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	<title>Frauen in Innovationsberufen Archive - Future Communication</title>
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	<title>Frauen in Innovationsberufen Archive - Future Communication</title>
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		<title>Women Entrepreneurs in Science: Mit Entschlossenheit und Mentoring gegen die Männerdomäne in der Gründungsszene</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Spies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2025 19:49:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internet & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Entrepreneurship]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen in Innovationsberufen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Women Entrepreneurs in Science (WES) ist ein NRW-weites Hochschul-Netzwerk der Bergischen Universität Wuppertal für Gründerinnen und gründungsinteressierte Frauen. Es verbindet Hochschulen über ein Netzwerk, teilt Best Practices und bietet Workshops sowie Events an, um Gründung als Karriereoption sichtbarer zu machen. Hannah Jensen ist Projektmitarbeiterin bei Women Entrepreneurs in Science. Als Absolventin im Bereich Management und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/women-entrepreneurs-in-science-mit-entschlossenheit-und-mentoring-gegen-die-maennerdomaene-in-der-gruendungsszene/">Women Entrepreneurs in Science: Mit Entschlossenheit und Mentoring gegen die Männerdomäne in der Gründungsszene</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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<p><em><strong>Women Entrepreneurs in Science (WES)</strong> ist ein NRW-weites Hochschul-Netzwerk der Bergischen Universität Wuppertal für Gründerinnen und gründungsinteressierte Frauen. Es verbindet Hochschulen über ein Netzwerk, teilt Best Practices und bietet Workshops sowie Events an, um Gründung als Karriereoption sichtbarer zu machen.</em></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="470" height="702" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/09/Hannah_Jensen.png" alt="" class="wp-image-3088 size-full" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/09/Hannah_Jensen.png 470w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/09/Hannah_Jensen-201x300.png 201w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/09/Hannah_Jensen-16x24.png 16w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/09/Hannah_Jensen-24x36.png 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/09/Hannah_Jensen-32x48.png 32w" sizes="(max-width: 470px) 100vw, 470px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-text-align-center"><strong>Hannah Jensen</strong> ist Projektmitarbeiterin bei Women Entrepreneurs in Science. Als Absolventin im Bereich Management und Marketing sowie als ehemalige Gründerin kann sie von Gründungserfahrungen bei ihrer Arbeit bei WES profitieren.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was macht ihr bei WES und wie seid ihr organisiert?</strong></h2>



<p>Ich arbeite im Projekt Women Entrepreneurs in Science (WES), das an der Uni Wuppertal angesiedelt ist, aber NRW-weit agiert. Wir haben ein Netzwerk mit Hochschulen aus ganz NRW aufgebaut, treffen uns regelmäßig zum Austausch von Best Practices und teilen unsere Erkenntnisse aus dem Projekt. Neben dem Wissenstransfer bieten wir auch Workshops und Events speziell für Studentinnen und Hochschulmitarbeiterinnen an. Unser Ziel ist es, Gründung als Karriereoption sichtbarer zu machen, da viele Frauen das Thema oft nicht auf dem Schirm haben. Das Projekt läuft seit vier Jahren, und wir passen unsere Angebote regelmäßig an die Bedürfnisse der Frauen an.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Welche Herausforderungen seht ihr für Frauen in der Gründung und Forschung? Warum gibt es euch?</strong></h2>



<p>Im Wesentlichen sehen wir vor allem zwei strukturelle Probleme. Die größte Hürde ist das Fehlen von nahbaren weiblichen Vorbildern. Das klingt relativ einfach zu lösen, ist es aber nicht. Viele Studentinnen oder Hochschulmitarbeiterinnen kennen keine Gründerinnen oder Unternehmerinnen und können sich daher schwer mit dieser Rolle identifizieren. Deswegen wollen wir diese präsent machen, zum Beispiel über eine Imagekampagne, wo wir regelmäßig Gründerinnen vorstellen und zeigen, dass es eine Karriereoption sein kann und damit einfach die Identifikation stärken.</p>



<p>Außerdem sind Netzwerke in der Gründungsszene oft männlich dominiert. Das resultiert auch aus den fehlenden weiblichen Vorbildern. Wir haben immer noch einen deutlich höheren Anteil von Gründern und Investoren und das prägt natürlich auch diese ganze Szene. Das heißt, auf verschiedenen Netzwerkveranstaltungen hat man eine sehr männlich dominierte Gruppe und dadurch fehlen für viele angehende Gründerinnen die Zugänge. Denn diese Netzwerke bieten den Zugang zu Kapital und auch den Zugang zu potenziellen Kund*innen oder Unterstützer*innen. Diese strukturellen Barrieren machen es für Frauen deutlich schwerer, Fuß zu fassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum ist die Gründungsszene eurer Meinung nach so männerdominiert?</strong></h2>



<p>Das liegt an gesellschaftlich geprägten Strukturen wie dem Gender Bias und dem Androzentrismus. Medien prägen das Bild von Gründer*innen, etwa durch Vorbilder wie Marc Zuckerberg oder Ähnliche, was stereotype Vorstellungen einer Gründungspersönlichkeit verstärkt. Studien zeigen, dass viele als „typisch“ geltende Gründungsmerkmale männlich konnotiert sind. Zudem investieren männliche Investoren oft lieber in männliche Gründer, was die Ungleichheit weiter verstärkt. Da Frauen derzeit auch bei den Investor*innen unterrepräsentiert sind, schließt sich diese Lücke nur schwer.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Welche Maßnahmen oder Angebote bietet ihr an?</strong></h2>



<p>Ein wichtiges Angebot ist unser Mentorinnenprogramm. Hier begleiten Gründerinnen, die selbst vor wenigen Jahren gestartet sind, angehende Gründerinnen über mehrere Monate. Sie helfen mit ihrem Wissen, stehen für Fragen bereit und öffnen ihre Netzwerke. Wir merken, dass ja genau dieses Mentorinnenprogramm, diese strukturellen Barrieren lösen kann, denn in diesem Moment fungiert die Mentorin als nahbares Vorbild und kann einfach mal Fragen aus der Rolle der Gründerin beantworten.</p>



<p>Ein weiteres Angebot ist der jährliche Gründerinnen Summit . Er sensibilisiert nicht nur Frauen, sondern auch Gründungsberater*innen und Investor*innen für die strukturellen Barrieren. Uns ist es wichtig, aufzuzeigen, dass das Problem nicht die Frauen sind. Manchmal haben wir das Gefühl, dass Angebote sehr zentriert darauf sind, dass die Frauen lernen, mit dem Problem umzugehen. Also wenn ich zum Beispiel beim Pitchen eine andere Frage gestellt bekomme als meine männlichen Kollegen oder Gründer, dann wird häufig gelehrt, wie ich als Frau damit umgehen kann. Aber eigentlich ist das Problem auf der anderen Seite, nämlich bei der Jury, die unterschiedliche Fragen stellt an Männer und Frauen. Und da wollen wir eher ansetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie messt ihr die Wirksamkeit eurer Maßnahmen? Forscht ihr auch?</strong></h2>



<p>Wir evaluieren nach jeder Veranstaltung, jedem Workshop und auch nach dem Mentorinnenprogramm. Die Teilnehmerinnen geben an, wo sie stehen, was sie erwarten und wie sie das Angebot bewerten. Langfristig wollen wir besser erfassen, wie unsere Maßnahmen die Gründungsverläufe beeinflussen. Da wir erst vor zwei Jahren damit begonnen haben, fehlen uns noch ausreichend Daten für eine umfassende Bewertung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie seid ihr finanziert?</strong></h2>



<p>Wir werden über die Exzellenz Start-up Center NRW-Initiative des Landes NRW finanziert. Allerdings läuft die Förderung Ende Februar aus, und wir suchen aktuell nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Müsst ihr euch aufgrund der politischen Lage Sorgen machen, ob ihr weiter finanziert werdet?</strong></h2>



<p>Ja, das hängt stark von politischen Entscheidungen ab. Wenn das Thema Female Entrepreneurship in den Hintergrund rückt, wird es schwierig. Es ist für uns ein sehr dolles bangen, wie es weitergeht und welche potenziellen Förderrichtlinien veröffentlicht werden oder wo man noch eine Finanzierung finden kann. Unser Ziel ist es, unsere Angebote langfristig zu verankern und irgendwann unabhängig von Fördergeldern weiterzuführen. Dafür brauchen wir allerdings zunächst eine stabile Grundlage</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Habt ihr euch ein bestimmtes Land als Vorbild genommen, oder gibt es Länder, die es besonders gut machen?</strong></h2>



<p>Wir haben uns eher einzelne Maßnahmen herausgepickt, die wir als besonders effektiv empfunden haben, und diese adaptiert. Länder, die uns positiv aufgefallen sind, sind vor allem die Schweiz, Österreich und Dänemark. Von meinen Kolleg*innen weiß ich, dass sie begeistert waren, wie viel in diesen Ländern für das Thema getan wird und wie präsent es dort ist. Bei uns müssen wir nach wie vor stärker darauf aufmerksam machen, obwohl sich in den letzten vier Jahren einiges verbessert hat. Wir haben dazu auch <a href="https://www.wes.uni-wuppertal.de/ergebnisse/">Reports</a>&nbsp;erstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gibt es Bestrebungen, mit diesen Ländern oder ihren Netzwerken zusammenzuarbeiten?</strong></h2>



<p>Ja, wir versuchen, den Kontakt zu Institutionen aus anderen Ländern zu halten, die wir bei unseren Recherchen kennengelernt haben. Gemeinsame Angebote oder ein stärkerer Austausch über die Landesgrenzen hinaus könnten uns helfen, mehr Reichweite und Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was muss politisch passieren, um die Situation zu verbessern?</strong></h2>



<p>Women Entrepreneurship muss nachhaltig gefördert werden, etwa durch übergeordnete Initiativen oder mehr Kapazitäten an Hochschulen. <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/femaile-founders-monitor-2025">Die aktuellen Strukturen</a> lassen oft wenig Raum, sich gezielt diesem Thema zu widmen, da die Ressourcen begrenzt sind. Das muss sich ändern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was würdest du einer jungen Frau raten, die gründen oder in die Wissenschaft gehen möchte, aber nicht weiß, wie?</strong></h2>



<p>Ich würde ihr raten, sich an die Gründungsberatung ihrer Hochschule oder an Netzwerke wie uns oder die bundesweite gründerinnenagentur (bga) zu wenden. Dort bekommt sie Zugang zu wichtigen Kontakten und Netzwerken, ohne alles allein suchen zu müssen. So bekommt sie direkt mit, welche Netzwerke es gibt und wie die jeweiligen Kontakte und Zugänge hergestellt werden. Das erleichtert den Einstieg enorm.</p>



<p><a id="_msocom_1"></a><a id="_msocom_3"></a></p>
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		<title>Wie werden innovative Frauen gefördert? &#8211; Innovationspolitik aus Genderperspektive</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Spies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2025 09:13:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internet & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen in Innovationsberufen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen in Wissenschaft und Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenförderung in MINT-Berufen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Care Gap und Forschungskarriere]]></category>
		<category><![CDATA[Gendergerechtigkeit in der Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationspolitik und Geschlechtergerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Karrierechancen für Wissenschaftlerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Leaky Pipeline in der Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrepräsentanz von Frauen in der Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innovation ist die treibende Kraft für wirtschaftlichen Fortschritt, technologische Durchbrüche und gesellschaftliche Entwicklung. Doch wer sind die Menschen hinter diesen bahnbrechenden Ideen? In Deutschland sind es bisher überwiegend Männer. Wie eine Erhebung von Eurostat aus dem Jahr 2021 zeigt, rangiert Deutschland im EU-Vergleich auf dem drittletzten Platz, mit einem Frauenanteil von unter 30% in der [&#8230;]</p>
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<p>Innovation ist die treibende Kraft für wirtschaftlichen Fortschritt, technologische Durchbrüche und gesellschaftliche Entwicklung. Doch wer sind die Menschen hinter diesen bahnbrechenden Ideen? In Deutschland sind es bisher überwiegend Männer. Wie eine Erhebung von Eurostat aus dem Jahr 2021 zeigt, rangiert Deutschland im EU-Vergleich auf dem drittletzten Platz, mit einem Frauenanteil von unter 30% in der Forschung.&nbsp;Frauen sind in Wissenschaft und Forschung nach wie vor unterrepräsentiert, insbesondere in Führungspositionen oder bei Patentanmeldungen. Dabei fehlt es nicht an talentierten Wissenschaftlerinnen – im Gegenteil: Der Frauenanteil unter Studienanfängerinnen ist hoch. Dennoch gehen viele dieser Talente auf dem Weg nach oben verloren, was das Metavorhaben Innovative Frauen in der Forschung als &#8222;Leaky Pipeline&#8220; bezeichnet. Obwohl mehr Frauen ein Studium beginnen und abschließen, kehrt sich das Verhältnis bei der wissenschaftlichen Qualifikation &#8222;Promotion&#8220; langsam um. Um so deutlicher wird es dann bei der Besetzung von Professuren. Warum gelingt es Deutschland nicht, mehr Frauen in Innovationsbereiche zu integrieren und langfristig dort zu halten?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="532" src="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/04/image-1024x532.png" alt="" class="wp-image-3059" srcset="https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/04/image-1024x532.png 1024w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/04/image-300x156.png 300w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/04/image-768x399.png 768w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/04/image-1536x798.png 1536w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/04/image-1570x816.png 1570w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/04/image-1000x520.png 1000w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/04/image-24x12.png 24w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/04/image-36x19.png 36w, https://futurecommunication.de/wp-content/uploads/2025/04/image-48x25.png 48w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.innovative-frauen-im-fokus.de/infopool/daten-und-fakten/frauen-in-der-wissenschaft/leaky-pipeline-in-der-wissenschaft/">https://www.innovative-frauen-im-fokus.de/infopool/daten-und-fakten/frauen-in-der-wissenschaft/leaky-pipeline-in-der-wissenschaft/</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Förderung innovativer Frauen </h2>



<p>Eine zentrale Frage dabei ist, wie die Innovationspolitik Frauen gezielt fördert – und wo die größten Herausforderungen liegen. In den letzten Jahren wurden verschiedene Maßnahmen ins Leben gerufen, die dazu beitragen sollen, Frauen in Wissenschaft und Forschung sichtbarer zu machen und strukturelle Barrieren abzubauen. Programme wie das<strong> </strong><a href="https://www.bmbf.de/DE/Forschung/Wissenschaftssystem/GleichstellungUndVielfaltInDerWissenschaft/Professorinnenprogramm/professorinnenprogramm_node.html">Professorinnenprogramm</a> oder die Förderrichtlinie <a href="https://www.innovative-frauen-im-fokus.de/metavorhaben/metavorhaben/#c144">„Innovative Frauen im Fokus“ </a>des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) setzen genau hier an. Sie sollen Anreize für Universitäten und Forschungsinstitute schaﬀen, mehr Frauen zu fördern und ihre Karrieren aktiv zu unterstützen. Doch trotz dieser Bemühungen sind die Erfolge bisher begrenzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gründe für die Unterrepräsentanz</strong></h2>



<p>Ein großes Problem sind tief verwurzelte gesellschaftliche Strukturen, die Frauen nach wie vor benachteiligen. Traditionelle Rollenbilder prägen nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern auch die Wissenschaft. In vielen Köpfen herrscht noch immer das Bild des männlichen Wissenschaftlers vor, während Frauen in der Forschung eher als Ausnahme gelten. Hinzu kommt ein weiteres Problem: unsichere Arbeitsbedingungen. Besonders in der Wissenschaft sind befristete Verträge und prekäre Anstellungsverhältnisse die Regel. Für viele Frauen, die möglicherweise eine Familie gründen oder mehr Verantwortung im privaten Bereich übernehmen, wird dadurch die Planung einer langfristigen Karriere in der Forschung erschwert. Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Gender Care Gap – die ungleiche Verteilung unbezahlter Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen. Frauen übernehmen in Deutschland nach wie vor einen Großteil der Kinderbetreuung, Haushaltsarbeit und Pflege von Angehörigen. Das bedeutet weniger Zeit für Netzwerken, Weiterbildungen oder längere Arbeitszeiten – und somit schlechtere Karrierechancen. Während Männer sich oft uneingeschränkt auf ihre berufliche Entwicklung konzentrieren können, sind Frauen gezwungen, zwischen Job und Care-Arbeit zu jonglieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Europäischer Vergleich</strong></h2>



<p>Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass es auch anders gehen kann. In Ländern wie Lettland oder Litauen sind Frauen in der Forschung deutlich präsenter. Hier spielen nicht nur gezielte Förderprogramme eine Rolle, sondern auch ein gesellschaftliches Umfeld, das Frauenstärker in MINT-Berufe einbindet und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht. Das hat Ursachen, die teilweise Jahrzehnte zurückreichen, die sich aber ändern lassen, so unterstreicht zum Beispiel Kristine Metuzale in einem <a href="https://t3n.de/news/female-tech-deutschland-lettland-1355742/">Gastbeitrag</a> bei t3n . Sie fordert: mehr weibliche Role-Models, mehr Engagement von allen, aber gerade von Männern, um ein frauenfreundliches Umfeld zu schaffen. Und: die Bereistchaft voneinander zu lernen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verbesserungspotenzial</strong></h2>



<p>Deutschland hat also noch viel nachzuholen. Eine geschlechtergerechte Innovationspolitik ist eine Frage der Fairness, aber auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Um die Innovationskraft des Landes voll auszuschöpfen, braucht es nachhaltige Förderstrukturen, bessere Arbeitsbedingungen und eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung der Rolle von Frauen in Wissenschaft und Forschung. &nbsp;Denn nur wenn alle Talente gleichermaßen gefördert werden, kann Deutschland auch in Zukunft wettbewerbsfähig und innovativ bleiben. </p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zwei Beispiele &#8211; das Metavorhaben „Innovative Frauen im Fokus“ und das Projekt &#8222;Women Entrepreneurs in Science&#8220; &#8211; sowie ein Blick aus Schweden auf Deutschland sind in&nbsp; drei Interviews nachzulesen:</strong></h3>



<p><em><strong>&#8222;Es gibt immer noch viele Hindernisse, die Frauen im Weg stehen – strukturelle Hürden, die bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beginnen und sich bis hin zu geschlossenen Netzwerken auf Führungsebenen erstrecken.&#8220;</strong></em> Das sagt Ines Großkopf. Sie leitet die Öffentlichkeitsarbeit des Metavorhabens „Innovative Frauen im Fokus“ (meta-IFiF). <a href="https://futurecommunication.de/frauenfoerderung-in-der-forschung-und-innovation-was-tut-deutschland-fuer-innovative-frauen/"><em>Hier geht es zum Interview</em></a></p>



<p><strong><em>Gründung ist eine Karriereoption!</em></strong> Das Projekt Women Entrepreneurs in Science (WES) an der Universität Wuppertal will Studentinnen darauf aufmerksam machen, dass Gründung eine reale Option für den weiteren Berufsweg ist &#8211; nur, so fasst es Hannah Jensen zusammen, das <strong><em>&#8222;haben viele Frauen oft nicht auf dem Schirm&#8220;</em></strong>. Der Link zum Interview folgt noch. <a href="https://futurecommunication.de/women-entrepreneurs-in-science-mit-entschlossenheit-und-mentoring-gegen-die-maennerdomaene-in-der-gruendungsszene/"><em>Hier geht es zum Interview</em></a></p>



<p>Im Innovationsranking liegen <strong>die nordischen Länder Dänemark, Finnland und Schweden</strong>, wie beim <strong>European Innovation Scoreboard</strong>, in den letzten Jahren konstant an der Spitze und: <strong>konstant vor Deutschland</strong>. Liegen diese Länder auch bei der Frauenförderung vor Deutschland? Zumindest gibt es einige Punkte, die Schweden besser macht, zumindest wenn es nach Ulrika Björkstén geht. Sie beobachtet als Wissenschaftsjournalistin und auch als Generalsekretärin der Organisation <strong>Vätenskap &amp; Allmenhet</strong> (Wissenschaft &amp; Gesellschaft) die unterschiedlichen Herangehensweisen von Deutschland und Schweden. <a href="https://futurecommunication.de/perhaps-its-not-problematic-that-some-women-leave-academic-research/">Hier geht es zum Interview</a></p>




<p>Der Beitrag <a href="https://futurecommunication.de/wie-werden-innovative-frauen-gefoerdert-innovationspolitik-aus-genderperspektive/">Wie werden innovative Frauen gefördert? &#8211; Innovationspolitik aus Genderperspektive</a> erschien zuerst auf <a href="https://futurecommunication.de">Future Communication</a>.</p>
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