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	<title>Smartphonemarkt Archive - Future Communication</title>
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	<description>Zukunft der Technikkommunikation</description>
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	<title>Smartphonemarkt Archive - Future Communication</title>
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		<title>Manuel Christa: „Das Smartphone ist die Informationszentrale“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2020 13:48:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Faltbare Smartphones]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem ersten Smartphone revolutionierte Apple im Jahr 2007 den Mobiltelefon-Markt. Im letzten Jahr ist ein Produkt aufgetaucht, dass den Markt ein weiteres Mal tiefgreifend verändern könnte: das faltbare Smartphone. Im Interview gibt der Technikjournalist Manuel Christa seine Einschätzung zu dieser neuen Form von Endgeräten und darüber, ob sie Auswirkungen für den Journalismus haben wird. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/manuel-christa-das-smartphone-ist-die-informationszentrale/">Manuel Christa: „Das Smartphone ist die Informationszentrale“</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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<p><strong>Mit dem ersten Smartphone revolutionierte Apple im Jahr 2007 den Mobiltelefon-Markt. Im letzten Jahr ist ein Produkt aufgetaucht, dass den Markt ein weiteres Mal tiefgreifend verändern könnte: das faltbare Smartphone. Im Interview gibt der Technikjournalist Manuel Christa seine Einschätzung zu dieser neuen Form von Endgeräten und darüber, ob sie Auswirkungen für den Journalismus haben wird.</strong></p>



<p class="has-text-align-right"><em>Ein Gastbeitrag von Robert Conrad</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/10/1_Xing.jpg" alt="Manuel Christa kennt sich mit dem Thema Smartphone aus." class="wp-image-648" width="341" height="341"/><figcaption>Manuel Christa ist studierter Technikjournalist und als festangestellter IT-Journalist bei der Fachzeitschrift PC Games Hardware beschäftigt. (Foto: Christa)</figcaption></figure></div>



<p><em>Wie würden Sie die Auswirkungen des erste iPhones beschreiben</em>?</p>



<p><strong>Manuel Christa:</strong> Das Handy entwickelte sich mit der Einführung vom einfachen mobilen Telefon hin zum kleinen Computer. Es war nicht mehr nur möglich zu telefonieren, SMS zu schreiben und eben allgemein zu kommunizieren, sondern plötzlich war es auch möglich halbwegs annehmbar im Internet zu surfen. Klar war das auch mit den älteren Handys, den schwarz-weiß Handys, möglich. Praktikabel war es aber nicht. Weder von den Webseitenanzeigen, noch von der Auflösung oder gar den Inhalten.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p>Artikel zum Thema: <a href="https://futurecommunication.de/muss-der-journalismus-sich-ann-neue-endgerate-anpassen/(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Faltbare Smartphones: Muss der Journalismus sich an neue Endgeräte anpassen?</a></p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p>Apples iPhone war da die Revolution auf dem Markt. Und das war damals auch wirklich eine Revolution, weil die Tastenhandys einfach nicht mehr dem Mainstream entsprachen und einfach abgelöst wurden. Das mobile Internet musste dafür zwar erst noch ausgebaut werden, und das hat auch noch eine Weile gebraucht, dennoch konnten die Nutzer des iPhones mobil im Internet surfen. Das war der große Game-Changer. Von den ganzen Apps und Anwendungen die das iPhone mitbrachte ganz zu schweigen. </p>



<p>Auf den alten Handys konnte zwar auch ein Browser-Fenster geöffnet werden, aber ein Genuss war das nicht. Erst jetzt konnten die Menschen anfangen, unterwegs Internetinhalte zu konsumieren — das wirkte sich natürlich auch auf den Journalismus aus. Heute schauen, zum Beispiel im Zug, viele Leute Youtube-Videos, Filme, Serien oder konsumieren anderweitig Inhalte mit ihrem Smartphone.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Büro in der Hosentasche</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><em>Was denken Sie, wofür die Menschen ihr Smartphone am meisten nutzen</em>?</p>



<p><strong>Christa: </strong>Unterschiedlich. Ich würde sagen, das Smartphone ist die Informationszentrale. Der Dreh- und Angelpunkt des Lebens – so schlimm das klingt. Es ist das ganze Büro in einem. Menschen organisieren heute ihr ganzes Leben über ihr Handy, vom Onlinebanking über Informationsbeschaffung, bis hin zur Unterhaltung.</p>



<p><em>In der ersten Antwort haben Sie das Wort „Revolution“ benutzt. In den vergangenen zwölf Monaten ist eine neue Art von Smartphone aufgetaucht, die sich doch nochmal etwas von den Handys unterscheidet, die wir in den letzten zehn Jahren kennengelernt haben. Wie schätzen Sie die neuen, faltbaren Smartphones ein?</em></p>



<p><strong>Christa: </strong>Es ist schön, dass eine neue Technik kommt, dass sich Smartphones weiterentwickeln und es versucht wird, Alternativen zu bieten. Denn großartig haben sich die Handys in den letzten Jahren nicht mehr geändert. Während das erste iPhone aber eine wirkliche Revolution war, werden die faltbaren Smartphones bestenfalls eine Nische. Die Geräte sind eine Lösung, für ein Problem, das noch niemand hat. Die Frage, die sich stellt: Welchen Mehrwert bietet das neue Gerät wirklich? Einen größeren Screen, klar. Der ist aber sehr rechteckig, was nicht besonders praktisch ist. </p>



<p>Hinzu kommt: Tablet-Größe erreichen die aufgefalteten Smartphones nicht. Zwar können via Bluetooth Tastaturen verbunden werden und so kleine Texte bis ganze Artikel getippt werden, aber das geht mit den herkömmlichen Handys auch. Für alles was mehr Arbeitsaufwand bedarf – also zum Beispiel einen Text online stellen, Bilder bearbeiten oder Videos schneiden – würde ich dann aber wieder auf den Laptop zurückgreifen. Insofern ist das für mich eher Spielerei.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gerät mit Sollbruchstelle</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><em>Was sind Vor- und Nachteile dieser neuen Smartphone Generation?</em></p>



<p><strong>Christa:</strong> Nachteile sehe ich vor allem bei den technischen Aspekten. Das Gerät hat im Endeffekt eine Sollbruchstelle. Einige Hersteller haben sich da in der Konstruktion wohl etwas verschätzt. Die ersten Generationen der faltbaren Smartphones sind nun zwar schon seit einem guten Jahr auf dem Markt, aber eben noch nicht wirklich angekommen. Die Handys sind natürlich sehr teuer, aber dem hohen Preis allein möchte ich das nicht zuschreiben. Das erste iPhone hatte für damalige Verhältnisse auch<br />einen hohen Preis und damit eigentlich kein Problem. </p>



<p>Ein Vorteil für den ein oder anderen könnte natürlich der größere Screen sein. Vielleicht ist das Handy so ein besserer E-Book Reader. Ich kann mir aber eher vorstellen, dass die Displaytechnik der flexiblen Displays eher in anderen Bereichen Vorteile hat. LG hat zum Beispiel einen einrollbaren<br />Fernseher. Zum faltbaren Handy lässt sich auf jeden Fall sagen, dass es wohl eine Nische für Kunden abdeckt, die einen noch größeren Handy-Screen bequem in ihrer Hosentasche herumtragen wollen.<br /></p>



<h2 class="wp-block-heading">Großes Ding oder nette Alternative?</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><em>Grobe Einschätzung: Werden sich die Geräte auf dem Markt etablieren</em>?</p>



<p><strong>Christa: </strong>Die, die jetzt da sind, mit Sicherheit nicht. Das sind eher so Leuchtturmprojekte. Die großen Hersteller müssen immer etwas Neues liefern. Das finde ich an sich auch gut, da die Technik so nicht in einem Einheitspreis verweilt. Von daher finde ich es gut, dass es diese technischen Neuerungen gibt, aber dass die sich durchsetzen, glaub ich kaum. Es ist mehr eine nette Alternative, als das nächste große, dicke Ding der Smartphones.</p>



<p><em>Gibt es Potenzial für neue Kommunikationsformate?</em></p>



<p><strong>Christa:</strong> Ich wüsste nicht wo. Schon das iPhone hat nur bestehende Kommunikationsformate aufgenommen und diese mobil gemacht. Text, Audio, Video und Podcasts sind im Moment ja ziemlich beliebt. Apple hat hier natürlich mit dem iPod Pionierarbeit geleistet und den Weg geebnet.<br />Aber wer braucht heute noch einen iPod? Der wurde auch einfach vom Handy geschluckt. Ich wüsste nicht, wie sich einfach nur ein größerer Screen auf neue Kommunikationsformate auswirken kann. Natürlich kann man bequemer größere Texte lesen, aber das geht mit dem normalen Smartphone auch. Und wer doch mehr Bildschirm möchte, der nutzt ein Tablet oder ein Notebook. Ich sehe hier keine Nische zwischen dem herkömmlichen Smartphone und dem Tablet beziehungsweise dem<br />Laptop. Im Gegenteil: Ich denke sogar, dass die Tablets abnehmen werden. Denn zwischen einem Smartphone und einem Laptop brauchen wahrscheinlich nur wenig Leute wirklich ein Gerät.<br /></p>



<h2 class="wp-block-heading">Formatänderungen rein technisch</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><em>Müssen sich Journalisten in Zukunft Gedanken um neue, zugeschnittene Formate machen?</em></p>



<p><strong>Christa:</strong> Überhaupt nicht. Das ist eine rein technische Sache, bei der es nur darum geht, dass die Texte und Videos in dem Format gut angezeigt werden. Ob ich einen Text mobil oder am Bildschirm lese: Es ist derselbe Text. Es braucht also nur die richtige technische Basis, die dafür sorgt, dass alles richtig skaliert. Natürlich müssen Online-Texte formatbedingt anders geschrieben werden als Print-Texte. Aber das sind nur kleine kosmetische Feinheiten, an denen nicht mal das iPhone etwas geändert hat. Für den Journalisten ändert sich meiner Meinung nach deswegen vorerst nichts.<br /></p>



<p><em>Wird die neue Endgerät-Technik die Arbeit von Journalisten nachhaltig prägen?</em></p>



<p><strong>Christa:</strong> Nein, ich wüsste nicht wie.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/manuel-christa-das-smartphone-ist-die-informationszentrale/">Manuel Christa: „Das Smartphone ist die Informationszentrale“</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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		<title>Faltbare Smartphones: Muss der Journalismus sich an neue Endgeräte anpassen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2020 09:41:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Endgeräte]]></category>
		<category><![CDATA[Faltbare Smartphones]]></category>
		<category><![CDATA[Handys]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mobile Endgeräte haben sich im Laufe der Zeit vielfach weiterentwickelt. Von Beginn an waren Handys zum Zweck der Kommunikation konzipiert, immer mit diesen Anforderungen: besser, schneller, informativer. Aber wie wirkt sich deren Entwicklung auf den Journalismus aus? Bereits in der Vergangenheit hatten technische Neuerungen großen Einfluss. Ein Gastbeitrag von Robert Conrad Immer dicht hinter der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/muss-der-journalismus-sich-ann-neue-endgerate-anpassen/">Faltbare Smartphones: Muss der Journalismus sich an neue Endgeräte anpassen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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<p><strong>Mobile Endgeräte haben sich im Laufe der Zeit vielfach weiterentwickelt. Von Beginn an waren Handys zum Zweck der Kommunikation konzipiert, immer mit diesen Anforderungen: besser, schneller, informativer. Aber wie wirkt sich deren Entwicklung auf den Journalismus aus? Bereits in der Vergangenheit hatten technische Neuerungen großen Einfluss.</strong></p>



<span id="more-498"></span>



<p class="has-text-align-right"><em>Ein Gastbeitrag von Robert Conrad</em></p>



<p>Immer dicht hinter der Entwicklung des Handymarktes war die Entwicklung der Personengruppe, die die mobilen Endgeräte mit möglichst gut zugeschnittenen Kommunikationsformaten zum Zweck der Informationsbeschaffung bespielte – die Entwicklung des (Online-) Journalismus. Nun steht der Smartphone-Markt erneut vor einer Evolution. Ist der Journalismus also ebenfalls wieder im Zugzwang nach fundamentaler Veränderung?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die erste Revolution</h2>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/09/Klapphandy-bearbeitet.jpg" alt="Eine Frau hält ein Klapphandy in der Hand. Diese Endgeräte haben einen großen Imagewandel hinter sich." class="wp-image-635" width="316" height="422" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/09/Klapphandy-bearbeitet.jpg 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/09/Klapphandy-bearbeitet-225x300.jpg 225w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/09/Klapphandy-bearbeitet-18x24.jpg 18w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/09/Klapphandy-bearbeitet-27x36.jpg 27w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2020/09/Klapphandy-bearbeitet-36x48.jpg 36w" sizes="(max-width: 316px) 100vw, 316px" /><figcaption>Vom Statussymbol zum Seniorentelefon: Klapphandys haben einen großen Imagewandel durchgemacht.</figcaption></figure></div>



<p>Das Klapphandy ist eigentlich ein Relikt der Vergangenheit. Heutzutage hauptsächlich von Rentnern als Seniorenhandy genutzt, mitsamt SOS-Knopf und XXL-Tastatur, war es zu der Zeit um den Jahrtausendwechsel ein Statement. Fast schon ein technisches Statussymbol, denn der Urgroßvater der auf- und zuklappenden Handys, das Motorola StarTAC aus dem Jahr 1996, prägte das Aussehen der kommenden Mobiltelefone für mehr als zehn Jahre. Auf der im Jahr 2005 von Dan Tynan veröffentlichten <a href="https://www.pcworld.com/article/123950/the_50_greatest_gadgets_of_the_past_50_years.html?page=2">Liste der 50 wichtigsten Gadgets</a> der Computerzeitschrift PCWorld rangiert das StarTAC auf Platz sieben. </p>



<p>Die Gründe für den Erfolg der Handys mit dem Klappmechanismus liegen auf der Hand, wie es in einem <a href="https://www.testberichte.de/telekommunikation/2592/handys/klapphandys.html#ratgeber-klapphandys">Ratgeber zu Klapphandys im Jahr 2020</a> auf Testberichte.de heißt: Die Displays sind durch die Innenlage geschützt, Tastaturen und Anzeigen fallen trotz kompakter Bauweise größer aus und das Auf- und Zuklappen nimmt Anrufe an oder beendet sie. Das Ende der Klapphandys, wie auch das Ende aller anderen herkömmlichen Handys, läutete Apple im Jahr 2007 mit der Vorstellung des iPhones der ersten Generation ein. Das Smartphone, wie wir es heute kennen, war geboren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">120 Millionen iPhones in einem Jahr</h2>



<p>Manuel Christa, Technik-und IT-Journalist bei der Zeitschrift PC Games Hardware, beschreibt das erste iPhone in einem eigens für dieses Essay geführte Interview als Revolution auf dem Handymarkt. Schnell eroberte die neue Technologie die Hosentaschen der Kunden. Eine <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/12856/umfrage/absatz-von-smartphones-weltweit-seit-2007/">Statistik aus dem Jahr 2020 über den Endkundenabsatz von Smartphones weltweit von 2007 bis 2019</a> zeigt, dass bereits im ersten Jahr mehr als 120 Millionen Smartphones verkauft wurden. </p>



<p>Bei einem Einstiegspreis von 500 US-Dollar war das keine Selbstverständlichkeit für damalige Verhältnisse. In den Folgejahren stiegen die Verkaufszahlen dann bis 2014 fast schon exponentiell an. Einen vorläufigen Höhepunkt erreichten sie im Jahr 2018 mit etwas mehr als 1,55 Milliarden verkauften Smartphones. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Siegeszug, der eine Branche veränderte</h2>



<p>Mit der Erfindung und Markteinführung des Smartphones änderte sich einiges grundsätzlich und wie die Statistik zum Endkundenabsatz zeigt, auch längerfristig. „Das Handy entwickelte sich mit der Einführung vom ersten iPhone vom einfachen mobilen Telefon hin zum kleinen Computer. Es war nicht mehr nur möglich zu telefonieren, SMS zu schreiben und eben allgemein zu kommunizieren, sondern plötzlich war es auch möglich halbwegs annehmbar im Internet zu surfen“, sagt Christa und beschreibt diesen Fakt weiterhin als den „großen Game-Changer“. </p>



<p>Denn „erst jetzt konnten die Menschen anfangen, unterwegs Internetinhalte zu konsumieren — das wirkte sich natürlich auch auf den Journalismus aus. Heute schauen, zum Beispiel im Zug, viele Leute YouTube-Videos, Filme, Serien oder konsumieren anderweitig Inhalte mit ihrem Smartphone“, ergänzt Christa. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Unterwegs informiert</h2>



<p>Die Auswirkungen auf den Journalismus fasste Professor Doktor Thomas Leif in Zusammenarbeit mit Thomas Mrazek und Albrecht Ude im Jahr 2011 in dem Buch „Online-Journalismus, Zukunftspfade und Sackgassen“ wie folgt zusammen: „Auch unterwegs wollen User informiert sein (&#8230;). Kostenlos oder im Abonnement bieten immer mehr journalistische Netzangebote ihre Inhalte über Apps für das iPhone an.“ </p>



<p>Außerdem wird beschrieben, dass auch Videozusammenschnitte der aktuellen Nachrichten sich auf fast allen Newsportalen im Netz finden. Dementsprechend müssen Redakteure plötzlich mit Schnittprogrammen umgehen können. „Da die Homepage bzw. die gesamte Webseite am schnellsten aktualisiert werden kann, gehen einige Redaktionen zur „Online-First“-Strategie über (&#8230;). Das verändert zum einen die Arbeitsabläufe in den Redaktionen komplett und ist zudem ein täglicher Balanceakt.“ Schließlich müsse ständig abgewogen werden, was online gestellt wird, und was in die Zeitung gedruckt wird. Denn auch die Printauflage soll nicht an Relevanz verlieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine neuer Meilenstein?</h2>



<p>Im September 2019 versuchte Samsung den nächsten Schritt in der Evolution der Smartphones einzuleiten. Dabei griff der koreanische Konzern ein Feature auf, das sich auf dem Handymarkt der Vergangenheit bereits großer Beliebtheit erfreute – ein Scharnier, das das Auf- und Zuklappen des Smartphones ermöglicht. Den ersten Gehversuch dieser neuen Art von Falt-Smartphone, das Samsung Galaxy Fold, stützte Samsung schnell mit einem Nachfolger ab, dem Samsung Z Flip. Dieses kam im Februar dieses Jahrs auf den Markt. </p>



<p>Dem Konzern kann – unter Betracht der Tatsache, dass er innerhalb von nur einem halben Jahr gleich zwei Falt-Smartphones veröffentlichte – unterstellt werden, dass er die neue Technologie weiter vorantreiben und ausbauen will. Auch Mitbewerber wie Motorola und Huawei haben vergleichbare Smartphones auf dem Markt gebracht, beziehungsweise angekündigt. Wenn sich die neuen, faltbaren Smartphones durchsetzen, kann eine neue, permanente Art von Endgeräten entstehen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Faltmechanismus: Revolution oder Nische?</h2>



<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=WGZh-xP-q7A&amp;feature=youtu.be&amp;t=126" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Linus Sebastian beschreibt das Samsung Galaxy Fold</a> beispielsweise als faltbares Tablet, das auch nach dem Nutzen der Tablet-Eigenschaften, zum Beispiel dem Verfassen eines Textes auf einem größeren Display oder dem Rezipieren eines Videos, noch als Telefon verwendbar ist. Weiter beschreibt er, dass das Telefon sein Nutzungsverhalten zum Positiven verändert hat. Durch den Extraaufwand, den es benötigt das Telefon aufzuklappen, nutzt er das Handy mit mehr bedacht, dann aber intensiver. Außerdem sei das Galaxy Fold ein toller E-Book Reader. </p>



<p>Dem gegenüber steht die Einschätzung von Christa. Er kann der neuen Technologie keine großen Vorteile gegenüber den herkömmlichen Smartphones abgewinnen. Zwar ist er erfreut über den technischen Fortschritt, doch hält er das neue Endgerät bestenfalls für eine Nische: „Die Geräte sind eine Lösung, für ein Problem, das noch niemand hat“. </p>



<p>Dennoch hat sich in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass neue Endgeräte den Journalismus stark verändern können. Müssen sich Journalisten also erneut Gedanken um große Veränderungen machen? Beispielsweise um neue, zugeschnittene Formate? </p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine unklare Zukunft</h2>



<p>Christa glaubt das nicht, denn schon das iPhone habe nur bestehende Kommunikationsformate aufgenommen und diese mobil gemacht. Natürlich könne der Rezipient bequemer größere Texte lesen, aber das ginge mit dem normalen Smartphone auch. „Und wer doch mehr Bildschirm möchte, der nutzt ein Tablet oder ein Notebook. Ich sehe dazwischen keine Nische“. </p>



<p>Die aktuellen Neuerungen auf dem Smartphone-Markt verlangen nach Christas Einschätzung zudem nur nach kleinen Anpassungen auf der Senderseite. „Das ist eine rein technische Sache, bei der es nur darum geht, dass die Texte und Videos in dem Format gut angezeigt werden. Ob ich einen Text mobil oder am Bildschirm lese: Es ist derselbe Text.“ Entscheidend sei, dass eine gewisse technische Basis dafür sorgt, dass alle dargestellten Inhalte richtig skalieren. Unter diesen Umständen bedarf es also keiner weiteren Anpassung. </p>



<p>„Natürlich müssen Online-Texte formatbedingt anders geschrieben werden als Print-Texte. Aber das sind nur kleine kosmetische Feinheiten, an denen nicht mal das iPhone etwas geändert hat“, ergänzt Christa und fasst zusammen: „Für den Journalisten ändert sich meiner Meinung nach deswegen vorerst nichts.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr Gestaltungsfreiraum durch bessere Endgeräte</h2>



<p>Sophie Burkhardt, ZDF-Beauftragte und stellvertretende Geschäftsführerin des Content-Netzwerks Funk von ARD und ZDF, hat dazu bereits im Jahr 2011 in einem <a href="https://netzwerkrecherche.org/files/nr-werkstatt-18-online-journalismus.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interview mit der NR Netzwerkrecherche </a>eine andere Sichtweise geäußert, die durchaus auch heute noch aktuell ist und auf die heutige Smartphone Situation übertragen werden kann. Sie sagt: „In einem hochinnovativen Umfeld wie dem Online-Journalismus sind Trends extrem schwer vorherzusagen.“ Außerdem stellt sie die Frage, ob jemand im Jahr 2006 die Bedeutung von Facebook, Twitter oder dem iPhone hätte prognostizieren können. </p>



<p>Weiter behauptet sie, dass gerade solche Innovationen den Online-Journalismus, seine Verbreitungswege, Formate und die Beziehung zu den Usern verändern. Burkhardt führt weiter aus, dass sich grundsätzlich wohl sagen lässt: „Je besser die Geräte und je schneller die Internetverbindungen werden, desto mehr Möglichkeiten gibt es auch für technisch-komplexere multimediale Formate. Die Herausforderung an den Journalismus besteht hierbei darin, diese Formate auch zu nutzen, um die eigene Erklär-Kompetenz zu erhöhen“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klappe die Zweite?</h2>



<p>Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die neuen, faltbaren Smartphones sicherlich als eine valide technische Weiterentwicklung bezeichnet werden können. Ob sie allerdings den Handymarkt revolutionieren, wie einst das iPhone, bleibt abzuwarten. Entsprechend sind auch eventuelle Auswirkungen auf den Journalismus unklar. </p>



<p>Sicher ist aber, dass auf der technischen Seite Neuerungen nachgerüstet werden müssen, um beispielsweise die Skalierbarkeit auf die neuen Endgeräte anzupassen. Sicher ist aber auch, dass sich Megatrends wie Facebook, Twitter und das iPhone, wie Sabine Burkhardt schon gesagt hat, nur schwer vorhersagen lassen. Am besten wird es sein, die technische Evolution der Smartphones aufmerksam zu beobachten und den Journalismus Stück für Stück anzupassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/muss-der-journalismus-sich-ann-neue-endgerate-anpassen/">Faltbare Smartphones: Muss der Journalismus sich an neue Endgeräte anpassen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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