so stark im Fokus. </p>



<p>Im Allgemeinen stehen wir natürlich immer vor der großen Herausforderung, bei der Grundlagenforschung angefangen an der Universität bis hin zu den politischen Akteuren und auch in den Innovationsagenturen ein Stück weit Innovation sowie ihre Arbeit sicht- und messbar zu machen. Bei jeder Maßnahme, vor allem bei den Fördermaßnahmen von Anfang an mitzudenken: Wie kann ich das bewerten? Und wie kann ich den Erfolg messen? Also nicht nur den Output, sondern eben auch den Outcome oder auch den gesellschaftlichen Impact. Eine soziale Innovation ist jetzt betriebswirtschaftlich nicht sonderlich erfolgreich und das muss sie auch vielleicht nicht sein. Möglicherweise auch nicht volkswirtschaftlich, aber sie kann eben einen sozialen Impact haben, weil es zum Beispiel für gerechtere Lebensverhältnisse sorgt, soziale Innovationen im Bereich von nachhaltigem Wirtschaften unterstützt oder unsere Ökologie nicht so strapaziert. Das alles ist ein Impact, der lässt sich mitunter gut messen. </p>



<p>Der Austausch zwischen politischen Verantwortlichen in solchen Evaluationsmaßnahmen und den Prozessen, die jenseits von so einem Abschlussbericht stattfinden, müssen besser werden. Es ist nicht nur bei den Berichten für Ministerien zu belassen, es sollte on top noch mal etwas drauf gesattelt werden. Es muss der Bevölkerung sichtbarer gemacht werden, was für ein Impact durch die Maßnahme kreiert werden könnte.</p>







<h2 class="wp-block-heading">Zum Lernen nach Schweden und Finnland blicken</h2>







<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="600" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/EU-Innovation-Leaders-1024x600.jpg" alt="" class="wp-image-1304" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/EU-Innovation-Leaders-1024x600.jpg 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/EU-Innovation-Leaders-300x176.jpg 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/EU-Innovation-Leaders-768x450.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/EU-Innovation-Leaders-1536x900.jpg 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/EU-Innovation-Leaders-2048x1201.jpg 2048w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/EU-Innovation-Leaders-1570x920.jpg 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/EU-Innovation-Leaders-1000x586.jpg 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/EU-Innovation-Leaders-24x14.jpg 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/EU-Innovation-Leaders-36x21.jpg 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2021/09/EU-Innovation-Leaders-48x28.jpg 48w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ergebnis des <a href="https://ec.europa.eu/growth/industry/policy/innovation/scoreboards_en">European Innovation Scoreboards 2021</a>. (Grafik: EU Kommission)</figcaption></figure>



<p><strong><em>In der Diskussion um Innovation wird oft auf Vorbilder im Ausland verwiesen. Ist Deutschland innovationspolitisch</em></strong> <strong><em>nicht so weit fortgeschritten wie Schweden oder die USA?</em></strong></p>



<p>Würde ich innovationspolitisch ein Rating machen, können wir uns durchaus mit den USA messen. Um etwas zu lernen, würde ich eher nach Schweden oder Finnland blicken, weil sich dieser Geist dort schon früher durchgesetzt hat. Es sind natürlich bevölkerungstechnisch kleinere Länder, aber dennoch können sie als Beispiel gelten. Schweden hat schon früh den industriellen Pfad verlassen und ist stärker in ihre Dienstleistungs- und IT-Innovation gegangen. Das hängt vielleicht auch mit der Verwaltung zusammen. Der öffentliche Dienst hat in Schweden ein anderes Ansehen als bei uns. Das sind vielschichtige Gründe. Es ist am Ende des Tages auch ein kleines Land mit anderen Strukturen. Wir müssen versuchen, in unserem &#8211; föderalen &#8211; Ökosystem mehr Akteure einzubinden und das ist natürlich schwieriger als in einem kleineren Land.</p>



<p><strong><em>Benötigt Deutschland weitere Innovationsagenturen?</em></strong></p>



<p><a href="https://futurecommunication.de/?p=1271">Tatsächlich ja</a>. Wir brauchen eine Art Koordinationsinstanz. Seit Jahrzehnten haben wir einen relativ starken Aufschwung in der Ressortforschung. Früher wurde die Forschungspolitik vom Forschungsministerium (BMBF) betrieben und das Wirtschaftsministerium (BMWi) hat sich um den Innovationsteil gekümmert. Die Übergänge sind heutzutage fließend. Das BMBF betreibt nicht nur freie Grundlagenforschung, sondern unterstützt auch Innovationsprozesse, genauso wie auch das BMWi, das Gesundheits- und das Agrarministerium. Alle haben letztlich Ressortforschungsinstitute, die auch Innovation betreiben, unterstützen und vielleicht auch hemmen. </p>



<p>Da sind so viele politische Instrumente unterwegs, die gut orchestriert werden sollten und da fehlen uns in Deutschland geeignete Formate, die diese Koordination leisten. Wir benötigen Koordinationsinstrumente, um diesen Austausch innerhalb von Ministerien mit diesen Akteuren und Innovationsagenturen zu fördern. Eine Art Plattform, die diese Ökosysteme besser koordiniert und da ist die Idee, eine Agentur zu gründen, ideal. Es gibt verschiedene Anknüpfungspunkte im Ausland wie in Schweden oder Österreich. Unsere Agentur für Sprunginnovationen orientiert sich ja vielleicht auch ein bisschen in der Genese an der DARPA aus den USA.</p>







<h2 class="wp-block-heading">Innovationsagenturen sind mehr als Symbolpolitik</h2>







<p><strong><em>Was sagen Sie zu der Aussage, dass es sich bei Innovationsagenturen um einen “Trend” handelt, um das jeweilige Wahlprogramm auszuschmücken?</em></strong></p>



<p>Man darf in der Politik das Symbolische nicht unterschätzen. Dadurch wird das Thema im Idealfall in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen und da hilft es natürlich, wenn es im Wahlprogramm auftaucht. Ich sehe auch selbst, dass Parteien einen häufiger befragen als in der Vergangenheit. Deswegen nehme ich diesen Trend positiv zur Kenntnis, freue mich darüber und denke auch, dass das Thema aber auch zu wichtig ist, um hier nicht so prominent genannt zu werden. Denn es geht um die Gestaltung unserer Zukunft. Es geht um die Stärkung der Innovationsfähigkeit in der Gesellschaft und darum, wie wir die Zukunft in unserem Sinne als Gesellschaft gestalten können. Dafür brauchen wir Innovationen. </p>



<p>Wir sollten uns um die innovative Gesellschaft Gedanken machen, aber eben nicht nur rein technisch betrachtet, sondern auch die soziale und ökologische Innovation genauso in den Fokus nehmen. Im Sinne von Anpassungsfähigkeit einer Gesellschaft an Herausforderungen, die in der Zukunft warten. Ich glaube an die Gesellschaften, die in jeglicher Hinsicht agil sind, aber auch so eine, wie wir in der Wissenschaft sagen eine gewisse Ambidextrie aufweisen, die richtige Balance zwischen Stabilität und Veränderungsbereitschaft. Das sind wahrscheinlich die, die in der Zukunft erfolgreich sein werden, die besonders anpassungsfähig sind und das sind Kompetenzen, die man auf der individuellen, organisationalen und gesamtgesellschaftlichen Ebene entwickeln muss, sprich eine Innovationskultur als Gesellschaft. All das können dann auch hoffentlich Innovationsagenturen positiv beeinflussen.</p>
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